Bombardierung und Befreiung
Donnerstag, 01. April 2010, 12:16 Uhr
Zwei zentrale Ereignisse markieren das Ende des Zweiten Weltkriegs in Nordhausen: Der Luftangriff auf die Stadt und die Befreiung des KZ Mittelbau. Dem Verhältnis zwischen diesen beiden Bezugspunkten der lokalen Erinnerung widmet sich ein öffentlicher Vortrag von Martin Clemens Winter am Mittwoch, dem 7. April 2010 um 19.00 Uhr im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.
Cover (Foto: Verlag)
Bombardierung und Befreiung – 1945 in der lokalen Erinnerungskultur Nordhausens, lautet der Titel der Veranstaltung mit dem Leipziger Historiker. Winter stellt damit sein neu erscheinendes Buch vor, in dem er die Entwicklung der öffentlichen Erinnerung an die Luftangriffe auf Nordhausen zwischen 1945 und 2005 untersucht.
Anlässlich der Jahrestage von Luftangriff und KZ-Befreiung konzentriert sich der Vortrag auf die inzwischen 65jährige Nachgeschichte der Ereignisse und deren Wechselbeziehung im Kontext der städtischen Erinnerungskultur. Welchen Einfluss darauf hatten beispielsweise die Maßnahmen der Alliierten unmittelbar nach Kriegsende?
Wie spiegelten sich zu DDR-Zeiten und während des Kalten Krieges politische und ideologische Vorgaben im Nordhäuser Gedenken wider? Welche Bedeutung hatte dabei der Umstand, dass unter den Opfern der Luftangriffe auch eine hohe Zahl von Häftlingen des KZ-Außenlagers Boelcke-Kaserne war? Und was macht den Nordhäuser Ehrenfriedhof bis in die jüngste Vergangenheit zu einem umkämpften
Gedenkort?
Mit diesen und weiteren Fragen wird sich der Vortrag von Martin Clemens Winter beschäftigen. In den Blick geraten dabei Konjunkturen und Konkurrenzen sowie
Brüche und Kontinuitäten der verschiedenen Erinnerungen vor Ort seit 1945. Im Anschluss wird es Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten geben.
Das Buch von Martin Clemens Winter mit dem Titel Öffentliche Erinnerungen an den Luftkrieg in Nordhausen 1945-2005 ist im März im Marburger Tectum-Verlag erschienen.
Autor: agl
Cover (Foto: Verlag)
Bombardierung und Befreiung – 1945 in der lokalen Erinnerungskultur Nordhausens, lautet der Titel der Veranstaltung mit dem Leipziger Historiker. Winter stellt damit sein neu erscheinendes Buch vor, in dem er die Entwicklung der öffentlichen Erinnerung an die Luftangriffe auf Nordhausen zwischen 1945 und 2005 untersucht.Anlässlich der Jahrestage von Luftangriff und KZ-Befreiung konzentriert sich der Vortrag auf die inzwischen 65jährige Nachgeschichte der Ereignisse und deren Wechselbeziehung im Kontext der städtischen Erinnerungskultur. Welchen Einfluss darauf hatten beispielsweise die Maßnahmen der Alliierten unmittelbar nach Kriegsende?
Wie spiegelten sich zu DDR-Zeiten und während des Kalten Krieges politische und ideologische Vorgaben im Nordhäuser Gedenken wider? Welche Bedeutung hatte dabei der Umstand, dass unter den Opfern der Luftangriffe auch eine hohe Zahl von Häftlingen des KZ-Außenlagers Boelcke-Kaserne war? Und was macht den Nordhäuser Ehrenfriedhof bis in die jüngste Vergangenheit zu einem umkämpften
Gedenkort?
Mit diesen und weiteren Fragen wird sich der Vortrag von Martin Clemens Winter beschäftigen. In den Blick geraten dabei Konjunkturen und Konkurrenzen sowie
Brüche und Kontinuitäten der verschiedenen Erinnerungen vor Ort seit 1945. Im Anschluss wird es Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten geben.
Das Buch von Martin Clemens Winter mit dem Titel Öffentliche Erinnerungen an den Luftkrieg in Nordhausen 1945-2005 ist im März im Marburger Tectum-Verlag erschienen.
