nnz-Rückspiegel: 27. Dezember 2001
Freitag, 27. Dezember 2002, 07:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Unternehmen, Steuern und Museen
Mehr Unternehmen – weniger Steuern
Das Landesamt für Statistik veröffentlichte heute die Zahlen für das Umsatzsteuerjahr 2000. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen der Umsatzsteuerstatistik 2000 gab es in Thüringen 73.530 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, die eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgaben und deren Jahresumsatz mindestens 32 500 DM (16 617 EUR) betrug. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 433 Unternehmen bzw. 0,6 Prozent mehr als im Jahre 1999. Die meisten Unternehmenszugänge gab es in den Wirtschaftsbereichen der sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen (+ 313 Unternehmen) sowie Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen (+ 287 Unternehmen).
Der im Jahr 2000 in Thüringen steuerbare Umsatz erreichte 87 Milliarden DM (44 Milliarden EUR). Er lag damit um rund 2,4 Milliarden DM (1,2 Milliarden EUR) bzw. 3 Prozent unter dem Ergebnis von 1999. Die in Thüringen steuerbaren Umsätze sanken im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe um 1,6 Milliarden DM (0,8 Milliarden EUR) bzw. um 1,1 Milliarden DM (0,6 Milliarden EUR). Ursache für den Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe ist vor allem, dass die Unternehmen die Umsatzsteuer für ihr Gesamtunternehmen nur in dem Bundesland abführen, von wo es ganz oder überwiegend betrieben wird...ausführlich im nnz-Archiv
Museen: Weniger Besucher
Wann waren Sie das letzte Mal im Museum? fragte nnz an dieser Stelle Anfang Dezember. War diese Frage dort mehr rhetorisch gemeint, erhält sie durch die vorläufige Thüringer Besucherbilanz für 2001 einen realen Hintergrund. Einigermaßen bekümmert stellte Hans-Peter Jakobson, Vorsitzender des Museumsverbandes Thüringen (MVT) für die verbandszugehörigen Museen eine rückläufige Tendenz bei den Besucherzahlen fest. Eine schleichende negative Entwicklung sei für das Jahr 2001 zu verzeichnen. Betroffen seien insbesondere Einrichtungen, die sich bisher eines ausgesprochen großen Interesses erfreuten. Die Wartburg in Eisenach oder auch Burg Posterstein bei Schmölln seien Beispiele. Dem Verband gehören 136 der 155 Einrichtungen musealer Art in Thüringen an. Sie würden sich im kommenden Jahr wieder ihren Wurzeln nähern, konstatierte Jakobson. Das ergebe sich aus den Anträgen auf Fördermittel, die der Verband für das Thüringer Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu beurteilen hatte. Die meisten Mittel seien für Restaurierungen sowie für Ausstellungen mit regionalen und örtlichen Bezügen beantragt worden. 2001 hatte das Ministerium Sanierungen, Ankäufe, Publikationen und Projekte der Museen mit insgesamt 5,5 Millionen Mark (2,81 Mio. Euro) gefördert...ausführlich im nnz-Archiv
Wo liegt der Schwarze Peter?
Die Deutsche Post ist nicht nur eine Aktiengesellschaft, sondern auch ein komisch Ding. Das merken vor allem die Bürger in Steigerthal. Nach der Eingemeindung der Ortschaft Steigerthal im Frühjahr 1999 ist der neue Ortsteil der Stadt Nordhausen immer noch einer Postagentur in der Gemeinde Niedersachswerfen zugeordnet. Diese ist aus Steigerthal mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Für ältere Menschen ohne motorisiertes Hilfsmittel ist es sehr kompliziert bzw. fast unmöglich, Postsendungen dort abzuholen.
Das ist immer dann der Fall, wenn Paket- oder Briefsendungen zugestellt werden, die nur gegen Empfangsbestätigung ausgehändigt werden können, der Empfänger aber nicht erreicht wurde. Nach Anfragen im Nordhäuser Stadtrat wurde deutlich, daß die Stadt Nordhausen hier nicht zuständig ist. Vielleicht ist es aber der Deutschen Post AG nach fast drei Jahren möglich, den Postkunden von Steigerthal ein verspätetes Weihnachts- bzw. Servicegeschenk zu machen? Für den Laien erscheint dies eigentlich recht simpel, für ein börsennotiertes Unternehmen ist das jedoch eine richtige Herausforderung. nnz bemühte sich, bei der Post AG in Erfurt um Auskunft. Eine freundliche Dame teilte der Redaktion mit, dass die Deutsche Post ihre Zustellweise erst dann ändern könne, wenn im Zuge der kommunalen Gebietsreform auch eine Bereinigung der Straßennamen erfolgen würde. Im Klartext bedeutet dies, dass es in Steigerthal keine zweite Hauptstraße geben darf, da es eine solche bereits in Nordhausen oder Herreden gibt. Der Schwarze Peter liegt also bei der Stadt Nordhausen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzUnternehmen, Steuern und Museen
Mehr Unternehmen – weniger Steuern
Das Landesamt für Statistik veröffentlichte heute die Zahlen für das Umsatzsteuerjahr 2000. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen der Umsatzsteuerstatistik 2000 gab es in Thüringen 73.530 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, die eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgaben und deren Jahresumsatz mindestens 32 500 DM (16 617 EUR) betrug. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 433 Unternehmen bzw. 0,6 Prozent mehr als im Jahre 1999. Die meisten Unternehmenszugänge gab es in den Wirtschaftsbereichen der sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen (+ 313 Unternehmen) sowie Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen (+ 287 Unternehmen).
Der im Jahr 2000 in Thüringen steuerbare Umsatz erreichte 87 Milliarden DM (44 Milliarden EUR). Er lag damit um rund 2,4 Milliarden DM (1,2 Milliarden EUR) bzw. 3 Prozent unter dem Ergebnis von 1999. Die in Thüringen steuerbaren Umsätze sanken im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe um 1,6 Milliarden DM (0,8 Milliarden EUR) bzw. um 1,1 Milliarden DM (0,6 Milliarden EUR). Ursache für den Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe ist vor allem, dass die Unternehmen die Umsatzsteuer für ihr Gesamtunternehmen nur in dem Bundesland abführen, von wo es ganz oder überwiegend betrieben wird...ausführlich im nnz-Archiv
Museen: Weniger Besucher
Wann waren Sie das letzte Mal im Museum? fragte nnz an dieser Stelle Anfang Dezember. War diese Frage dort mehr rhetorisch gemeint, erhält sie durch die vorläufige Thüringer Besucherbilanz für 2001 einen realen Hintergrund. Einigermaßen bekümmert stellte Hans-Peter Jakobson, Vorsitzender des Museumsverbandes Thüringen (MVT) für die verbandszugehörigen Museen eine rückläufige Tendenz bei den Besucherzahlen fest. Eine schleichende negative Entwicklung sei für das Jahr 2001 zu verzeichnen. Betroffen seien insbesondere Einrichtungen, die sich bisher eines ausgesprochen großen Interesses erfreuten. Die Wartburg in Eisenach oder auch Burg Posterstein bei Schmölln seien Beispiele. Dem Verband gehören 136 der 155 Einrichtungen musealer Art in Thüringen an. Sie würden sich im kommenden Jahr wieder ihren Wurzeln nähern, konstatierte Jakobson. Das ergebe sich aus den Anträgen auf Fördermittel, die der Verband für das Thüringer Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu beurteilen hatte. Die meisten Mittel seien für Restaurierungen sowie für Ausstellungen mit regionalen und örtlichen Bezügen beantragt worden. 2001 hatte das Ministerium Sanierungen, Ankäufe, Publikationen und Projekte der Museen mit insgesamt 5,5 Millionen Mark (2,81 Mio. Euro) gefördert...ausführlich im nnz-Archiv
Wo liegt der Schwarze Peter?
Die Deutsche Post ist nicht nur eine Aktiengesellschaft, sondern auch ein komisch Ding. Das merken vor allem die Bürger in Steigerthal. Nach der Eingemeindung der Ortschaft Steigerthal im Frühjahr 1999 ist der neue Ortsteil der Stadt Nordhausen immer noch einer Postagentur in der Gemeinde Niedersachswerfen zugeordnet. Diese ist aus Steigerthal mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Für ältere Menschen ohne motorisiertes Hilfsmittel ist es sehr kompliziert bzw. fast unmöglich, Postsendungen dort abzuholen.
Das ist immer dann der Fall, wenn Paket- oder Briefsendungen zugestellt werden, die nur gegen Empfangsbestätigung ausgehändigt werden können, der Empfänger aber nicht erreicht wurde. Nach Anfragen im Nordhäuser Stadtrat wurde deutlich, daß die Stadt Nordhausen hier nicht zuständig ist. Vielleicht ist es aber der Deutschen Post AG nach fast drei Jahren möglich, den Postkunden von Steigerthal ein verspätetes Weihnachts- bzw. Servicegeschenk zu machen? Für den Laien erscheint dies eigentlich recht simpel, für ein börsennotiertes Unternehmen ist das jedoch eine richtige Herausforderung. nnz bemühte sich, bei der Post AG in Erfurt um Auskunft. Eine freundliche Dame teilte der Redaktion mit, dass die Deutsche Post ihre Zustellweise erst dann ändern könne, wenn im Zuge der kommunalen Gebietsreform auch eine Bereinigung der Straßennamen erfolgen würde. Im Klartext bedeutet dies, dass es in Steigerthal keine zweite Hauptstraße geben darf, da es eine solche bereits in Nordhausen oder Herreden gibt. Der Schwarze Peter liegt also bei der Stadt Nordhausen...ausführlich im nnz-Archiv
