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Es geht immer weiter

Donnerstag, 14. Januar 2010, 19:04 Uhr
Die Bilanz des zurückliegenden Jahres kann sich sehen lassen - zumindest aus Nordhäuser Sicht. Das ist das Fazit des Neujahrsempfangs von Stadtverwaltung und Fachhochschule am Abend im Audimax am Weinberg. Eingeladen hatte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Sie war jedoch nicht die einzige Politikerin, die vor mehr als 100 Gästen was zu sagen hatte...

Empfangen (Foto: nnz) Empfangen (Foto: nnz)

Es war der dritte Neujahrsempfang von Stadtverwaltung und Fachhochschule im Audimax. Die Gäste wurden von FH-Präsident Prof. Jörg Wagner herzlich begrüßt und mit der Bilanz des abgelaufenen Jahres aus Sicht der Fachhochschule vertraut gemacht. Es war insgesamt ein gutes Jahr, so Wagner und machte das an Zahlen deutlich: "Zum Wintersemester haben sich über 600 Erstsemester immatrikuliert; insgesamt hat unsere Hochschule ca. 2500 Studierende in 8 Bachelor- und 4 Master-Studiengängen. Dies war weit mehr, als wir erwartet hatten. Unsere sozialwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge bieten den Studierenden eine fundierte Ausbildung und Berufsvorbereitung. Sie als Unternehmens- und Organisationsvertreter können auf dieses Reservoir aus gut qualifizierten Absolventen zugreifen. Bildung, Wissenschaft und Kultur sind wesentliche Eckpfeiler von Thüringen."

Empfangen (Foto: nnz) Empfangen (Foto: nnz)

Auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke konnte zuvor in ihrem kommunalpolitischen Bericht zur Lage der "Nordhäuser Nation" fast nur positiven Nachrichten rekapitulieren. Frau Rinke wagte auch einen Blick auf dieses Jahr, dessen global-politische und landeswirtschaftliche Rahmenbedingungen alles andere als euphorisch einzuschätzen sind. Aber dennoch sei Nordhausen natürlich gut aufgestellt, werde weiter an den beschlossenen Maßnahmen zum Konjunkturpaket II festgehalten und werde das weitergebaut, was einst begonnen wurde: Flohburg, Mehrzweckgebäude mit Ratssitzungssaal und Bibliothek.

Konkret sagte Barbara Rinke: "Mit über 250 Ausschreibungen wurden 25 Millionen Euro investiert. Davon kamen rund zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, das uns im energetischen Bereich einen großen Schritt voranbrachte. Die größten Projekte waren die Fertigstellung der Unterführung in der Freiherr-vom-Stein-Straße mit rund 10 Millionen Euro, der Umbau der Lessingschule mit fünf Millionen Euro, der Kunstrasen im Albert-Kuntz-Sportpark mit 850.000 Euro, der noch laufende Ausbau der Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule mit 600.000 Euro sowie die Sanierung der Grundschule Petersdorf mit 570.000 Euro. An sieben Kindertagesstätten wurden darüber hinaus Energiesparmaßnahmen durchgeführt." Darüber hinaus habe städtische Unternehmen etwa 30 Millionen Euro investiert. Die nnz wird die Rede von Frau Rinke innerhalb ihrer doku-Reihe veröffentlichen.

Empfangen (Foto: nnz) Empfangen (Foto: nnz)

Nach der Oberbürgermeisterin war der Stargast des Abends, Thüringen Neu-Wirtschaftsminister Matthias Machnig dran. Der SPD-Mann durfte das, was seinem Vorgänger und Nordhäuser Urgestein, Jürgen Reinholz (CDU), nicht gegönnt war, die Wohltaten der SPD-beteiligten Landesregierung zelebrieren.

Die aktuellen Wohltaten sehen eher wie die Linderung der zu erwartenden Krisenfolgen aus. So will Machnig die kommunale Finanzkraft stärken, weil davon direkt das Handwerk und der Mittelstand profitieren würden. Der Minister, der vor dem Empfang zu Gesprächen in der Fachhochschule weilte, will eine Green-Tec-Agentur in Thüringen gründen, in der die Fachhochschule mit ihrer Kompetenz in den regenerativen Energien eine wichtige Rolle spielen müsse.

Im Anschluss an die Reden gab es dann noch Gelegenheit, mit Matthias Machnig ins Gespräch zu kommen oder am Buffet zu schlemmen.
Autor: nnz

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