"Es geht nicht darum, ob es schön ist"
Freitag, 15. November 2002, 15:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg wird morgen eine etwas ungewöhnliche Schmuckausstellung eröffnet. Wer denkt, er kann da wertvolle Diamanten betrachten, der hat sich getäuscht. Ansehenswert ist die neue Exposition dennoch.
Es geht nicht darum, ob es schön ist - sondern um den kulturhistorischen Wert, so umschreibt Kunsthistorikerin Dr. Corinna Wodarz aus Höxter die Philosophie ihrer Ausstellung Juwelen für Jedermann - Grafik und Modeschmuck von 1880 bis 1980. Die zweite Wechselausstellung des neuen Nordhäuser Kunsthauses Meyenburg öffnet morgen um 18 Uhr und ist bis zum 2. Januar in Nordhausen zu sehen. Am Sonntag führt Dr. Wodarz durch ihre Sammlung, die sie damit zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigt.
Die Ausstellung ist chronologisch geordnet, beginnt beim Historismus, führt über die Epochen Jugendstil, Art Deco bis in die Gegenwart. Der Modeschmuck wird mit Original-Grafiken - unter anderem von Mirot - des jeweiligen Zeitabschnittes kombiniert. Mehr als 400 Schmuckteile liegen in den Vitrinen, von Tiffany-Broschen und Strass-Ketten über Perlen-Behänge bis hin zu Indianer-Schmuck der Hippie-Zeit und sogenannten Gesinnungsabzeichen: Parteiabzeichen der Nazi-Zeit und der DDR, Anstecker der Anti-Atomkraft-Bewegung und der FDJ sowie kleinen Wahlkampf-Geschenken der deutschen Parteien, wie Schlüsselanhängern.
Tafeln neben den Vitrinen erklären das Entstehen und die Phasen der Modeschmuck-Bewegung und setzen sie in Beziehung zu den Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Technik der jeweiligen Epoche. Das Kunsthaus-Meyenbeurg in der Alexander-Puschkin-Straße hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Autor: nnz
Es geht nicht darum, ob es schön ist - sondern um den kulturhistorischen Wert, so umschreibt Kunsthistorikerin Dr. Corinna Wodarz aus Höxter die Philosophie ihrer Ausstellung Juwelen für Jedermann - Grafik und Modeschmuck von 1880 bis 1980. Die zweite Wechselausstellung des neuen Nordhäuser Kunsthauses Meyenburg öffnet morgen um 18 Uhr und ist bis zum 2. Januar in Nordhausen zu sehen. Am Sonntag führt Dr. Wodarz durch ihre Sammlung, die sie damit zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigt. Die Ausstellung ist chronologisch geordnet, beginnt beim Historismus, führt über die Epochen Jugendstil, Art Deco bis in die Gegenwart. Der Modeschmuck wird mit Original-Grafiken - unter anderem von Mirot - des jeweiligen Zeitabschnittes kombiniert. Mehr als 400 Schmuckteile liegen in den Vitrinen, von Tiffany-Broschen und Strass-Ketten über Perlen-Behänge bis hin zu Indianer-Schmuck der Hippie-Zeit und sogenannten Gesinnungsabzeichen: Parteiabzeichen der Nazi-Zeit und der DDR, Anstecker der Anti-Atomkraft-Bewegung und der FDJ sowie kleinen Wahlkampf-Geschenken der deutschen Parteien, wie Schlüsselanhängern.
Tafeln neben den Vitrinen erklären das Entstehen und die Phasen der Modeschmuck-Bewegung und setzen sie in Beziehung zu den Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Technik der jeweiligen Epoche. Das Kunsthaus-Meyenbeurg in der Alexander-Puschkin-Straße hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
