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Und nächstes Jahr nach Holland.....?

Donnerstag, 19. Dezember 2002, 12:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Zustand des Arbeitsmarktes in und Nordhausen ist bekannt. Ein jungen Unternehmen hat jetzt eine Lücke entdeckt und will Arbeitswillige Südharzer nach Holland schicken.


Bild Dazu bot die Firma „Start-2 Bildung und Technologie“ im BIC Nordthüringen in Nordhausen gestern ein Informationsforum zum Thema „Arbeiten in Europa/Holland“ an. Gekommen waren über 80 interessierte Arbeitssuchende von Heiligenstadt bis Artern. Ein Vertreter der Firma BowFlex erläuterte die Möglichkeiten und Bedingungen einer Arbeitsaufnahme in Holland. Seine Firma ist vorwiegend im Bauhaupt- und Baunebengewerbe tätig.

Zur Zeit liege die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe in Holland bei etwa zwei Prozent. Deshalb gehe er auf die Suche nach Mitarbeitern, auch in den neuen Bundesländern. In seiner Firma arbeiten ca. 1500 Mitarbeiter, davon sind fast 300 aus den neuen Bundesländern. Die Verdienstmöglichkeiten in Holland liegen über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer, so dass sich für viele zeitweise eine interessante Alternative zur Arbeitslosigkeit hier biete. Eine Altersgrenze stand nicht zur Diskussion. Auf den Baustellen in Holland findet man vorwiegend Bauarbeiter zwischen 20 und 45 Jahren. Einige sind auch 50 und älter.

Weitere Jobangebote für Holland präsentierte die Firma JIM. Sie suche Personal für die KFZ - Branche, für den Zuschnitt in der Bekleidungsindustrie und Produktionsarbeiter.

Während und nach der Präsentation wurden Fragen der Interessenten beantwortet. In Einzelgesprächen kam es nach der Veranstaltung gleich direkt zu Jobangeboten und Vereinbarung von Vorstellungsterminen. Die Veranstaltung wurde vom Nordhäuser Arbeitsamt unterstützt. Dessen Mitarbeiter informierten interessierte Arbeitssuchende durch Aushänge und in Gesprächen über diese Veranstaltung.

In Nordthüringen koordiniert die junge Firma „Start-2 Bildung und Technologie“ Jobangebote aus dem Ausland. Gegebenenfalls werden zur Vorbereitung spezielle Trainingsmodule z.B. Arbeitsschutz und das Erlernen und Festigen der Sprachen angeboten. Auf jeden Fall werden die Arbeitssuchenden bei der Kontaktaufnahme mit den ausländischen Arbeitgebern und bei der Überarbeitung notwendiger Bewerbungsunterlagen unterstützt.
Autor: nnz

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