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Bedarf ermitteln

Mittwoch, 24. März 2010, 11:02 Uhr
Die Kosten der Unterkunft, kurz KdU genannt, werden in diesem Jahr viele Unternehmen und Institutionen beschäftigen. Auch an den kommunalen Politikern wird das nicht spurlos vorbeigehen, schließlich geht es um Steuergelder. Die nnz hat nachgefragt...


Am Montag hatte die LINKE-Kreistagsfraktion zu einer öffentlichen Sitzung in die Wiedigsburgklause eingeladen. Dort sollte mit Vertretern der ARGE und der Wohnungsunternehmen über die künftige Höhe dieser Kosten beraten werden. Die Fraktionäre wollten sich so einen objektiven Überblick zum Ist-Zustand im Landkreis Nordhausen verschaffen. Die nnz hatte zu dieser Thematik bereits ausführlich und mehrfach berichtet (siehe nnz-Archiv).

Bei der Veranstaltung hatte der Geschäftsführer der ARGE, Hans-Georg Müller die Planungen seiner Behörde vorgestellt, um letztlich dem Kreistag einen Entwurf für eine novellierte Richtlinie zu unterbreiten. Dazu sollen alle großen Wohnungsunternehmen, aber auch private Vermieter 1.000 Wohnungsanfragen, die bis zum 30. Juni 2010 auflaufen, anonym in eine Datenbank eingeben. Unter anderem werden die Höhe der vereinbarten Mieter oder die Wohnfläche erfasst.

Ein Mathematiker soll aus diesem Zahlenmaterial letztlich ein Modell entwickeln, wie die Kosten der Unterkunft in Zukunft gestaltet werden sollen und wie dann auch dem Urteil des Bundessozialgerichts in punkto Angemessenheit entsprochen werden muss.

Nach Meinung der LINKEN sollten sich in den kommenden alle Fraktionen des Kreistag noch einmal ausführlich mit dieser Problematik beschäftigen. Die Vertreter der Wohnungswirtschaft im Landkreis Nordhausen sind zu weiteren Gesprächen bereits. Letztlich haben sie sowohl die Verantwortung für die Mieter, die Hartz-IV beziehen als auch für die anderen. Und die machen im Durchschnitt bei SWG und WBG fast 90 Prozent aus.
Autor: nnz

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