nnz-Forum: Diskussion zu Alternativen
Sonntag, 15. Dezember 2002, 10:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Gibt es nun Alternativen zum Industriegebiet in der Goldenen Aue oder nicht? Im Forum veröffentlicht die nnz eine Meinungsäußerung der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue.
Laut der vom Planungsverband Industriegebiet verbreiteten Meldung zum geplanten Industriegebiet Goldene Aue scheint es zum geplanten Standort keinerlei Alternativen mehr zu geben. Der Planungsverband, sowie auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin scheinen sich darauf zu verlassen, daß das Thüringer Wirtschaftsministerium schon alles richten wird. Das Thüringer Wirtschaftsministerium indes scheint sich auf ein erstklassiges Gebiet und auf eine erstklassige Planung zu verlassen. Beides ist ein Trugschluss. Das Gebiet in der Goldenen Aue ist nachweislich kein erstklassiges Gebiet für eine Industrieansiedlung. Bestenfalls wird es ein zweitklassiges werden, da der PV vor der erdrückenden Konfliktsituation in der Goldenen Aue die Augen verschließt. Da man dieses Gebiet für einen erstklassigen Investor (Großinvestoren wie BMW etc.) plant und dies auch der Öffentlichkeit immer wieder suggeriert, begibt man sich deutlich aufs Glatteis.
Erstklassige Investoren werden die Konflikte, die sich in der Goldenen Aue ergeben, sofort erkennen. Bestenfalls zweitklassige Investoren, die es schwer haben, an anderen Standorten geduldet zu werden, haben hier die Chance. Da dies ja vom Planungsverband wiederum ausgeschlossen sein soll, stellt sich die Frage, wer soll den Standort Goldene Aue belegen? Aus diesem Grunde unternimmt die BI Rettung der Goldenen Aue nochmals den Versuch, führende Entscheidungsträger der Landesregierung, aber auch die Fraktionen des Thüringer Landtages, sowie die entsprechenden kommunalen Gremien zum Nachdenken und zu einer Diskussion aufzufordern. Die BI hat den Konflikt-Katalog Goldene Aue zusammengestellt und diesen an die entsprechenden Personen und Gremien versandt.
Alle, die sich in letzter Zeit für den Standort Goldene Aue ausgesprochen haben, müssen aber auch dann für die entsprechende Belegung des Gebietes sorgen. Sollte diese Planung wirklich bis zur Erlangung des Baurechtes weiterforciert werden, wird die BI diese Personen selbstverständlich öffentlich in die Pflicht nehmen, falls sich keiner der versprochenen Investoren niederlässt.
Bezugnehmend auf die Pressemitteilung des Planungsverbandes zum Lob für seine Arbeit, muss die Bürgerinitiative folgende Punkte richtig stellen: bzw. kritisieren: Der Versuch des Planungsverbandes und auch der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke unsere BI als Gegner der Industrieentwicklung darzustellen, und jeden, der sich gegen den Standort Goldene Aue ausspricht, auch gleichzeitig als Gegner von Industriearbeitsplätzen, zu diskreditieren, ist letztlich der falsche Weg. Unsere Bürgerinitiative hat immer Alternativen aufgezeigt, hat sich bezüglich eines Wirtschaftlichen-Entwicklungskonzeptes (nachzulesen unter im Internet) schon Gedanken gemacht, bevor die Parteien oder andere Wirtschaftsförderer diese Thema überhaupt aufgegriffen haben. Es ist natürlich leicht, mit dem Prinzip Hoffnung zu werben - schwieriger wird es, wenn es bewiesen werden muss! Das was uns aus dem Nordhäuser Rathaus als neue Einigkeit der Nordthüringer-Region und damit als Stärkung des Wirtschaftsstandortes verkauft werden sollte, wurde schon wenige Tage später ad absurdum geführt (Entscheidung zum neuen Abfallentsorgungskonzept).
Das die Verbandssitzungen jetzt im Nordhäuser Rathaus stattfinden, statt wie bisher in der Goldenen Aue, bestätigt die Einschätzung der BI, das sich der PV immer weiter von den Bürgern der Goldenen Aue, die von den Auswirkungen am stärksten belastet werden, entfernen möchte. Für manchen ist der Weg nach Nordhausen zu weit um dort seine Kritik vorbringen zu können. Taktik? Aber vielleicht möchte man jetzt den Nordhäuser Einwohnern die bessere Möglichkeit geben, sich über die Veränderungen in der Goldenen Aue zu informieren. Wir hoffen sehr, das die Nordhäuser diesen Vorteil nutzen - die Verbandsversammlungen in Heringen hatten jedenfalls immer volles Haus.
Klaus-Dieter Korb für die BI Rettung der Goldenen Aue
Laut der vom Planungsverband Industriegebiet verbreiteten Meldung zum geplanten Industriegebiet Goldene Aue scheint es zum geplanten Standort keinerlei Alternativen mehr zu geben. Der Planungsverband, sowie auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin scheinen sich darauf zu verlassen, daß das Thüringer Wirtschaftsministerium schon alles richten wird. Das Thüringer Wirtschaftsministerium indes scheint sich auf ein erstklassiges Gebiet und auf eine erstklassige Planung zu verlassen. Beides ist ein Trugschluss. Das Gebiet in der Goldenen Aue ist nachweislich kein erstklassiges Gebiet für eine Industrieansiedlung. Bestenfalls wird es ein zweitklassiges werden, da der PV vor der erdrückenden Konfliktsituation in der Goldenen Aue die Augen verschließt. Da man dieses Gebiet für einen erstklassigen Investor (Großinvestoren wie BMW etc.) plant und dies auch der Öffentlichkeit immer wieder suggeriert, begibt man sich deutlich aufs Glatteis.
Erstklassige Investoren werden die Konflikte, die sich in der Goldenen Aue ergeben, sofort erkennen. Bestenfalls zweitklassige Investoren, die es schwer haben, an anderen Standorten geduldet zu werden, haben hier die Chance. Da dies ja vom Planungsverband wiederum ausgeschlossen sein soll, stellt sich die Frage, wer soll den Standort Goldene Aue belegen? Aus diesem Grunde unternimmt die BI Rettung der Goldenen Aue nochmals den Versuch, führende Entscheidungsträger der Landesregierung, aber auch die Fraktionen des Thüringer Landtages, sowie die entsprechenden kommunalen Gremien zum Nachdenken und zu einer Diskussion aufzufordern. Die BI hat den Konflikt-Katalog Goldene Aue zusammengestellt und diesen an die entsprechenden Personen und Gremien versandt.
Alle, die sich in letzter Zeit für den Standort Goldene Aue ausgesprochen haben, müssen aber auch dann für die entsprechende Belegung des Gebietes sorgen. Sollte diese Planung wirklich bis zur Erlangung des Baurechtes weiterforciert werden, wird die BI diese Personen selbstverständlich öffentlich in die Pflicht nehmen, falls sich keiner der versprochenen Investoren niederlässt.
Bezugnehmend auf die Pressemitteilung des Planungsverbandes zum Lob für seine Arbeit, muss die Bürgerinitiative folgende Punkte richtig stellen: bzw. kritisieren: Der Versuch des Planungsverbandes und auch der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke unsere BI als Gegner der Industrieentwicklung darzustellen, und jeden, der sich gegen den Standort Goldene Aue ausspricht, auch gleichzeitig als Gegner von Industriearbeitsplätzen, zu diskreditieren, ist letztlich der falsche Weg. Unsere Bürgerinitiative hat immer Alternativen aufgezeigt, hat sich bezüglich eines Wirtschaftlichen-Entwicklungskonzeptes (nachzulesen unter im Internet) schon Gedanken gemacht, bevor die Parteien oder andere Wirtschaftsförderer diese Thema überhaupt aufgegriffen haben. Es ist natürlich leicht, mit dem Prinzip Hoffnung zu werben - schwieriger wird es, wenn es bewiesen werden muss! Das was uns aus dem Nordhäuser Rathaus als neue Einigkeit der Nordthüringer-Region und damit als Stärkung des Wirtschaftsstandortes verkauft werden sollte, wurde schon wenige Tage später ad absurdum geführt (Entscheidung zum neuen Abfallentsorgungskonzept).
Das die Verbandssitzungen jetzt im Nordhäuser Rathaus stattfinden, statt wie bisher in der Goldenen Aue, bestätigt die Einschätzung der BI, das sich der PV immer weiter von den Bürgern der Goldenen Aue, die von den Auswirkungen am stärksten belastet werden, entfernen möchte. Für manchen ist der Weg nach Nordhausen zu weit um dort seine Kritik vorbringen zu können. Taktik? Aber vielleicht möchte man jetzt den Nordhäuser Einwohnern die bessere Möglichkeit geben, sich über die Veränderungen in der Goldenen Aue zu informieren. Wir hoffen sehr, das die Nordhäuser diesen Vorteil nutzen - die Verbandsversammlungen in Heringen hatten jedenfalls immer volles Haus.
Klaus-Dieter Korb für die BI Rettung der Goldenen Aue
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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