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Seriosität zahlt sich aus

Donnerstag, 07. Januar 2010, 12:27 Uhr
Das wirtschaftliche Umfeld, in dem die Nordhäuser Kreissparkasse agierte, waren eher mittelprächtig. Krisen, weniger Menschen, sprich Kunden, im Landkreis Nordhausen. Trotzdem sind die Vorständler zufrieden. Das an sich ist nicht neu...

Bilanz trotzt der Krise (Foto: nnz) Bilanz trotzt der Krise (Foto: nnz)

Während der heutigen Bilanzpressekonferenz gab es eine Premiere. Nach 19 Jahren saß heute Claus W. Deig nicht mehr den Vertretern der Nordhäuser Medien gegenüber. Auf seinem Platz saß Thomas Seeber als dessen Nachfolger (siehe nnz-Archiv).

Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla bilanzierte trotz aller negativ ausgestatteten Umfelder eine positive Entwicklung des Hauses. „Wir haben uns doch sehr gut entwickelt und konnten in den wichtigsten Eckdaten zulegen“. Zurückgegangen sind 2009 allerdings die Zahlen bei den Giro- und Sparkonten. Zugelegt wurde dafür bei den Depotkonten und auch bei den Kreditkonten. Der Vorstand führt das in erster Linie auf die ständig zurückgehenden Einwohnerzahlen im Landkreis Nordhausen zurück, schließlich hat das Kreditinstitut einen stabilen Marktanteil von rund 60 Prozent.

Für die Kunden stehen weiterhin an 24 Standorten Filialen zur Verfügung. Geld kann an 33 Geldautomaten „gezogen“ werden. Hinzu kommen 35 Kontoauszugsdrucker sowie 27 Multifunktionsterminals.

Nach wie vor ist die Kreissparkasse Nordhausen einer der wichtigsten Arbeitgeber und Anbieter von Ausbildungsplätzen im Landkreis Nordhausen. Zum Ende vergangenen Jahres waren 276 Frauen und Männer beschäftigt, davon befinden sich 27 in einem Ausbildungsverhältnis. In diesem Jahr sollen weitere acht junge Menschen eine Ausbildung beginnen.

Bilanz trotzt der Krise (Foto: privat) Bilanz trotzt der Krise (Foto: privat)
Auch hier ist das Geld sicher

Wie aber sah es für die Kunden der KSK aus? Das Wort „Kreditklemme“ existiert am Nordhäuser Kornmarkt nicht. Das Volumen der Kredite belief sich auf dem Niveau des Jahres 2008. Mehr als 50 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr an Unternehmen und Selbständige zugesagt worden. Der Bestand in diesem Bereich stieg damit auf mehr als 243 Millionen Euro an. Noch besser sah es bei den Privatkrediten aus. Hier konnte eine Steigerung um 42 Prozent auf 30 Millionen Euro gesteigert werden. Insgesamt wurden somit 90 Millionen Euro ausgezahlt.

Die Kundeneinlagen entwickelten sich ebenfalls sehr positiv. Hintergrund war vermutlich das positive Image der Sparkassen in punkto Sicherheit. Fast 590 Millionen Euro sind von Privatpersonen auf Konten der Kreissparkasse „gelagert“ worden. Das macht exakt 13.156 Euro pro Kunde.

Summa summarum: Die Bilanzsumme der Nordhäuser Sparkasse konnte im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf nun 908 Millionen Euro gesteigert werden.

Doch Sparkassen sind mehr als „nur Geld verwalten“, sie haben auch eine Funktion des sozialen Engagements in der Region. Bei der Nordhäuser Sparkasse ist das nicht anders. Im vergangenen Jahr sind 405.000 Euro an Vereine und wohltätige Organisationen ausgeschüttet worden. Hinzu kommen 34.000 Euro aus der Sparkassenstiftung. Die wurde im vergangenen Jahr weiter aufgestockt, sie ist mit mittlerweile zwei Millionen Euro ausgestattet. Wer die nnz aufmerksam liest, der kann sich ein Bild vom sozialen Engagement des Geldhauses machen.

Während der heutigen Pressekonferenz ist dann auch traditionell ein Ausblick auf das aktuelle Jahr gewagt worden. Nun ja, in die Glaskugel schauen die Banker auch nicht. Nur soviel: Der Leitzins sollte sich zur Jahresmitte nach oben bewegen, dann sind Zinsen im kurzfristigen Bereich zwischen einem und zwei Prozent zu erwarten. Der Leitindex DAX der deutschen Börsen könnte sich auf 6.500 Punkte hocharbeiten, dann jedoch wieder mit 6.000 Punkten zufrieden geben. Könnte.

Im eigenen Kreditgeschäft wird ein ähnliches Niveau erwartet wie 2009, „wir können natürlich Kredite geben und hoffen, dass die regionalen Unternehmen investieren“, sagt Vorstandsmitglied Wolfgang Asche, der für den Markt an sich verantwortlich ist. Auf einem niedrigen Niveau wird im Landkreis Nordhausen das Wohnungsbaugeschehen verharren. Trotzdem sollen von zehn Neubauten mindestens sechs durch die Kreissparkasse finanziert werden.

Weitere Fakten und Hintergründe finden Sie im Archiv der nnz.
Autor: nnz

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