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Zwischen Kelten und Germanen

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 16:16 Uhr
Was haben Nordbayern und Thüringen gemeinsam? Es ist die Zeit der Varusschlacht. Wenn Sie gerade damit nicht zurechtkommen, dann können wir eine neue Ausstellung empfehlen, die morgen im Nordhäuser Tabakspeicher eröffnet werden soll...


Morgen öffnet im Nordhäuser Museum „Tabakspeicher“ um 19 Uhr die Ausstellung „Zwischen Kelten und Germanen: Nordbayern und Thüringen im Zeitalter der Varusschlacht“. Sie wird bis zum 28. Februar zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt römische Militaria als Hinweis auf die Auseinandersetzungen jener Zeit. Höhepunkt und Wendepunkt ist die Varusschlacht im Jahre 9. Thüringen und auch Mainfranken waren nach Aussage neuer archäologischer Forschungen in die Ereignisse verwickelt.

Erstmals wird grenzübergreifend in dieser Ausstellung neues archäologisches Fundmaterial keltischer, germanischer und römischer Herkunft behandelt. Der Mittelgebirgsraum zwischen Harzvorland und Mainfranken gibt sich als Kontaktzone zwischen den Kelten im Süden und den Germanen im Norden zu erkennen. Als Verkehrsraum ist das Gebiet in den Jahrzehnten vor der Zeitenwende Ziel elbgermanischer Bevölkerungsbewegungen, die sich in der Anlage neuer Brandgräberfelder mit typischen Waffenbeigaben und auch manchen Siedlungsneugründungen dokumentieren.

Mit der ortsansässigen Bevölkerung verbindet sich eine Siedlungskontinuität im Raum, die von der Spätlatene- bis in die Kaiserzeit reicht. Neben an den Verkehrswegen etablierten Händler- und Handwerkersiedlungen, wie Schwabhausen bei Gotha, gibt es eine große Zahl agrarisch orientierter kleiner Siedlungen. Dagegen verlieren Höhensiedlungen ihre ursprüngliche Bedeutung als befestigte Plätze. Die germanischen Bewegungen nördlich der Donau und östlich des Rheins geraten in den Focus römischer Politik. Germanische Stammesnamen werden überliefert und die Markomannen mit ihrem König Marbod als gefährlicher Gegner benannt.

Ein repräsentativer Ausstellungsbegleitband zum Preis von 19,80 Euro fasst mit mehreren Einzelbeiträgen den Stand der neuen Ausgrabungen und Funde zusammen.
Autor: nnz/kn

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