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Im Dezember fallen die Hüllen

Freitag, 08. November 2002, 10:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Wohnungsgesellschaften in Nordhausen waren in den zurückliegenden Jahren immer für eine Überraschung. Gut. Staunen werden die Nordhäuser, wenn an der SWG-Wohnscheibe in der Töpferstraße die Hüllen fallen...


Rückseite In der ersten Dezemberwoche werden die Hüllen an der Wohnscheibe der SWG in der Töpferstraße fallen. Die Gestaltung der nördlichen Fassade (zur Töpferstraße) wird in Nordhausen nicht alltäglich sein. Dazu Carola Franke, Geschäftsführerin der SWG, gegenüber nnz: „Wir haben uns für eine farblich interessante Variante entschieden. Sie soll sich auch vom Motiv her in die Maßnahmen zur Landesgartenschau einpassen.“

Verändern wird sich nach Abschluß dieser bisher größten Sanierungsmaßnahme der SWG auch die Südseite des 85 Meter langen Wohnblocks. Eine neue vorgestellte Fassade ermöglichte den Anbau von Balkonen, oder auf Wunsch der Mieter auch von Wintergärten. Im Innern wurden nicht nur sämtliche Installationsleitungen erneuert, sondern auch zum Teil neue Grundrisse der Wohnungen geschaffen. Viele Mieter äußerten bei ersten Vorgesprächen den Wunsch nach einer offenen Küche oder der Verlagerung der Küche in das Kinderzimmer. Somit erhalten die Küchen ein Fenster.

Nach der Sanierung werden die Wohnungen auch wesentlich besser als bisher mit dem Fahrstuhl zur erreichen sein. Von der Töpferstraße her wurden sämtliche Eingänge behindertengerecht erschlossen. Die Eingangstüren wurden hochgenommen, man befindet sich also sofort auf der Ebene des Erdgeschosses.

Der Innenhof soll ab Januar in einen Park umgestaltet werden. In diesen wird die Spielfläche des Kindergartens integriert. Für Fahrzeuge ist dieser Bereich dann tabu. Der jetzige Baumbestand wird komplett erhalten. Als Ersatzparkplätze soll eine Tiefgarage unterhalb des jetzigen Parkplatzes der Kreissparkasse am Kornmarkt geschaffen werden.

Die Sanierung der SWG-Wohnscheibe in der Töpferstraße kostete rund fünf Millionen Euro und ist damit die mit Abstand größte Maßnahme der SWG. In diesem Jahr wurden insgesamt etwa 20 Millionen Euro investiert. Eine Summe, von der auch die hiesigen Handwerkerfirmen und Bauunternehmen maßgeblich profitieren. Das Tempo der Sanierung soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
Autor: nnz

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