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Rosenturm wieder hergestellt

Donnerstag, 26. Dezember 2002, 12:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Wassertreppe ist eine beliebte Verbindung zwischen der Unterstadt und der Altstadt. Sie konnte nach Reparatur und Sanierung jetzt teilweise wieder freigegeben werden. Zusätzlich wurde der Rosenturm wieder hergestellt.


Wassertreppe „Bis zum 5. Podest ist die Treppe komplett und ab dem 6. Podest halbseitig wieder frei. Bis Jahresmitte ist die Wassertreppe überall auf voller Breite begehbar sind, und alle Arbeiten am Stadtmauerabschnitt in diesem Bereich beendet“, sagte Werner Schönsteiner vom städtischen Bauamt. Entlang der Treppe seien zugleich neue Altstadt-Leuchten aufgestellt worden.

Der benachbarte Rosenturm an der „Finkenburg“ sei nach historischen Maßen inzwischen wieder aufgebaut, „vor Beginn der Arbeiten war von ihm praktisch nur noch ein Rest vorhanden“, sagte Schönsteiner. Der Turm stehe künftig als Aussichtspunkt zur Verfügung. An der Quermauer, unterhalb der Gebäude Wassertreppe 1 und Pfaffengasse 1, seien zur Zeit wegen der Kälte die Arbeiten eingestellt, hier werde die einsturzgefährdete Mauer abgebrochen und das dahinter liegende Gelände abgeschrägt.

Der Bereich des Rundwanderwegs Wassertreppe ­ Jüdenstraße ­ Mühlhof und Kutteltreppe/Steinberg sei inzwischen teilweise mit kleineren Stützmauern eingefasst und bekomme eine neue sandgeschlämmte Decke; entlang des Weges werde ein Stahlgeländer ­ nach historischem Vorbild ­ montiert und Papierkörbe und Bänke installiert. „Zur Zeit ruhen auch hier die Arbeiten; stimmt die Witterung, geht es in der zweiten Januarwoche weiter“, sagte Schönsteiner.

Neu gebaut sei inzwischen am Historischen Rundwanderweg im Bereich Königshofwall eine 20 Meter lange und etwa zwei Meter hohe Natursteinmauer. Diese neue Mauer wurde unmittelbar vor einen baufälligen Stadtmauerabschnitt gesetzt. Am Mühlhof werde die fünf Meter hohe Stadtmauer auf einer Länge von 20 Metern ebenfalls erneuert und mit etwa 50, 12 Meter langen, Stahl-Erdankern versehen, um die alte etwa 1,60 Meter dicke Mauer an dieser Stelle vor dem Einsturz zu sichern. An der Vorderseite der Mauer werde eine rund 50 Zentimeter breite Schicht abgebrochen, die durch eine etwa 30 Zentimeter dicke Spritzbetonschale und danach mit einer 25 Zentimeter starken Natursteinschicht ersetzt werde. „Damit kann ein Komplett-Abbruch und eine Total-Erneuerung vermieden werden“, erklärte Schönsteiner. Eine zirka 45 Meter lange und 3,50 Meter breite sogenannte „Schwergewichtsmauer“, die den Hang stütze, werde vom Hauptpodest der Kutteltreppe aus quer Richtung Waisenstraße gebaut. Auch hier werde diese neue Mauer in etwa drei Meter Abstand vor die Reste der alten Stadtmauer gesetzt.

„Fristgerecht und gut“ sei die Stadtmauer im Bereich der Promenade saniert worden. „Die erste Teilabnahme ist inzwischen erfolgt, besonders hervor zu heben ist die Erneuerung der Nachtigallenpforte, die Restaurierung des nördlichen Wehrturmes am Grundstück „Vor dem Hagentor“ und des südlichen Wehrturmes am Stadttheater. Die Erneuerung der Nordhäser Stadtmauer kostet rund 1 Millionen Euro. Mehr als 90 Prozent dieser Summe stehen als Bundes-Fördemittel zur Verfügung.
Autor: nnz

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