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nnz-Forum: Alle trafen sich

Dienstag, 03. Dezember 2002, 12:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Wochenende ist in Limlingerode die „Dichterstätte Sarah Kirsch“ offiziell eingeweiht worden. Die nnz erhielt dazu einen Brief des Fördervereins, den wir im Forum veröffentlichen.


Und viele, viele kamen an allen drei Tagen. Die Atmosphäre war "wunderbar", wie es die Gekommenen sagten und ins Gästebuch schrieben. Ein Gast aus Bamberg formulierte es so: "Für die, die im Werk den Lohn gefunden! Mit tiefem Respekt dem langen Atem gegenüber und mit viel Freude an dem poetischen Humor und der humorigen Poesie, die dieses herrliche Haus erfüllen." Oder, die Künstlerin Petra Albrecht aus Weimar, 1. Preisträgerin des Glock-Grabe-Graphikpreises, schrieb ins Buch: "Ein furioser Auftakt, der den weiteren Weg der Dichterstätte bestimmen möge." Sarah Kirsch hielt fest: "Ich ziehe mein Hütchen wieder und wieder vor so schönem Haus! Dank allen, die ihm geholfen haben!"

Der Vorstand des Fördervereins Sarah Kirsch möchte sich im Namen aller Mitglieder von Herzen bei denen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass dieses südländisch anmutende Fachwerkhaus in Limlingerode im Glanz seiner Lichter viele empfangen konnte und es weiterhin mit abwechslungsreichen Veranstaltungen tun wird. Besonders bedanken möchten wir uns bei dem Ortsteilbürgermeister Günter Gundlach und seinen "Limlingerödern". Unverdrossen trugen sie Tag für Tag zum Gelingen bei. Des Lobes voll waren die Gäste über den abwechslungsreichen Anblick der "Sammelstühle" im Veranstaltungsraum. Dank den 39 Spendern.

Ein gutes Omen war bereits der 1. Tag, an dem Interessierte aus fern und nah das Haus kennenlernen wollten. Als Sarah Kirsch am frühen Nachmittag vom Norden her eintraf, erlebte sie das szenische Spiel "Lyrik in Aktion" von Anja Wagner, Claudia Fullmann, Saskia Purwin unter der Regie von Steffen Adam. "Wenn junge Menschen so mit Lyrik umgehen können, wird mir das Herze warm. Ob das nicht bereits der Höhepunkt war?", sagte die Dichterin anschließend. Alle waren sehr angerührt von der Mischung aus Gesprochenem, Gesungenem, Gestik und Mimik, Schattenspiel und Pantomime. Dazu kamen Projektionen von Himmelswelt und Blütenflor. Die lyrische Aktion wurde wiederholt, so wurde es dringlich gewünscht.

Über die Eröffnung in der Limlingeröder Kirche, die über den letzten Platz hinaus gefüllt war, über die würdevolle "Eroberung" der Dichterstätte nach der symbolischen "Aufschließung" von Sarah Kirsch durch die vielen "Menscher", wie die Dichterin es sagte, wurde bereits berichtet. Einer anderen Form wird es vorbehalten sein, über die Ausstellungseröffnung "Zeitenlauf Tausendsprung in lyrischer Landschaft" von Karin Kisker zu berichten und über die "literarische Einweihung" am 1. Adventssonntag mit Peter Huchel, Sarah Kirsch und Lutz Seiler. Das Haus fasste die Menschen kaum, aber es wurde Platz gefunden, denn in Dichterstätten ist man einfallsreich.
Der Vorstand des Fördervereins "Dichterstätte Sarah Kirsch":
Eva Müller
Heidelore Kneffel
Marlies Ludwig
Karin Kisker


Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Autor: nnz

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