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Pflege für 190 Hektar Stadtwald

Donnerstag, 07. November 2002, 16:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Ab Oktober diesen Jahres hat das „Schullandheim Harzrigi“ des „Horizont e.V.“ kostenlos die Pflege der Stadtwälder in der Gemarkung Petersdorf übernehmen. Jetzt wurde ein entsprechender Vertrag abgeschlossen.


Unterzeichnet: Axt, Neblung, Linsel Axel Axt vom städtischen Amt für Umwelt und Grünordnung, und Rene Kübler, Geschäftsführer des Horizont-Vereins schlossen die Vereinbarung ab. „Das Reinhalten der Wälder um das Schullandheim ist für die Stadt Nordhausen eine enorme Entlastung“, sagt Axel Axt vom Amt für Umwelt und Grünordnung.

Insgesamt bewirtschafte die Stadt Nordhausen ca. 190 Hektar Waldflächen. „Wir finanzieren alle forstlichen Maßnahmen, wie Pflege- und Walderneuerungsarbeiten oder den Wegebau über den Holzhandel bzw. mit Fördermitteln des Landes Thüringen“, erläutert er. Die Bewirtschaftung erfolge zum einen bei zusammenhängenden Waldflächen, wie z. B. bei den Wäldern in Steigerthal (35 ha) und Appenrode (26 ha) völlig allein durch die Stadt Nordhausen. Dies sei aber nicht die günstigste Form, da auch die Kosten allein durch die Stadt getragen werden müssten und nicht jedes Jahr mit einem Holzerwerb zu rechnen sei.

Die zweite und günstigere Variante sei der forstliche Zusammenschluss, wie die Forstbetriebsgemeinschaft „Leimbacher Wald“, in der auch die Stadt Nordhausen Mitglied ist. „In diesem wirtschaftlichen Verein kommt das vom Holzhandel erwirtschaftete Geld in einen Topf und wird auf die Mitglieder prozentual ausgeschüttet,“ sagte Axel Axt. Der Vorteil dieser Variante sei hier die flächenübergreifende Bewirtschaftung, welche den Wegebau, Pflegemaßnahmen oder das Anlegen von Rücketrassen für die Forstfahrzeuge einschließt. Hinzu komme, dass ein großer Teil der Holzhändler oder Baumärkte nur noch Holz aus zertifizierten Beständen abnehmen. Deshalb hätte die Stadt ihre Wälder mit dem „Pan European Forst Council (PEFC)“ - Gütesiegel zertifizieren lassen, welches als wichtigste Bedingung die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder vorschreibt.

Grundlage für alle Maßnahmen der Stadt Nordhausen, die immer gemeinsam mit dem Forstamt Ilfeld erfolgen, ist das sogenannte Betriebswerk, in dem alle Waldflächen detailliert nach ihren Nutzungsarten, z. B. als Holzbodenflächen oder Nichtholzbodenflächen wie Wiesen, Wege, Lagerplätze, Flüsse, Bäche usw. aufgeführt sind. Das Betriebswerk legt darüber hinaus die Nutzung jedes einzelnen Waldstücks für 10 Jahre fest oder schreibt die Bereiche vor, in denen Pflege- und Verjüngungsmaßnahmen erfolgen sollen.
Autor: nnz

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