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nnz-Rückspiegel: 15. November 2001

Freitag, 15. November 2002, 07:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Reemtsma, Rosenkranz und Autistenheim


nnz-exklusiv: Nach Hamburg!
Es ist in den zurückliegenden Tagen ziemlich ruhig geworden um Reemtsma. Das täuscht. Hinter den Kulissen wird gearbeitet und morgen fahren Mitarbeiter des Nordhäuser Unternehmens nach Hamburg. Aufsichtsratssitzung ist in der Konzernzentrale angesagt. Im Gepäck des Betriebsrates und weiterer Mitarbeiter befinden sich unter anderem über 13.000 Unterschriften, die in den vergangenen Wochen für den Erhalt des Standortes gesammelt wurden. Ob die jedoch in die Waagschale der Manager in Hamburg fallen und die einst getroffene Entscheidung kippen, das kann bezweifelt werden. Deshalb setzen die Betriebsratsmitglieder in Nordhausen ihre Hoffnungen voll und ganz in die Arbeit des Runden Tisches, der sich kürzlich konstituiert hatte. An diesem Tisch sitzen Vertreter des Thüringer Wirtschaftsministeriums, des Reemtsma-Vorstandes, der IHK, des Betriebsrates und Mitarbeiter von Staatsminister Schwanitz...ausführlich im nnz-Archiv


Kein Bündnis für heute oder morgen
In Nordhausen ist gestern das Aktionsbündnis „Nordhausen gegen Nazis“ gegründet worden. Die Initiatoren waren sich einig, dass es keine Eintagsfliege sein soll. nnz mit den Hintergründen. Ausgangspunkt der Überlegungen von SPD und PDS war die für den 8. Dezember von der NPD angemeldete und inzwischen verbotene Demonstration in Nordhausen. Mit im „Aktionsboot“ sind seit gestern der DGB, der Kreisjugendring, der Kreissportbund, die CDU-Stadtratsfraktion, Bündnis90/Die Grünen, die AG „Spurensuche-Südharz“ und die Arbeitsloseninitiative (ALI). Gemeinsam soll an jenem 8. Dezember mit einer Veranstaltung gezeigt werden, dass Rechtsradikale in Nordhausen keinen Boden finden können. Geplant ist eine Veranstaltung vor dem Nordhäuser Rathaus. Sie soll unter dem Motto „Nordhausen-Tolerant – gegen Fremdenhaß und Rechtsradikalismus“ stehen. Zwischen 16 Uhr und 20 Uhr sind viele Acts angedacht. Zur Eröffnung soll ein kurzer Breitwandfilm über die Zeit der Jahre 1933 bis 1945 gezeigt werden. Es werden Musik, Rezitationen und vor allem Gespräche angeboten. Als Redner des Nachmittags soll ein Vertreter der Kirche gewonnen werden, nach nnz-Informationen soll bei Joachim Jaeger angefragt werden...ausführlich im nnz-Archiv


Hammerzahlen: 33 und 60
Nordhausen (nnz). Es war schon vorher durchgesickert, seit gestern soll es amtlich sein: Die Ergebnisse des „Rosenkranz-Gutachtens“ liegen auf dem Tisch. Auch auf dem Tisch des Finanzausschusses. Zum Hintergrund: Angesichts der angespannten Haushaltssituation und der Forderungen nach Personaleinsparung in der Kreisverwaltung wurde ein Gutachten erstellt. Beauftragt wurde damit seitens der Nordhäuser Kreisverwaltung der Kommunale Arbeitgeberverband Thüringen (KAV). Der wiederum beauftragte damit seinen damaligen und jetzt ehemaligen Geschäftführer, Herrn Rosenkranz. Besagter Herr machte sich also ans Werk, besuchte Fachbereiche und Fachämter, schaute dort zu, macht sich hier Notizen. Lange brauchte der Prüfer des Personals, um zu einem Ergebnis zu kommen. Lange brauchte auch die Führungsriege der Kreisverwaltung, um diese zu verdauen und einem erlauchten Kreis - in Auszügen - zugänglich zu machen. Dieser Kreis soll gestern der Finanzausschuß gewesen sein.

Zwei Zahlen sind für das Ergebnis des Gutachten wichtig: 33 und 60. Die kleinere Zahl spiegelt die Mitarbeiter wider, die sofort abgebaut werden könnten, ohne das die Leistungsfähigkeit der Verwaltung beeinträchtig werde. 60 ist die Nummer, die in den kommenden Jahren anvisiert werden soll. Ein kleiner Paukenschlag, doch für einige Mitglieder des Gremiums eine Notwendigkeit und zugleich Bestätigung für eigene Prognosen und Forderungen...ausführlich im nnz-Archiv

Autistenheim: Jetzt aber schnell
Die nnz berichtete am Dienstag über bevorstehende Gespräche zwischen der Bleicheröder Stadtverwaltung und dem Kyffhäuser Bildungswerk. Hintergrund war die künftige Nutzung eines ehemaligen Hotels als Wohnheim für Autisten. Heute liefern wir das Ergebnis. Zufrieden mit dem Ergebnis des Gespräches zeigte sich Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU). Man habe sich über weitere Detailfragen einigen können (siehe auch nnz vom Dienstag) und die Stadtverwaltung sei dem Kyffhäuser Bildungswerks weiter entgegen gekommen. So müsse der ehemals eingereichte Bauantrag nicht neu formuliert, sondern lediglich mit einem Anhang der Änderungen versehen werden. Dabei geht es in erster Linie um die Streichung der öffentlichen Zufahrt über den Vogelberg. Nach dem notwendigen Austausch von Flächen und der Bezahlung der Kaufsumme werde sich Dieter Kochbeck dafür einsetzen, dass die baurechtliche Genehmigung noch im Dezember über die Bühne gehen könnte. Der Stadtrat wird dann Mitte des kommenden Monats entsprechende Beschlüsse fassen. Mit dem Zukauf der Grundstück entlang des Sollstedter Weges wäre das eigentliche Grundstück des Hotels nicht nur größer, sondern auch direkt an eine öffentlich-rechtliche Straße, die Förster-Genzel-Straße angebunden. Genau diese Anbindung war 18 Monate lang der Knack- und Streitpunkt...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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