nnz-online

Tolle Tore

Donnerstag, 28. Januar 2010, 07:03 Uhr
Krankheiten und Verletzungen zwangen Wacker-Trainer Jens Ludwig gegen den Halleschen FC II, weitere Spieler für einen möglichen Punktspieleinsatz zu testen. Klaus Verkouter hat sich das Spiel für die nnz angesehen...


Klirrende Kälte und Schneefall ließen nur 50 Zuschauer den Weg an den Rand des grünen Kunstrasens im AKS finden. Alle, die nicht anwesend waren, haben etwas verpasst - nämlich viele sehenswerte Tore. Am Ende hieß es 2:8 (0:3). Das war die erste Niederlage unter Ludwig, die jedoch dem Spielverlauf nach zu hoch ausfiel. Den jungen Hallenser Akteuren, deren ältester Spieler gerade 21 Jahre geworden war, merkte man die hervorragende technische und taktische Ausbildung an. Die meisten von ihnen spielten im Vorjahr noch Nachwuchs-Bundesliga. Und alle sprühten vor Ehrgeiz.

Mit ihrer Spritzigkeit und dem schnörkellosen Umkehrspiel wurde Wacker vor manches Problem gestellt. In entscheidenden Situationen vor dem gegnerischen Tor wirkte der HFC (Sechster der Verbandsliga Sachsen-Anhalt) einfach entschlossener, war oft einen Tick schneller im Erfassen der Situation und unerhört treffsicher.

Wacker spielte trotzdem munter mit und so ergaben sich Torchancen auf beiden Seiten. Innerhalb von knapp drei Minuten war das Spiel dann eigentlich entschieden. Schneider, Trojandt und Parthier nutzten zwischen der 27. und 29. Minute eiskalt Stellungs- und Abspielfehler zur 3:0-Pausenführung.

Aber Wacker steckte nicht auf. In einer Drangperiode der Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel nach einem Konter jedoch das 0:4. Die Akteure um Kapitän Lars Pohl ließen sich nicht entmutigen, entfalteten selbst Druck und kamen mit zwei herrlichen Toren von Torsten Klaus (55. Minute, Schuss aus zwölf Metern) und Daniel John (65., wuchtiger Kopfball nach Vorarbeit von Alexander Töpfer) wieder heran.

Während die Nordhäuser in aussichtsreichen Situationen immer wieder knapp scheiterten, gaben die Gäste dann eine Lehrvorführung, wie man Tore erzielt. Das schnelle 2:5 in der 67. Minute mit einem Heber über Martin Vopel und drei weitere Treffer waren des Guten zwar zuviel, allerdings muss man diese auch erst einmal erzielen. So gewann die zweite Garnitur des HFC am Ende sehr deutlich mit 8:2. In dem fairen Spiel hatten Schiedsrichter J. Unger und seine Assistenten S. Philipp und J. Bösenberg keinerlei Probleme und passten sich dem guten Niveau der Begegnung an.

Natürlich wird Trainer Ludwig mit einigen Dingen nicht zufrieden gewesen sein und diese kritisch ansprechen. Es müssen aber die hohe Trainingsintensität und die Besetzungstests in die Wertungen einfließen. Am Samstag um 14 Uhr gegen den hessischen Verbandsligisten aus Lohfelden kann es dann schon wieder viel freundlicher aussehen.
Jens Ludwig

Wacker: Greschke (46. Martin Vopel) - Töpfer, N. Steinbach, Kohlhause (76. Deistung), Hoffmann (46. Schmidt), Pohl, John, Streicher (46. Wybranietz), Klaus (76. Ullrich), Marcus Vopel, Kolan
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de