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nnz-Forum: Andere Form

Dienstag, 24. November 2009, 14:14 Uhr
Die nnz hatte gestern über einen geplante Tagung zu Senioren im Landkreis Nordhausen berichtet. Dazu die Anmerkung eines nnz-Lesers...


Die Initiative des Fachbereichs "Jugend und Soziales\ des Landratsamtes kann nur begrüßt werden. An dieser Stelle möchte ich aber einige Gedanken dazu mitteilen. Wenn Sie viele Interessenten an den "Runden Tisch" bekommen wollen, ist es vielleicht notwendig, diese Tagung an einem Samstag und zwar ganztägig durchzuführen. Zum Einen ist der Wochentag und zum Anderen die geplante Uhrzeit für Berufstätige als eher ungünstig anzusehen.

Vielleicht könnte diese Veranstaltung auch in Ihrem historischen Landratsamt an oben vorgeschlagenem Tage stattfinden. Die geplante Zeit von 3 Stunden finde ich etwas kurz gegriffen, da das Thema Bedarfsplanung Senioren hier maximal angerissen werden kann.

Das fängt bei der Organisation eines sozialen Miteinanders an (Integration) und geht über in den Bau von Heimen oder von sogenannten betreuten Wohneinheiten, bis hin zu einem neutral und unabhängig beratenden Pflegestützpunkt. Leider kann unserer Gesellschaft nicht wirklich davon ausgehen, dass wir alle bei bester Gesundheit altern werden.

  • Was ist mit Hilfs -und Pflegebedürftigen?
  • Was mit ihren Angehörigen?
  • Wie wollen wir sie integrieren?
  • Welchen Beitrag leisten unsere Pflegemanager und welchen unserer Sozialmanager?
  • Wer ist für was zuständig?
Und hier fängt es an interessant zu werden. Welche Rolle spielt ein Pflegestützpunkt in Nordhausen? Jena hat einen Pflegestützpunkt! Und dieser wird vor allem unabhängig von der dortigen Fachhochschule und der Stadt organisiert.

Ein Pflegestützpunkt in privater Trägerschaft ist dabei eher abzulehnen, da Neutralität hier wohl eher nicht gegeben ist. Hier kann man durchaus von einer Favorisierung bestimmter "Dienste" ausgehen. Bis jetzt haben wir eine Fülle von zergliederten Angeboten, die gebündelt werden müssen!

Glaubt man dem Thüringer Koalitionsvertrag, soll es in unserem Bundesland vier weitere Stützpunkte geben. Natürlich werden die Kritiker sagen: Pflegstützpunkt? Brauchen wir nicht! Wir haben Pflegedienste, Heime und Pflegeberater?

Nun, ich bezweifle, dass eine Pflege / Krankenhasse wirklich unabhängig und vor allem neutral and die Beratung herangeht. Wird sie auch wirklich alle Möglichkeiten aufzeigen, wie die Betroffenen an finanzielle Unterstützung kommen? Unterhält man sich mit Angehörigen von Pflegebedürftigen, wird eines klar: Ohne Hilfe von Verwandten oder Bekannten in speziellen Instituten, bleiben viele auf der Strecke.

Schlussendlich sollte man erkennen, dass dieses Thema nicht mal eben in 3 Stunden abgehandelt werden kann! Ich bin aber voll Hoffnung und zähle auf Herrn Prof. Hey, dass er als Vertreter in diesem Gremium entsprechende Fachkenntnis einbringen wird.
A. Banse
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Autor: nnz

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