Massive Kritik am Vorstand
Mittwoch, 27. November 2002, 08:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Bei der Nordhäuser CDU sind heute Vorstandswahlen angesagt. Eigentlich ein normaler Vorgang. Vieles allerdings deutet darauf hin, dass es keine normale Mitgliederversammlung sein wird.
Seit vielen Monaten macht sich in den Reihen der Nordhäuser Christdemokraten Unmut breit. Da sollen Teile der Basis äußerst unzufrieden mit der Politik des Vorstandes sein, in der Kritik steht vor allem der Chef, Michael Reinländer. Von kritischer Parteiarbeit sei ebenso wenig zu spüren wie von wirkungsvoller Öffentlichkeitsarbeit. Zumindest beim letzten Punkt scheinen die Kritiker nicht ganz schief zu liegen: an Pressemitteilungen oder ähnlichen Statements war in den zurückliegenden zwei Jahren kaum etwas zu merken.
Kurz vor der heutigen Vorstandswahl wurde denn auch von der Mittelstandsvereinigung eine Informationsbroschüre herausgegeben. Unter dem Motto: Wir melden uns wird hart mit der Vorstandspolitik ins Gericht gegangen. So sei es doch nicht weiter hinnehmbar, dass die CDU trotz größter Fraktion im Nordhäuser Stadtrat sehr blaß geblieben sei. Von einem gläsernen Rathaus keine Spur. Obwohl das Bau- und Wirtschaftsdezernat in den Händen eines CDU-Mannes liege, gehe es der Wirtschaft so schlecht wie nie. Diskussion und Kritik an Amt und Amtsträger sind dabei unerwünscht, meinen die Mittelständler in ihrer Broschüre.
Die Kritik geht aber noch weiter. Da wird dem Vorstand des Ortsvereins und der Stadtratsfraktion eine mangelnde Unterstützung des Kandidaten im Bundestagswahlkampf, statt dessen eine Schmusepolitik gegenüber der SPD-Rathausspitze vorgeworfen. Wo waren unsere Amts- und Mandatsträger von der CDU beim Wahlkampf, wird da gefragt.
Und schließlich werden die fast 300 Mitglieder der CDU in Nordhausen auf die heutige Wahl eingestimmt: Der alte Vorstand soll eine gute Arbeit geleistet haben. Sie mag gut gewesen sein, aber so intern, dass nur wenige davon erfuhren. Wer kennt den 'alten' Vorsitzenden, der sich selbst als Parteisoldat bezeichnet, statt seine 'Truppe' als 'General' anzuführen? Es kann also eine durchaus unruhige Mitgliederversammlung heute werden. Ob am Ende auch ein neuer Vorstand dabei rauskommt, das bleibt abzuwarten. Denn auch in der Nordhäuser CDU gilt: Mehrheiten müssen beschafft werden!
Autor: nnzSeit vielen Monaten macht sich in den Reihen der Nordhäuser Christdemokraten Unmut breit. Da sollen Teile der Basis äußerst unzufrieden mit der Politik des Vorstandes sein, in der Kritik steht vor allem der Chef, Michael Reinländer. Von kritischer Parteiarbeit sei ebenso wenig zu spüren wie von wirkungsvoller Öffentlichkeitsarbeit. Zumindest beim letzten Punkt scheinen die Kritiker nicht ganz schief zu liegen: an Pressemitteilungen oder ähnlichen Statements war in den zurückliegenden zwei Jahren kaum etwas zu merken.
Kurz vor der heutigen Vorstandswahl wurde denn auch von der Mittelstandsvereinigung eine Informationsbroschüre herausgegeben. Unter dem Motto: Wir melden uns wird hart mit der Vorstandspolitik ins Gericht gegangen. So sei es doch nicht weiter hinnehmbar, dass die CDU trotz größter Fraktion im Nordhäuser Stadtrat sehr blaß geblieben sei. Von einem gläsernen Rathaus keine Spur. Obwohl das Bau- und Wirtschaftsdezernat in den Händen eines CDU-Mannes liege, gehe es der Wirtschaft so schlecht wie nie. Diskussion und Kritik an Amt und Amtsträger sind dabei unerwünscht, meinen die Mittelständler in ihrer Broschüre.
Die Kritik geht aber noch weiter. Da wird dem Vorstand des Ortsvereins und der Stadtratsfraktion eine mangelnde Unterstützung des Kandidaten im Bundestagswahlkampf, statt dessen eine Schmusepolitik gegenüber der SPD-Rathausspitze vorgeworfen. Wo waren unsere Amts- und Mandatsträger von der CDU beim Wahlkampf, wird da gefragt.
Und schließlich werden die fast 300 Mitglieder der CDU in Nordhausen auf die heutige Wahl eingestimmt: Der alte Vorstand soll eine gute Arbeit geleistet haben. Sie mag gut gewesen sein, aber so intern, dass nur wenige davon erfuhren. Wer kennt den 'alten' Vorsitzenden, der sich selbst als Parteisoldat bezeichnet, statt seine 'Truppe' als 'General' anzuführen? Es kann also eine durchaus unruhige Mitgliederversammlung heute werden. Ob am Ende auch ein neuer Vorstand dabei rauskommt, das bleibt abzuwarten. Denn auch in der Nordhäuser CDU gilt: Mehrheiten müssen beschafft werden!
