nnz-online

Altkalianlage übergeben

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 07:50 Uhr
Ein Blick zum Nachbarn zeigt, dass es neben der Altlastensanierung, wie in Immenrode, auch weitere Kaliprobleme gibt. Eine Altkalianlage wurde an die Gemeinde Dünwald übergeben...

Gestern übergab Thüringens Umweltstaatssekretär Roland Richwien der Gemeinde Dünwald im Ortsteil Hüpstedt die verwahrte Doppelschachtanlage Hüpstedt/Beberstedt. Die Verwahrungsarbeiten nahmen zwei Jahre in Anspruch. Die Kosten von insgesamt 5,2 Millionen Euro wurden aus Landes- (25%) und EU-Mitteln (75%, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) getragen.

Die Doppelschachtanlage Hüpstedt/Beberstedt gehört zu den Altkalischachtanlagen in Thüringen, die aufgrund des Kaliwirtschaftsgesetzes aus dem Jahr 1919 im Jahre 1925 stillgelegt, aber bislang nur temporär verwahrt wurden. Die beiden Schächte Hüpstedt und Beberstedt wurden von 1910 bis 1913 geteuft (gebohrt) und hatten eine Tiefe von 880 m. Von 1913 bis 1925 wurde Kalisalz gewonnen.

Kontrollen des technischen Zustandes der Schachtanlage hatten die dringende Sanierungsbedürftigkeit der Schächte ergeben, auch um den Wasserzutritt in die angrenzenden Grubenbaue zu stoppen und mögliche Gefährdungen zu beseitigen. Die Schachtröhren wurden verfüllt und Querschnittsabdichtungen eingebracht.

„Wir werden auch die Verwahrung weiterer Altkaliobjekte so zügig wie möglich durchführen“, so Staatssekretär Richwien. „Das Ziel der heutigen präventiven sicheren Schachtverwahrung besteht darin, Gefahren abzuwenden und die Fläche einer gefahrlosen anderweitigen Nutzung zugänglich zu machen.“

Die Erkundungsarbeiten zur Planung der Verwahrungsarbeiten führte die Bergsicherung Ilfeld, die Planungsarbeiten und Bauüberwachung das Ingenieurbüro ERCOSPLAN in Erfurt und die Verwahrungsarbeiten die Schachtbau Nordhausen GmbH aus.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de