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Rote Rosen von den Linken

Montag, 08. März 2010, 15:59 Uhr
Die Nordhäuser Linke überreichte vor der Südharzgalerie Blumen zum Internationalen Frauentag. Mit dieser symbolischen Geste bedanken sich der Kreisvorstand und die Landtagsabgeordnete Birgit Keller bei den Nordhäuserinnen. Gleichzeitig wurde mit Frauen über ihre soziale Situation gesprochen.

Frauentag (Foto: privat) Frauentag (Foto: privat)

Am Tag wie dem heutigen müsse besonders darauf verwiesen werden, dass nach wie vor Frauen in Deutschland und hier im Südharz nicht nur benachteiligt seien, wenn es um Einkommensverteilung geht. Frauen arbeiten auch überproportional im Niedriglohnbereich und in Minijobs. Dadurch sind sie überdurchschnittlich von Armut betroffen. Letzteres gelte insbesondere für Alleinerziehende.

Noch immer würde es Frauen schwer gemacht Beruf, Familie und Kinder zu vereinbaren, kritisierte der Kreisvorsitzende Rainer Bachmann. Vielfach bleibe ihnen nur die Möglichkeit, eine Teilzeitstelle auszuüben. Positive Absichtserklärungen aus der Politik hätten daran bisher wenig geändert.

Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verdienten vollzeitbeschäftigte Frauen im Durchschnitt immer noch fast ein Viertel (23,2 Prozent) weniger im Monat als Männer. Danach gebe es in der EU von den 27 Mitgliedstaaten nur vier, bei denen der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen noch größer sei als in Deutschland.

Die schlechteren Verdienstmöglichkeiten und höhere Arbeitslosigkeit hier im Osten wirken sich unmittelbar auf die Chancen von Frauen aus, für ein würdevolles Leben im Alter die entsprechende Vorsorge zu treffen. Bachmann bezeichnete das als nicht weiter hinnehmbar. Durch die Rente mit 67 werde sich der Zustand für kommende Seniorengenerationen nur noch verschlimmern.

Die Linke fordere deshalb Einkommensgerechtigkeit für Frauen und Männer. Ein positives Zeichen wäre aus unserer Sicht die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns.
Autor: nnz

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