nnz-Rückspiegel: 21. November 2001
Freitag, 22. November 2002, 06:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war, dann ist das kein Problem. Die nnz hat für Sie in ihrem Archiv gestöbert. Heute:
Sozialhilfe, JUH, GMN und HSB
Stadt zahlt bis Ende Februar aus
Noch nicht völlig klar scheint die Übernahme von bislang städtischen Aufgaben im sozialen Bereich durch das Landratsamt zu sein. Die Stadt Nordhausen will deshalb ihre Leistung befristet weiterführen. Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung Nordhausen wird künftig Aufgaben im Bereich der Sozialhilfe (BSHG) an den Landkreis Nordhausen abgeben (siehe dazu auch im nnz-Archiv). Ein bestehender Vertrag wurde in diesem Jahr gekündigt. Die Übergabe der Leistungen, wie zum Beispiel die Auszahlung der Sozialhilfe, sollte eigentlich zum 1. Januar 2002 perfekt sein. Sollte! Gestern informierte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) die Mitglieder Hauptausschusses des Nordhäuser Stadtrates über Schwierigkeiten. So sei bislang nicht zu erkennen, ob der Kreis überhaupt gewillt und in der Lage sei, die Aufgaben pünktlich zu übernehmen...ausführlich im nnz-Archiv
Start für einmaliges Gleisprojekt
Landrat Claus als Baggerfahrer, Oberbürgermeisterin Rinke als Tramfahrerin, die Geschäftsführer der Nordhäuser Schmalspurbahnen und der Stadtwerke auf einem Foto. Das hat im wahrsten Sinne des Wortes Symbolwert. Inszeniert wurde der symbolische Akt am Vormittag am Nordhäuser Bahnhof.
Nun haben sie offiziell begonnen - die Arbeiten zur Zusammenführung der beiden Gleissysteme von Straßenbahn und Schmalspurbahn. Ob die Planer vor mehr als 100 Jahren bereits an eine Fusion dachten, kann nicht belegt werden. Vor 100 Jahren wurde mit der gleichen Spurweite von 1.000 Millimetern jedenfalls der Grundstein für den heutigen Tag gelegt. Über Hintergründe und politische Vorspiele des heutigen Tages können Sie sich ausführlich im Archiv Ihrer nnz informieren. An dieser Stelle soll in Zukunft geblickt werden. Und die ist in zwei Etappen eingeteilt.
So soll der Triebwagen der HSB bereits ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres bis auf den Bahnhofsvorplatz fahren können, nämlich bis zur Haltestelle der Straßenbahn. Zwei Jahre später, pünktlich mit dem Beginn der Landesgartenschau in Nordhausen, sollen spezielle Niederflurtriebwagen zum Einsatz kommen, die als Zweisystemfahrzeuge konzipiert und gebaut werden. Die technologischen Voraussetzungen dazu werden im Nordhäuser IMG geschaffen. Damit ist dann ein durchgängiger Schienenverkehr vom Südharz-Krankenhaus bis zur Neanderklinik nach Ilfeld möglich. Parallel dazu werden weitere Haltestellen entlang der HSB-Trasse eingerichtet. Gleichzeitig sollen ein Ein-Stunden-Takt auf der Strecke zwischen dem Bahnhofsvorplatz und Ilfeld mit Halt an allen Punkten und ein spezielles Verkehrsangebot für eine Schnellanbindung eingerichtet werden...ausführlich im nnzArchiv
Die Rettung eines Scherbenhaufens
Es war ruhig geworden entlang der Kyffhäuserstraße. Ruhig um das ehemalige Unternehmen Polygraph. Doch diese Ruhe ist trügerisch und das im positiven Sinn.
Die alte Polygraph wurde am 9. März 1994 beerdigt. Offiziell hieß das damals Konkursverfahren. Der wichtigste Abnehmer in Leipzig hatte die wirtschaftlichen Segel gestrichen. Nächtelang dachte Geschäftsführer Rüdiger Ittner nach wie der Scherbenhaufen zu retten sei. Ein wenig Glück hatte Ittner mit dem ihm zugeteilten Konkursverwalter: Carsten Bloß. Der Erfurter Rechtsanwalt spielte auch bei den Maschinenbauern in der Kyffhäuserstraße eine herausragende Rolle. Er wickelte nicht nur ab, sondern versuchte zu helfen.
Am 5. April 1994 schlug die Geburtsstunde der Graphischer Maschinenbau Nordhausen GmbH (GMN). Fünf bereits entlassene Mitarbeiter reaktivierte Ittner, drei Gesellschafter taten sich zusammen, Carsten Bloß stand den Maschinenbauern immer noch zur Seite. Das neue Unternehmen konnten die Räumlichkeiten und die Maschinen des alten auf Mietbasis nutzen. Ittner selbst saß in einem klitzekleinen Büro mit Schreibtisch, Thermoskanne und einem PC. Dann der erste kleine Strohhalm: Zwei Aufträge für Tapetenanlagen. Die Auftraggeber hatten Vertrauen in die Arbeit der Nordhäuser, man kannte sich aus früheren Jahren sie leisteten sogar eine Anzahlung für die Produktion. Aus dieser Zeit resultiert ein Standbein des Unternehmens. Das ist die Produktion von Klebebindemaschinen. Erst wurden die Maschinen über einen Fachhändler verkauft, jetzt vermarkten die Leute von GMN ihre Produkte selbst. Kunden sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Kanada oder Indien zu finden...ausführlich im nnz-Archiv
JUH: Schlagabtausch geht weiter
Der Schlagabtausch geht weiter. Nach der gestrigen Verbandsversammlung des Rettungsdienstzweckverbandes legt nun die Johanniter-Unfall-Hilfe nach. nnz erhielt eine Erklärung des Landesverbandes der JUH, veröffentlicht diese im vollen Wortlaut und unkommentiert. Nun haben die Akteure im Rettungsdienstzweckverband das vollzogen, was seit langem geheim geplant war und versucht wurde und nur durch den Widerstand der JUH bisher verhindert wurde, sie haben die Johanniter aus dem Rettungsdienst in Nordhausen faktisch ausgeschlossen. Dabei bedienen sie sich nach wie vor der Mittel der Unterstellung, Unwahrheiten zu verbreiten und Vermutungen so darzustellen, als wenn sie wahr wären. Der Landesvorstand der Johanniter, Johannes-M. Schulz-Schottler, wies bereits mehrfach ausdrücklich darauf hin, dass er sofort nach Bekanntgabe von Vorwürfen selber versucht hat, die Tatsachen aufzuklären, jedoch ständig durch den Verbandsvorsitzenden Claus oder die anderen Akteure gehindert wurde...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzSozialhilfe, JUH, GMN und HSB
Stadt zahlt bis Ende Februar aus
Noch nicht völlig klar scheint die Übernahme von bislang städtischen Aufgaben im sozialen Bereich durch das Landratsamt zu sein. Die Stadt Nordhausen will deshalb ihre Leistung befristet weiterführen. Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung Nordhausen wird künftig Aufgaben im Bereich der Sozialhilfe (BSHG) an den Landkreis Nordhausen abgeben (siehe dazu auch im nnz-Archiv). Ein bestehender Vertrag wurde in diesem Jahr gekündigt. Die Übergabe der Leistungen, wie zum Beispiel die Auszahlung der Sozialhilfe, sollte eigentlich zum 1. Januar 2002 perfekt sein. Sollte! Gestern informierte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) die Mitglieder Hauptausschusses des Nordhäuser Stadtrates über Schwierigkeiten. So sei bislang nicht zu erkennen, ob der Kreis überhaupt gewillt und in der Lage sei, die Aufgaben pünktlich zu übernehmen...ausführlich im nnz-Archiv
Start für einmaliges Gleisprojekt
Landrat Claus als Baggerfahrer, Oberbürgermeisterin Rinke als Tramfahrerin, die Geschäftsführer der Nordhäuser Schmalspurbahnen und der Stadtwerke auf einem Foto. Das hat im wahrsten Sinne des Wortes Symbolwert. Inszeniert wurde der symbolische Akt am Vormittag am Nordhäuser Bahnhof.
Nun haben sie offiziell begonnen - die Arbeiten zur Zusammenführung der beiden Gleissysteme von Straßenbahn und Schmalspurbahn. Ob die Planer vor mehr als 100 Jahren bereits an eine Fusion dachten, kann nicht belegt werden. Vor 100 Jahren wurde mit der gleichen Spurweite von 1.000 Millimetern jedenfalls der Grundstein für den heutigen Tag gelegt. Über Hintergründe und politische Vorspiele des heutigen Tages können Sie sich ausführlich im Archiv Ihrer nnz informieren. An dieser Stelle soll in Zukunft geblickt werden. Und die ist in zwei Etappen eingeteilt. So soll der Triebwagen der HSB bereits ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres bis auf den Bahnhofsvorplatz fahren können, nämlich bis zur Haltestelle der Straßenbahn. Zwei Jahre später, pünktlich mit dem Beginn der Landesgartenschau in Nordhausen, sollen spezielle Niederflurtriebwagen zum Einsatz kommen, die als Zweisystemfahrzeuge konzipiert und gebaut werden. Die technologischen Voraussetzungen dazu werden im Nordhäuser IMG geschaffen. Damit ist dann ein durchgängiger Schienenverkehr vom Südharz-Krankenhaus bis zur Neanderklinik nach Ilfeld möglich. Parallel dazu werden weitere Haltestellen entlang der HSB-Trasse eingerichtet. Gleichzeitig sollen ein Ein-Stunden-Takt auf der Strecke zwischen dem Bahnhofsvorplatz und Ilfeld mit Halt an allen Punkten und ein spezielles Verkehrsangebot für eine Schnellanbindung eingerichtet werden...ausführlich im nnzArchiv
Die Rettung eines Scherbenhaufens
Es war ruhig geworden entlang der Kyffhäuserstraße. Ruhig um das ehemalige Unternehmen Polygraph. Doch diese Ruhe ist trügerisch und das im positiven Sinn.
Die alte Polygraph wurde am 9. März 1994 beerdigt. Offiziell hieß das damals Konkursverfahren. Der wichtigste Abnehmer in Leipzig hatte die wirtschaftlichen Segel gestrichen. Nächtelang dachte Geschäftsführer Rüdiger Ittner nach wie der Scherbenhaufen zu retten sei. Ein wenig Glück hatte Ittner mit dem ihm zugeteilten Konkursverwalter: Carsten Bloß. Der Erfurter Rechtsanwalt spielte auch bei den Maschinenbauern in der Kyffhäuserstraße eine herausragende Rolle. Er wickelte nicht nur ab, sondern versuchte zu helfen. Am 5. April 1994 schlug die Geburtsstunde der Graphischer Maschinenbau Nordhausen GmbH (GMN). Fünf bereits entlassene Mitarbeiter reaktivierte Ittner, drei Gesellschafter taten sich zusammen, Carsten Bloß stand den Maschinenbauern immer noch zur Seite. Das neue Unternehmen konnten die Räumlichkeiten und die Maschinen des alten auf Mietbasis nutzen. Ittner selbst saß in einem klitzekleinen Büro mit Schreibtisch, Thermoskanne und einem PC. Dann der erste kleine Strohhalm: Zwei Aufträge für Tapetenanlagen. Die Auftraggeber hatten Vertrauen in die Arbeit der Nordhäuser, man kannte sich aus früheren Jahren sie leisteten sogar eine Anzahlung für die Produktion. Aus dieser Zeit resultiert ein Standbein des Unternehmens. Das ist die Produktion von Klebebindemaschinen. Erst wurden die Maschinen über einen Fachhändler verkauft, jetzt vermarkten die Leute von GMN ihre Produkte selbst. Kunden sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Kanada oder Indien zu finden...ausführlich im nnz-Archiv
JUH: Schlagabtausch geht weiter
Der Schlagabtausch geht weiter. Nach der gestrigen Verbandsversammlung des Rettungsdienstzweckverbandes legt nun die Johanniter-Unfall-Hilfe nach. nnz erhielt eine Erklärung des Landesverbandes der JUH, veröffentlicht diese im vollen Wortlaut und unkommentiert. Nun haben die Akteure im Rettungsdienstzweckverband das vollzogen, was seit langem geheim geplant war und versucht wurde und nur durch den Widerstand der JUH bisher verhindert wurde, sie haben die Johanniter aus dem Rettungsdienst in Nordhausen faktisch ausgeschlossen. Dabei bedienen sie sich nach wie vor der Mittel der Unterstellung, Unwahrheiten zu verbreiten und Vermutungen so darzustellen, als wenn sie wahr wären. Der Landesvorstand der Johanniter, Johannes-M. Schulz-Schottler, wies bereits mehrfach ausdrücklich darauf hin, dass er sofort nach Bekanntgabe von Vorwürfen selber versucht hat, die Tatsachen aufzuklären, jedoch ständig durch den Verbandsvorsitzenden Claus oder die anderen Akteure gehindert wurde...ausführlich im nnz-Archiv
