Anfragen beantwortet
Freitag, 05. Februar 2010, 11:57 Uhr
Regelmäßig werden im Nordhäuser Kreistag seitens der Mitglieder Fragen an die Verwaltung gestellt. Manche werden mündlich an Ort und Stelle beantwortet, andere wiederum schriftlich. Die Pressestelle des Landratsamtes stellt der nnz diese Antworten zur Verfügung. So zum Beispiel zu genetisch manipuliertem Saatgut und zum künftigen Naturpark Südharz...
Die Fraktion von Bündnis90/Grüne wollte wissen, ob im Landkreis Nordhausen gentechnisch manipuliertes Saatgut ausgebracht wurde?
Antwort von Landrat Joachim Claus: Ihre oben genannte Kreistagsanfrage habe ich an den Amtsleiter des zuständigen Landwirtschaftsamtes Bad Frankenhausen, Manfred Pilch, übersandt, um zunächst erst einmal festzustellen, ob im Landkreis Nordhausen genmanipuliertes Saatgut ausgebracht wurde bzw. ausgebracht werden soll.
Das Landwirtschaftsamt verneint und weist in diesem Zusammenhang auf die strengen Mitteilungspflichten für Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut an das Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie benachbarte Grundstückseigentümer hin.
In einer weiteren Anfrage wollte die bündnisgrüne Fraktion gern wissen, wie aktuell der Stand der Vorbereitung des Naturparks Südharz ist?
Antwort von Joachim Claus: Vorab möchte ich Ihnen mitteilen, dass schon im Vorfeld des Kreistagsbeschlusses vom 16. Mai 2006 … Durchsetzung des Naturparks Südharz … Aktivitäten für die Naturparkausweisung stattfanden. Mit Schreiben an den zuständigen Minister vom 05. August 2005 wurde die Landesregierung aufgefordert, einen entscheidenden Schritt zur weiteren Förderung von Fremdenverkehr und Erholung im Landkreis Nordhausen zu vollziehen. Trotz vieler Unwegsamkeiten wurde schon damals der Antrag auf Ausweisung zum Naturpark auf Grundlage des § 15 Thüringer Naturschutzgesetzes gestellt.
Bezüglich Ihrer Anfrage ist zunächst darauf hinzuweisen, dass Träger in der Gründungsphase mit einem hohen Abstimmungsbedarf in der Region konfrontiert werden. Daher war für den Zeitabschnitt vor bzw. bis zum Verordnungserlass und in der Umsetzung der einzelnen Handlungsfelder der Südharzer Tourismusverband e. V., Hüpedenweg 52 in 99734 Nordhausen, als Träger zu bestimmen. Vorrangige Aufgabe des Vereins ist es, alle relevanten Kräfte, insbesondere Gebietskenner und lokale Akteure, in die Gestaltung der Naturparkentwicklung mit einzubeziehen und zu vernetzen.
Dieser Prozess muss im Ergebnis einen Pflege- und Entwicklungsplan, ein öffentlich zugängliches Informationszentrum und eine realisierbare Projektliste beinhalten. Der Regionalverband Harz e.V. wird als potentieller Träger beratend mitwirken und sicherstellen, dass harzübergreifende Ziele ausreichend berücksichtigt werden. Perspektivisch wird ein einheitlicher länderübergreifender Naturpark Harz angestrebt. Dazu wäre es erforderlich, dass zwischen den beteiligten Ländern ein Staatsvertrag abgeschlossen wird.
In diesen ganzen doch sehr zeitaufwendigen sowie sachkundigen Tätigkeiten konnte sich bisher André Richter, Kreiswegewart Landkreis Nordhausen, beim Südharzer Tourismus- verband e. V. bemerkenswert hervortun. Voraussetzung für die einheitliche Entwicklung und Pflege des Naturparks ist die Erstellung einer Pflege- und Entwicklungskonzeption. Es wird ein Planwerk angestrebt, welches den Anschluss an die Naturparkregion Harz mit den bereits vorhandenen Naturparken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gewährleistet. Die erforderliche Inventur der vorhandenen Schutzgebiete und Objekte soll Kernaussagen zum Pflegestatus und zur Eignung für die potentielle Einbindung in touristische Produkte beinhalten. Im Ergebnis sind in der Fläche Produktideen zu entwickeln, deren Realisierung und Pflege abzusichern ist. Die Erarbeitung der Konzeption wird vom Träger einem Planungsbüro übertragen und unter Beteiligung aller lokalen Akteure und Gebietskenner erarbeitet.
In Deutschland bestehen gegenwärtig 96 Naturparke. Aus wirtschaftlicher (touristischer) Perspektive betrachtet, befinden sich 96 Erholungslandschaften im Wettbewerb. Um auf dieser Ebene erfolgreich zu bestehen, ist die Qualifizierung von Alleinstellungsmerkmalen bedeutsam. Mit der Harzer Schmalspurbahn und dem UNESCO-Geopark, Ziegenalm in Sophienhof u. A. kann die betreffende Südharz-Region schon heute Alleinstellungsmerkmale anbieten, deren Vermarktung durch den Naturpark weiter gefördert werden soll.
Um dem Bildungsauftrag des Naturparks gerecht zu werden, wollen wir ein attraktives und für jedermann zugängliches Informationszentrum eröffnen. Der Landkreis Nordhausen wird aus seinem Bestand geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.
Autor: nnzDie Fraktion von Bündnis90/Grüne wollte wissen, ob im Landkreis Nordhausen gentechnisch manipuliertes Saatgut ausgebracht wurde?
Antwort von Landrat Joachim Claus: Ihre oben genannte Kreistagsanfrage habe ich an den Amtsleiter des zuständigen Landwirtschaftsamtes Bad Frankenhausen, Manfred Pilch, übersandt, um zunächst erst einmal festzustellen, ob im Landkreis Nordhausen genmanipuliertes Saatgut ausgebracht wurde bzw. ausgebracht werden soll.
Das Landwirtschaftsamt verneint und weist in diesem Zusammenhang auf die strengen Mitteilungspflichten für Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut an das Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie benachbarte Grundstückseigentümer hin.
In einer weiteren Anfrage wollte die bündnisgrüne Fraktion gern wissen, wie aktuell der Stand der Vorbereitung des Naturparks Südharz ist?
Antwort von Joachim Claus: Vorab möchte ich Ihnen mitteilen, dass schon im Vorfeld des Kreistagsbeschlusses vom 16. Mai 2006 … Durchsetzung des Naturparks Südharz … Aktivitäten für die Naturparkausweisung stattfanden. Mit Schreiben an den zuständigen Minister vom 05. August 2005 wurde die Landesregierung aufgefordert, einen entscheidenden Schritt zur weiteren Förderung von Fremdenverkehr und Erholung im Landkreis Nordhausen zu vollziehen. Trotz vieler Unwegsamkeiten wurde schon damals der Antrag auf Ausweisung zum Naturpark auf Grundlage des § 15 Thüringer Naturschutzgesetzes gestellt.
Bezüglich Ihrer Anfrage ist zunächst darauf hinzuweisen, dass Träger in der Gründungsphase mit einem hohen Abstimmungsbedarf in der Region konfrontiert werden. Daher war für den Zeitabschnitt vor bzw. bis zum Verordnungserlass und in der Umsetzung der einzelnen Handlungsfelder der Südharzer Tourismusverband e. V., Hüpedenweg 52 in 99734 Nordhausen, als Träger zu bestimmen. Vorrangige Aufgabe des Vereins ist es, alle relevanten Kräfte, insbesondere Gebietskenner und lokale Akteure, in die Gestaltung der Naturparkentwicklung mit einzubeziehen und zu vernetzen.
Dieser Prozess muss im Ergebnis einen Pflege- und Entwicklungsplan, ein öffentlich zugängliches Informationszentrum und eine realisierbare Projektliste beinhalten. Der Regionalverband Harz e.V. wird als potentieller Träger beratend mitwirken und sicherstellen, dass harzübergreifende Ziele ausreichend berücksichtigt werden. Perspektivisch wird ein einheitlicher länderübergreifender Naturpark Harz angestrebt. Dazu wäre es erforderlich, dass zwischen den beteiligten Ländern ein Staatsvertrag abgeschlossen wird.
In diesen ganzen doch sehr zeitaufwendigen sowie sachkundigen Tätigkeiten konnte sich bisher André Richter, Kreiswegewart Landkreis Nordhausen, beim Südharzer Tourismus- verband e. V. bemerkenswert hervortun. Voraussetzung für die einheitliche Entwicklung und Pflege des Naturparks ist die Erstellung einer Pflege- und Entwicklungskonzeption. Es wird ein Planwerk angestrebt, welches den Anschluss an die Naturparkregion Harz mit den bereits vorhandenen Naturparken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gewährleistet. Die erforderliche Inventur der vorhandenen Schutzgebiete und Objekte soll Kernaussagen zum Pflegestatus und zur Eignung für die potentielle Einbindung in touristische Produkte beinhalten. Im Ergebnis sind in der Fläche Produktideen zu entwickeln, deren Realisierung und Pflege abzusichern ist. Die Erarbeitung der Konzeption wird vom Träger einem Planungsbüro übertragen und unter Beteiligung aller lokalen Akteure und Gebietskenner erarbeitet.
In Deutschland bestehen gegenwärtig 96 Naturparke. Aus wirtschaftlicher (touristischer) Perspektive betrachtet, befinden sich 96 Erholungslandschaften im Wettbewerb. Um auf dieser Ebene erfolgreich zu bestehen, ist die Qualifizierung von Alleinstellungsmerkmalen bedeutsam. Mit der Harzer Schmalspurbahn und dem UNESCO-Geopark, Ziegenalm in Sophienhof u. A. kann die betreffende Südharz-Region schon heute Alleinstellungsmerkmale anbieten, deren Vermarktung durch den Naturpark weiter gefördert werden soll.
Um dem Bildungsauftrag des Naturparks gerecht zu werden, wollen wir ein attraktives und für jedermann zugängliches Informationszentrum eröffnen. Der Landkreis Nordhausen wird aus seinem Bestand geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.
