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Die Autos rollen

Dienstag, 17. Dezember 2002, 14:04 Uhr
Wipperdorf (nnz). Alle zwei Jahre werden im Landkreis Nordhausen neue Abschnitte der Autobahn A 38 freigegeben. Immer wieder umgibt die „Freigeber“ schmuddliges Winterwetter. Trotzdem freuen sich alle...


Abschnittsbevollmächtigte In diesem Fall über fast 10 Kilometer Autobahn, die seit dem Mittag zwischen den Anschlussstellen Werther und Wipperdorf befahrbar sind. Aufatmen für die Menschen in Wipperdorf und für die Kraftfahrer, die das Kapitel „geschlossene Schranke“ als erledigt betrachtet können. Vor etwas mehr als zwei Jahren begannen die Bauarbeiten an diesem Stück Betonband. Die Aufträge, so hörte man heute von den Festrednern Iris Gleicke (Bund/SPD) und Franz Schuster (Land/CDU) sollen dazu fast alle an einheimische Firmen gegangen sein. Bei der Aufzählung der Namen runzelten einige einheimische Gäste eher mit der Stirn. Die Ortsnamen kamen ihnen nicht bekannt vor. Vielleicht fielen ja einige Sub-Aufträge für die Region ab, mehr vermutlich nicht.

Das aber nur am Rande: Staatssekretärin Gleicke betonte, dass der Bund auch in den kommenden Jahren die finanziellen Mittel für den Weiterbau der A 38 bereitstellen. Franz Schuster, Thüringens Wirtschaftsminister, hörte es gern. Er verwies aber in seinem Statement auf Verhinderungsversuche in Niedersachsen. Da sollen einige Klagen gegen den Bau der Magistrale anhängig sein. Und das ist wahrscheinlich gerade der Wahlkreis von Bundesminister Jürgen Trittin.

Versammelt Die Baukosten für die rund zehn Kilometer beliefen sich auf fast 40 Millionen Euro. Zehn Brücken mussten gebaut werde. Die längste davon überspannt mit 200 Meter den Rodegraben. Allein sie kostete 4,6 Millionen Euro. Wie nötig der Bau der Autobahn insgesamt ist, sollen einige Zahlen verdeutlichen. Für den heute freigegebenen Abschnitt wird bis zum Jahr 2012 ein Aufkommen von täglich 45.000 Fahrzeugen erwartet, derzeit sind es auf der B 80 12.000.

Der Thüringer Abschnitt der A 38 ist 76,8 Kilometer lang, davon seit heute mehr als ein Drittel (28,1 km) befahrbar. Im Bau befinden sich weitere 13 Kilometer. Die laufenden Planfeststellungsverfahren können nach Ansicht von Minister Schuster im kommenden Jahr abgeschlossen werden. So könnte die gesamte Strecke von Göttingen nach Halle bis zum Jahr 2005 realisiert werden.
Autor: nnz

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