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Ein Stück der neuen Stadt

Dienstag, 03. Dezember 2002, 11:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Rathaus wurden heute weitere Einzelheiten zur Ausgestaltung der Verbindungsachse zwischen Kornmarkt und Bahnhof vorgestellt. Wenn Sie zum Beispiel auch noch wissen wollen, das sich hinter dem Begriff „Wasserachse“ verbirgt, dann klicken Sie doch einfach auf MEHR.


Mackensen und seine Entwürfe Wer die derzeitigen Bauarbeiten vor dem Nordhäuser Rathaus beobachtet, der braucht noch eine gehörige Portion Phantasie um zu erahnen, wie der Platz nach seiner Fertigstellung aussehen soll. Fakt ist, ein Brunnen wird das dominierende Element zwischen altem und neuem Rathaus sein. Auf dessen Rand wird ein Aar Platz nehmen. Der Vogel wurde nach dem Vorbild jetzt kreativ „neu entworfen“. Der über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Künstler Gerd Mackensen erhielt für seinen Vorschlag den Zuschlag. „Ich habe zwar eine neue Form für den Vogel entworfen, trotzdem den Wiedererkennungswert nicht außer Acht gelassen“, beschrieb Mackensen gegenüber nnz sein künstlerisches Anliegen.

Der Vogel mit einem Ring im Schnabel sei etwas „stromlinienförmiger“ geworden, eben eine „flugfähige Version“ des Ur-Tieres, das seinen Platz im neuen Rathaus hat. Es solle vor allem ein liebenswerter Vogel sein, so der Künstler, der das Projekt gemeinsam mit Lothar Rechtacek umsetzen wird. Im Mai kommenden Jahres soll der neue Brunnen mit einem Fest für die Nordhäuser eingeweiht werden.

Planer und Sponsor Dann soll auch die „Wasserachse“ zwischen dem Petersberg und der Rautenstraße erlebbare Realität werden. Auf einer Länge von etwa 40 Meter werden nicht nur Bänke zum Verweilen einladen, da sollen Bäume Schatten spenden und ein Wasserlauf dahinplätschern. Mittendrin werden die Nordhäuser und ihre Gästen mehrere Figuren von Mackensen finden. Zwei Hunde - einer in einem Boot, ein weiterer macht Pfotenstand auf einem Stuhl - werden dort ebenso ihren Platz finden, wie „ein Kerl als Verschnitt zwischen Roland und Kaiser“ oder mehreren Raben.

Hier ließ Gerd Mackensen seine Phantasie spielen und will gleichzeitig die Phantasie der Betrachter anregen. Für den planenden Architekten Claus Worschech, dessen Büro übrigens den neuen Aar mit einem Auftragswert von rund 15.000 Euro der Stadt Nordhausen schenken wird, sei diese Wasserachse das Glanzstück zwischen Kornmarkt und Bahnhof. „Wir haben bei unseren Planungen bewusst Platz für Kunst im öffentlichen Raum gelassen“, so der Planer. Die Art und Weise wie Mackensen diesen Platz nun ausfüllen werde, habe ihn von Beginn an begeistert.

Wenn Sie sich ebenfalls an den Entwürfen begeistern wollen, dann können Sie das auch tun. Alle Entwürfe werden im Foyer des Nordhäuser Ratshaus zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung ausgestellt.
Autor: nnz

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