Zerstörung einer Perle
Freitag, 19. März 2010, 17:27 Uhr
Hamburg, Köln, Dresden. Noch in den letzten Kriegsmonaten Anfang 1945 wurden diese Großstädte von alliierten Bombern zerstört. Doch auch kleinere, nicht so bekannte Städte waren in diesen Tagen das Ziel massiver Bombardierungen. Nordhausen war eine von Ihnen; eine mittelgroße Stadt im Norden Thüringens. Die Geschichte ihrer Zerstörung ist jetzt medial aufgearbeitet worden...
Mehr als tausend Jahre alt, war Nordhausen geprägt vom mittelalterlichen Stadtbild. Tabak- und Branntweinproduktion hatten ihr in den 1920er Jahren gewaltigen Reichtum gebracht und für die Alliierten, so dachten die Nordhäuser, war ihre kleine Stadt völlig unbedeutend.
Doch Nordhausen hütete ein Geheimnis, von dessen Ausmaß die meisten Bewohner nicht die leiseste Ahnung hatten: Vor den Stadtgrenzen hatten die Nationalsozialisten das Konzentrationslager Mittelbau – Dora errichtet. Die Häftlinge mussten unter unmenschlichen Bedingungen ein unterirdisches Stollensystem ausbauen, in dem ab Ende 1943 die von der Propaganda als Vergeltungswaffen ausgerufenen V1 und V2 produziert wurden. Als alliierte Aufklärungsflugzeuge 1944 Teile der Raketenproduktion entdeckten, wurde auch Nordhausen zum target, zum Ziel für großflächige Luftangriffe.
Autor Andreas Meißner zeigt anhand bisher nie gesehener Film- und Fotodokumente die Geschichte der Stadt Nordhausen; von der Glanzzeit Anfang der 30er Jahre bis zur Katastrophe am 3. und 4. April 1945, als der Lebensnerv der Perle des Südharzes fast völlig ausgelöscht wurde. Und sie zeigt die grausamen Lebensbedingungen der Häftlinge im
Konzentrationslager vor der Stadt, anhand von Interviews mit den wenigen, die die Hölle von Dora überlebt haben. (Fotos: Werner Steinmann)
Nordhausen- Die letzten Zeugen, am 31.03.10 um 21:15 Uhr im MDR Fernsehen. Wiederholung am 12.4.10 um 8:50 Uhr
Autor: nnzMehr als tausend Jahre alt, war Nordhausen geprägt vom mittelalterlichen Stadtbild. Tabak- und Branntweinproduktion hatten ihr in den 1920er Jahren gewaltigen Reichtum gebracht und für die Alliierten, so dachten die Nordhäuser, war ihre kleine Stadt völlig unbedeutend.
Doch Nordhausen hütete ein Geheimnis, von dessen Ausmaß die meisten Bewohner nicht die leiseste Ahnung hatten: Vor den Stadtgrenzen hatten die Nationalsozialisten das Konzentrationslager Mittelbau – Dora errichtet. Die Häftlinge mussten unter unmenschlichen Bedingungen ein unterirdisches Stollensystem ausbauen, in dem ab Ende 1943 die von der Propaganda als Vergeltungswaffen ausgerufenen V1 und V2 produziert wurden. Als alliierte Aufklärungsflugzeuge 1944 Teile der Raketenproduktion entdeckten, wurde auch Nordhausen zum target, zum Ziel für großflächige Luftangriffe.
Autor Andreas Meißner zeigt anhand bisher nie gesehener Film- und Fotodokumente die Geschichte der Stadt Nordhausen; von der Glanzzeit Anfang der 30er Jahre bis zur Katastrophe am 3. und 4. April 1945, als der Lebensnerv der Perle des Südharzes fast völlig ausgelöscht wurde. Und sie zeigt die grausamen Lebensbedingungen der Häftlinge im
Konzentrationslager vor der Stadt, anhand von Interviews mit den wenigen, die die Hölle von Dora überlebt haben. (Fotos: Werner Steinmann)
Nordhausen- Die letzten Zeugen, am 31.03.10 um 21:15 Uhr im MDR Fernsehen. Wiederholung am 12.4.10 um 8:50 Uhr

