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Wirtschaft kritisiert Beschlüsse

Dienstag, 05. November 2002, 15:04 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Die Industrie- und Handelskammer Erfurt hat die jüngsten Regierungsbeschlüsse zur Erhöhung des Rentenbeitrages auf 19,5 Prozent mit gleichzeitiger Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf 5.100 Euro scharf kritisiert. Mehr dazu in Ihrer nnz.


"Die Erhöhungen haben verheerende psychologische Folgen für Konsumenten und Unternehmer", reagierte IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Damit habe die Bundesregierung eine neue "Neidabgabe" für Besserverdienende geschaffen - verbunden mit erheblich höheren Lohnzusatzkosten der Unternehmen.

Noch im vergangenen Jahr hätte der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester versichert, die Rentenbeiträge auf zehn Jahre hinaus stabil zu halten. Offenbar fehle es Rot-Grün an Kraft und Willen, um mit großen Reformvorhaben dem Land neue Perspektiven zu öffnen. Der arbeits- und sozialpolitische Kahlschlag setze sich mit diesen Maßnahmen nur weiter fort.

"Wer in Zeiten schlechter Konjunktur ein Steuerpaket von de facto 40 reinen Steuererhöhungen schnürt, braucht nicht länger auf störende Einflüsse der Weltwirtschaft verweisen - der schadet dem Mittelstand mit hausgemachten Problemen schon zur Genüge", so Chrestensen heute in Erfurt.
Autor: nnz

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