Osterfeuer in Niedersalza
Mittwoch, 31. März 2010, 11:00 Uhr
Seit 20 Jahren lebt eine alte Tradition in Thüringen wieder auf, die zu DDR-Zeiten verboten war. Aber auch schon sehr viel früher waren sie untersagt worden: die Osterfeuer.
Die Synode zu Mainz im Jahre 742 n. Chr. fürchtete die Osterfeuer wegen ihres heidnischen Ursprungs und ließ sie verbieten. Denn ursprünglich stammte der Brauch, der den Winter und die bösen Geister vertreiben sollte, aus Irland. Hier entfachten die Druiden zum alljährlichen Frühlingsfest Beltaine rituelle Feuer. Beltaine bezeichnete den keltischen Sommerbeginn in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai, den wir heute als Walpurgisnacht kennen.
Ende des 9. Jahrhunderts überlegten es sich die christlichen Kirchenväter dann anders und assimilierten die Osterfeuer wie so viele heidnische Feste und Bräuche in ihren Glauben. Die mittelalterlichen Päpste nahmen die Osterfeuer mit in die Liturgie der westlichen Kirche auf, um den heidnischen Feuern eine andere Bedeutung zu geben. Weil der weithin sichtbare Schein der Feuer auch vor Krankheit und Unheil bewahren sollte, wurden und werden sie traditionsgemäß auf Anhöhen und Hügeln entzündet.
So wird auch das Osterfeuer in Niedersalza schon seit vielen Jahren am Ostersamstag auf dem Holungsbügel veranstaltet und hat sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Feuer in Nordhausen und Umgebung entwickelt. Auch weil dieser längst zu einem eigenständigen Fest wurde, denn bei Leckereien vom Grill und Getränken aller Art bietet der Ostersamstag Gelegenheit, sich mit Nachbarn und Freunden erstmals wieder im Freien zu treffen. Und frieren kann da wirklich keiner, dafür sorgen fleißige Helfer schon Tage vorher, indem sie einen riesigen Holzhaufen aufschichten, der den Besuchern ordentlich einheizen wird.
Autor: nnzDie Synode zu Mainz im Jahre 742 n. Chr. fürchtete die Osterfeuer wegen ihres heidnischen Ursprungs und ließ sie verbieten. Denn ursprünglich stammte der Brauch, der den Winter und die bösen Geister vertreiben sollte, aus Irland. Hier entfachten die Druiden zum alljährlichen Frühlingsfest Beltaine rituelle Feuer. Beltaine bezeichnete den keltischen Sommerbeginn in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai, den wir heute als Walpurgisnacht kennen.
Ende des 9. Jahrhunderts überlegten es sich die christlichen Kirchenväter dann anders und assimilierten die Osterfeuer wie so viele heidnische Feste und Bräuche in ihren Glauben. Die mittelalterlichen Päpste nahmen die Osterfeuer mit in die Liturgie der westlichen Kirche auf, um den heidnischen Feuern eine andere Bedeutung zu geben. Weil der weithin sichtbare Schein der Feuer auch vor Krankheit und Unheil bewahren sollte, wurden und werden sie traditionsgemäß auf Anhöhen und Hügeln entzündet.
So wird auch das Osterfeuer in Niedersalza schon seit vielen Jahren am Ostersamstag auf dem Holungsbügel veranstaltet und hat sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Feuer in Nordhausen und Umgebung entwickelt. Auch weil dieser längst zu einem eigenständigen Fest wurde, denn bei Leckereien vom Grill und Getränken aller Art bietet der Ostersamstag Gelegenheit, sich mit Nachbarn und Freunden erstmals wieder im Freien zu treffen. Und frieren kann da wirklich keiner, dafür sorgen fleißige Helfer schon Tage vorher, indem sie einen riesigen Holzhaufen aufschichten, der den Besuchern ordentlich einheizen wird.

