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Der Griff in den Briefkasten

Freitag, 20. Dezember 2002, 11:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz elektronischer Post: Auch der herkömmliche Brief erfreut sich noch seiner Beliebtheit. Vor allem in der Weihnachtszeit. Mit einem Briefkasten in Nordhausen hatte nnz-Leser Heinz Langner heute ein Erlebnis der besonderen Art.


Herr Langner bringt seine Briefe fast immer zum Briefkasten in der Töpferstraße (Gebäude Deutsche Bank). Doch heute traute er seinen Augen nicht. Statt seine Post hineinzuwerfen, konnte er die Post anderer Menschen dem gelben Kasten entnehmen. Das Ding war rappelvoll. Da sieht nicht nur der nnz-Leser das Brief- und Postgeheimnis gefährdet. Seine Kritik richtet sich also gegen die Deutsche Post. Die hätte ja den Briefkasten gestern um 15.15 Uhr leeren müssen.

Nach Angaben von Post-Sprecherin Brigitte Ullrich sei der Kasten gestern auch pünktlich geleert worden. Vermutlich nach diesem Termin hätte ein Großkunde seine Post reingeworfen. Das stellten die Nordhäuser Postler heute fest. Viele DIN-A4-Briefe verstopften den Briefkasten. Das komme öfters vor, so Ullrich gegenüber nnz, obwohl das Unternehmen die Groß- und Firmenkunden anhält, ihre Post direkt im Postamt abzugeben. Wenn sich diese Kunden nicht daran halten, dann wird es vor allem vor Weihnachten ganz eng in den Briefkästen, nicht nur in der Töpferstraße.

Um diesem Umstand zu begegnen, hat die Post so genannte Stichfahrten eingerichtet. Dort kontrollieren Mitarbeiter auch außerhalb der Leerungszeiten den „Füllstand“ der gelben Kästen.
Autor: nnz

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