Wacker-Präsident Lutze: "Wir fühlen uns im Stich gelassen!"
Freitag, 05. Januar 2001, 12:32 Uhr
fett (nnz). Am Nachmittag könnte John Ebikurogha in Nordhausen ankommen. Der 22-jährige Nigerianer soll in den kommenden 18 Monaten in Nordhausen für Wacker an den Ball treten und für neuen Schwung im Mittelfeld des Oberligisten sorgen. Wacker-Präsident Wolfgang Lutze rechnet damit, daß der Neuzugang bereits am Sonntag beim 3. Internationalen Hallenfußballturnier in der Wiedigsburghalle (Beginn: 13.30 Uhr) dabei sein kann.
Derzeit plagen den Verein jedoch wieder Sorgen. So konnte der avisierte Partner für Trainer Dirk Fuhrmann immer noch nicht gebunden werden. Dessen Stelle nimmt derzeit Mittelfeldspieler Marco Große ein. Große wird als erfahrener Spieler und ausgebildeter Physiotherapeut auch im Trainingslager ab Dienstag der Mannschaft zur Verfügung stehen.
Enttäuscht zeigte sich Lutze jedoch von den Partnern, die noch vor Monaten ihre Zusage zur Zusammenarbeit bekundet hatten. Jetzt, da Hilfe vor allem in finanzieller Hinsicht notwendig ist, bleiben die "Unterstützer" aus. Vielmehr würden sich einige Sponsoren aus den alten Bundesländern von Nordhausen abwenden und vor allem im Raum Bad Sachsa etablieren. Als ein Beispiel führte der Präsident das (Nicht)Engagement der Firma SAKRET an, weitere Unternehmen könnten genannt werden. Noch seien die Hintergründe des Rückzugs nicht zu erkennen, vor allem beim Vergleich der sportlichen Stärke beider Mannschaften. Auch von vielen Mitgliedern des Vereins ist Wolfgang Lutz "maßlos enttäuscht". Man bekenne sich nicht zum Verein, auch nicht in der jetzigen Situation, in der die wirtschaftliche Talfahrt beendet ist. Ein Beispiel hierfür sei die Nachwuchsarbeit. Hintere Tabellenplätze sind der Ausdruck dafür, daß es auch an engagierten Übungsleitern mangele. Die stünden, so Lutze zur nnz, eher am Spielfeldrand und lächelten, wenn der Wacker-Nachwuchs von Mannschaften wie Görsbach oder Heringen als Verlierer nach Hause geschickt wird.
Momentan ist das dreiköpfige Präsidium mit den anstehenden Aufgaben überfordert. "Drei Leute können das nicht schaffen", meinte Lutze. Mitstreiter im Präsidium sind Fehlanzeige. Probleme soll auch mit der Übergabe der Geschäfte von der Marketing GmbH an den Verein geben. Fakt ist, daß die Führung eines Oberliga-Vereins nicht auf wenigen Schultern ruhen kann, Sondershausen macht es den Rolandstädtern vor. Wenn Wirtschaft und Politik sich nicht mit einbringen, dann könnten am Albert-Kuntz-Sportpark die Lichter nicht nur aus sportlicher Sicht sehr schnell ausgehen.
Autor: psgDerzeit plagen den Verein jedoch wieder Sorgen. So konnte der avisierte Partner für Trainer Dirk Fuhrmann immer noch nicht gebunden werden. Dessen Stelle nimmt derzeit Mittelfeldspieler Marco Große ein. Große wird als erfahrener Spieler und ausgebildeter Physiotherapeut auch im Trainingslager ab Dienstag der Mannschaft zur Verfügung stehen.
Enttäuscht zeigte sich Lutze jedoch von den Partnern, die noch vor Monaten ihre Zusage zur Zusammenarbeit bekundet hatten. Jetzt, da Hilfe vor allem in finanzieller Hinsicht notwendig ist, bleiben die "Unterstützer" aus. Vielmehr würden sich einige Sponsoren aus den alten Bundesländern von Nordhausen abwenden und vor allem im Raum Bad Sachsa etablieren. Als ein Beispiel führte der Präsident das (Nicht)Engagement der Firma SAKRET an, weitere Unternehmen könnten genannt werden. Noch seien die Hintergründe des Rückzugs nicht zu erkennen, vor allem beim Vergleich der sportlichen Stärke beider Mannschaften. Auch von vielen Mitgliedern des Vereins ist Wolfgang Lutz "maßlos enttäuscht". Man bekenne sich nicht zum Verein, auch nicht in der jetzigen Situation, in der die wirtschaftliche Talfahrt beendet ist. Ein Beispiel hierfür sei die Nachwuchsarbeit. Hintere Tabellenplätze sind der Ausdruck dafür, daß es auch an engagierten Übungsleitern mangele. Die stünden, so Lutze zur nnz, eher am Spielfeldrand und lächelten, wenn der Wacker-Nachwuchs von Mannschaften wie Görsbach oder Heringen als Verlierer nach Hause geschickt wird.
Momentan ist das dreiköpfige Präsidium mit den anstehenden Aufgaben überfordert. "Drei Leute können das nicht schaffen", meinte Lutze. Mitstreiter im Präsidium sind Fehlanzeige. Probleme soll auch mit der Übergabe der Geschäfte von der Marketing GmbH an den Verein geben. Fakt ist, daß die Führung eines Oberliga-Vereins nicht auf wenigen Schultern ruhen kann, Sondershausen macht es den Rolandstädtern vor. Wenn Wirtschaft und Politik sich nicht mit einbringen, dann könnten am Albert-Kuntz-Sportpark die Lichter nicht nur aus sportlicher Sicht sehr schnell ausgehen.
