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„Noch haben wir alles im Griff“

Montag, 30. Dezember 2002, 15:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Hochwasser in Sundhausen. Für die Bewohner des kleinen Ortsteils nichts Neues. Aber einen Tag vor Silvester? Das haben die wenigsten von ihnen bislang erlebt. Jetzt schon sind viele Helfer im Einsatz. nnz berichtet.


„Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und der Nordhäuser Feuerwehren fahren zur Zeit Sand und Kies zum Befüllen aus dem Bestand des Bauhofes zum Befüllen von Säcken nach Sundhausen.“ Das hat Helmut Neblung, Chef der Nordhäuser Berufsfeuerwehr, mitgeteilt. „Am Nachmittag hat sich die Hochwasser-Situation vor allem in Sundhausen zugespitzt. Die Freiwilligen Feuerwehren Nordhausen-Mitte, Krimderode und Sundhausen sind dort im Einsatz, noch haben wir haben alles im Griff“, sagte Neblung.

Mit weiteren neun Mann sei die Berufsfeuerwehr zur Zeit im Einsatz, die zwei Freischichten der Berufsfeuerwehr könnten sofort aktiviert werden, sollten die Pegelstände der Flüsse weiter steigen. Einsatz-Schwerpunkte der Feuerwehren seien bisher die Nordhäuser Ortsteile Sundhausen und Hesserode. Beide Orte lägen dicht an der Helme und auch relativ niedrig, erklärte Neblung. „Noch sind zwischen 35 und 45 Zentimeter Platz, bevor der Fluss die Uferböschungen überspült“, erklärte Neblung.

Die Freiwillige Feuerwehr Hesserode habe bereits für ein vollgelaufenes Grundstück einen Entwässerungsgarben gezogen, die Freiwillige Feuerwehr Leimbach sei im Himmelgarten im Einsatz, weil auch dort ein Grundstück unter Wasser stehe. Die Berufsfeuerwehr habe in Salza zwei Keller leergepumpt.

„Die ausgerufene Alarmstufe bedeutet vor allen Dingen, dass wir Brücken und wasserwirtschaftliche Anlagen ständig kontrollieren“, sagte der Feuerwehr-Leiter. Schwerpunkte seien zum Beispiel Sundhausen und das Wehr bei der Mühle in Krimderode. Vor allem müssten die Flussläufe von angeschwemmten Material freigehalten werden. Eine Prognose über die Entwicklung konnte Neblung noch nicht abgeben: „Eigentlich war für heute Mittag das Ende der Regenfälle angekündigt, aber am Nachmittag hat es immer noch geregnet.“
Autor: nnz

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