Vorteile mit Wechsel
Montag, 16. November 2009, 07:46 Uhr
Mitte Dezember wird die Deutsche Bahn wieder den Allseits beliebten Fahrplanwechsel vornehmen. Dabei werden nicht nur die Preise fürs Bahnfahren angehoben. In Nordhausen wird man vom Wechsel profitieren. Das meinen die Experten der Initiative Höchste Eisenbahn...
Der Raum Nordhausen profitiert ab dem Fahrplanwechsel am 13.12. nicht nur von der erheblichen Beschleunigung der Züge zwischen Nordhausen und Halle und dem damit möglichen zweistündlichen Anschluss an die IC-Linie Halle – Berlin, sondern auch von einigen Veränderungen auf der Südharzstrecke zwischen Nordhausen und Northeim.
Das Highlight im kommenden Fahrplan ist freilich der freitags und sonntags verkehrende IC zwischen Frankfurt und Halle. Zusammen mit neuen Zügen auf der Südharzstrecke ergeben sich besonders Verbesserungen für die zahlreichen Wochenendpendler.
Der Freitag nachmittags von Frankfurt über Nordhausen nach Halle verkehrende IC erhält in Kassel-Wilhelmshöhe Anschluss vom IC aus Düsseldorf – Essen – Dortmund. Sonntag nachmittags wird es in Kassel-Wilhelmshöhe wiederum einen Anschluss zum IC in das Ruhrgebiet und zum Rhein geben. Damit werden die Reisemöglichkeiten zwischen den zwei Ballungsräumen und dem Südharz spürbar verbessert.
Veränderungen auf der Südharzstrecke
Ergänzt wird dies durch einige Anpassungen und Neuleistungen auf der Südharzstrecke:
Der Stundentakt auf der Strecke zwischen Nordhausen und Northeim bleibt ansonsten unverändert. Allerdings wird nun außerhalb des Berufsverkehrs nur noch jeder zweite Zug direkt bis und ab Göttingen verkehren. Die übrigen Züge fahren ab Northeim über die Sollingbahn nach und von Bodenfelde. Sie erhalten in Northeim jeweils schnelle Anschlüsse nach und von Göttingen mit Regionalbahnen, welche die dort wegfallenden IC-Halte ersetzen.
Somit bleibt die stündliche Verbindung mit Göttingen erhalten und wird im Fall der Umsteigeanschlüsse sogar um jeweils 10 Minuten beschleunigt. Zur Anbindung an den beliebten IC nach und von München - Berchtesgaden bzw. Oberstdorf in Göttingen verkehren im übrigen auch die Züge um 7.38 ab Nordhausen und um 16.43 ab Göttingen nach Nordhausen von Montag bis Freitag umsteigefrei. In Herzberg bleibt es bei den gewohnten stündlichen Anschlüssen nach und von Braunschweig über Osterode und Seesen.
Mit wenigen Klicks 60 Euro sparen
Als Wochenendpendler unterwegs zu sein ist nicht leicht. Egal, ob mit Auto oder Bahn, es ist für die Verkehrssysteme an Freitagen und Sonntagen ab den Nachmittagsstunden eine wiederkehrende Herausforderung. Während sich der Straßenverkehr mit Staus plagt, stehen die Reisenden der Bahn dicht gedrängt in den Zügen.
Die Bahn setzt aus diesem Grund zusätzliche Züge ein, von denen der Südharz ab dem Fahrplan 2010 auch profitiert. Da die Sitzplatzkapazitäten in diesen Zeiten eh knapp sind, besteht für die Bahn kaum ein Anlass Sparangebote unter das Volk zu bringen. Unsere Initiative hat trotzdem Schnäppchen gefunden.
Nordhausen - München - anstatt für 109 Euro für 49 Euro fahren
Reisende, die am 13.12.09 erstmals mit dem Wochenend-Intercity ihre 2. Klasse Reise mit einem Sparangebot nach München antreten möchten, werden schnell ernüchtert. Sie erhalten die Auskunft, dass dies nicht mehr verfügbar sei. Stattdessen gibt es ein Sparangebot der 1. Klasse, welches mit 109 EUR für die einfache Fahrt, immerhin noch 7 EUR preiswerter ist, als das reguläre 2. Klasse Ticket. Der Umstieg ist in Kassel-Wilhelmshöhe.
Wer nun ohne weitere Anfrage zur Buchung geht, hat 60 Euro zu viel für sein Fahrt bezahlt. Stattdessen sollte sich der potentielle Bahnbenutzer grundsätzlich nicht mit dem zu erst genannten Preis zufrieden geben. Es geht fast immer günstiger. Der Schlüssel hierzu ist in dem Link "weitere Angaben ändern - Aktualisieren" versteckt.
Wer bei seiner Anfrage "über Fulda" eingibt bekommt die gewünschte 2. Klasse Verbindung nun zum günstigen Preis von 49 Euro. Dafür muss der Reisende anstatt in Kassel-Wilhelmshöhe in Fulda umsteigen. Die Züge, Abfahrts- und Ankunftszeiten bleiben gleich.
München - Nordhausen - anstatt für 109 Euro für 89 Euro 1. Klasse fahren
Für den 18.12.09 wird die 2. Klasse Fahrt München - Nordhausen eingegeben. Als Ergebnis kommt -wen wundert es- die Auskunft, dass diese Fahrkarten nicht mehr verfügbar seien. Stattdessen gibt es wieder ein Sparangebot der 1. Klasse, welches 109 EUR kostet. Nun heißt es wieder nachverhandeln: Die Reisenden geben anstatt Nordhausen als Reiseziel Halle (Saale) ein. Wie bei der Hinfahrt wird dem Link "weitere Angaben ändern - Aktualisieren" gefolgt.
Bei "über" kann wieder Fulda oder diesmal auch Kassel-Wilhelmshöhe eingegeben werden und die Fahrt ist nun für 89 EUR in der 1. Klasse zu haben. Wer freitags in der regelmäßig überfüllten 2. Klasse gereist ist, weiß dieses Angebot zu schätzen. Bei so viel Großzügigkeit der Bahn sollten sich die Reisenden auch großzügig gegenüber der Bahn zeigen und das geht so: Anstatt bis Halle (Saale) den Zug zu benutzen steigen die Reisenden in Nordhausen um 18.30 Uhr aus und schenken der Bahn die restliche Fahrt
Autor: nnzDer Raum Nordhausen profitiert ab dem Fahrplanwechsel am 13.12. nicht nur von der erheblichen Beschleunigung der Züge zwischen Nordhausen und Halle und dem damit möglichen zweistündlichen Anschluss an die IC-Linie Halle – Berlin, sondern auch von einigen Veränderungen auf der Südharzstrecke zwischen Nordhausen und Northeim.
Das Highlight im kommenden Fahrplan ist freilich der freitags und sonntags verkehrende IC zwischen Frankfurt und Halle. Zusammen mit neuen Zügen auf der Südharzstrecke ergeben sich besonders Verbesserungen für die zahlreichen Wochenendpendler.
Der Freitag nachmittags von Frankfurt über Nordhausen nach Halle verkehrende IC erhält in Kassel-Wilhelmshöhe Anschluss vom IC aus Düsseldorf – Essen – Dortmund. Sonntag nachmittags wird es in Kassel-Wilhelmshöhe wiederum einen Anschluss zum IC in das Ruhrgebiet und zum Rhein geben. Damit werden die Reisemöglichkeiten zwischen den zwei Ballungsräumen und dem Südharz spürbar verbessert.
Veränderungen auf der Südharzstrecke
Ergänzt wird dies durch einige Anpassungen und Neuleistungen auf der Südharzstrecke:
- Jeweils Montag früh um 4.38 wird es einen neuen Zug von Nordhausen nach Göttingen geben, der dort um 6.05 Uhr eintrifft. Er stellt in Herzberg Anschluss an den ersten Zug nach Braunschweig mit Ankunft dort um 6.51 Uhr her und erreicht in Northeim den IC um 6.56 nach Hannover (Ankunft 7.56) und Hamburg Hbf (Ankunft 8.26). Wirklich neu ist dieser Zug freilich nur zwischen Ellrich und Herzberg, aber die Schließung dieser Lücke ermöglicht eben die neuen Frühverbindungen.
- Ergänzend hierzu wird der bisher nur Samstag und Sonntag ab Göttingen verkehrende Spätzug um 21.49 nach Nordhausen nun auch an Freitagen fahren. Er hat in Göttingen Anschluss vom ICE aus Frankfurt am Main (Abfahrt dort 19.58) und vom ICE aus Hamburg sowie in Northeim Anschluss vom Metronom aus Hannover (ab 20.33). Nordhausen wird um 23.14 erreicht und damit ein neuer Anschluss in Richtung Halle hergestellt. Hier handelt es sich ganz streng genommen allerdings nicht um eine echte Neuleistung, sondern eher um eine Verschiebung, denn zugunsten dieses freitäglichen Spätzuges fällt der erste Zug am Samstag (bisher Nordhausen an 6.15) aus. Erste samstägliche Ankunft ist nunmehr um 7.15 Uhr.
- Für Ellrich ergibt sich eine weitere Verbesserung, denn ein bisher nur von Herzberg nach Göttingen fahrender Zug wird neu dort eingesetzt und startet um 6.23 Uhr in die Universitätsstadt, die um 7.35 Uhr erreicht wird. Anschlüsse gibt es in Northeim um 7.20 zum Metronom nach Hannover und in Göttingen an ICE in Richtung Hamburg und Nürnberg – München. Zusammen mit den Abfahrten um 5.58 und 6.58 ergibt sich von Montag bis Freitag eine halbstündliche direkte Verbindung mit Göttingen. Der Zug um 5.58 ab Ellrich (5.38 ab Nordhausen) wird bis Göttingen leicht beschleunigt und kommt dort um 7.12 an – gerade noch rechtzeitig, um dort den ICE um 7.17 nach Frankfurt am Main zu erreichen.
- In der Gegenrichtung kann ein neuer Zug von Northeim (ab 17.38) leider nur bis Walkenried verkehren, denn er fährt dort um 18.29 umgehend wieder zurück und stellt in Northeim zusätzliche Anschlüsse nach Göttingen und Hannover her. Immerhin ergeben sich für den Südharz hiermit zwei weitere schnelle Verbindungen vor allem von und nach Hannover.
Der Stundentakt auf der Strecke zwischen Nordhausen und Northeim bleibt ansonsten unverändert. Allerdings wird nun außerhalb des Berufsverkehrs nur noch jeder zweite Zug direkt bis und ab Göttingen verkehren. Die übrigen Züge fahren ab Northeim über die Sollingbahn nach und von Bodenfelde. Sie erhalten in Northeim jeweils schnelle Anschlüsse nach und von Göttingen mit Regionalbahnen, welche die dort wegfallenden IC-Halte ersetzen.
Somit bleibt die stündliche Verbindung mit Göttingen erhalten und wird im Fall der Umsteigeanschlüsse sogar um jeweils 10 Minuten beschleunigt. Zur Anbindung an den beliebten IC nach und von München - Berchtesgaden bzw. Oberstdorf in Göttingen verkehren im übrigen auch die Züge um 7.38 ab Nordhausen und um 16.43 ab Göttingen nach Nordhausen von Montag bis Freitag umsteigefrei. In Herzberg bleibt es bei den gewohnten stündlichen Anschlüssen nach und von Braunschweig über Osterode und Seesen.
Mit wenigen Klicks 60 Euro sparen
Als Wochenendpendler unterwegs zu sein ist nicht leicht. Egal, ob mit Auto oder Bahn, es ist für die Verkehrssysteme an Freitagen und Sonntagen ab den Nachmittagsstunden eine wiederkehrende Herausforderung. Während sich der Straßenverkehr mit Staus plagt, stehen die Reisenden der Bahn dicht gedrängt in den Zügen.
Die Bahn setzt aus diesem Grund zusätzliche Züge ein, von denen der Südharz ab dem Fahrplan 2010 auch profitiert. Da die Sitzplatzkapazitäten in diesen Zeiten eh knapp sind, besteht für die Bahn kaum ein Anlass Sparangebote unter das Volk zu bringen. Unsere Initiative hat trotzdem Schnäppchen gefunden.
Nordhausen - München - anstatt für 109 Euro für 49 Euro fahren
Reisende, die am 13.12.09 erstmals mit dem Wochenend-Intercity ihre 2. Klasse Reise mit einem Sparangebot nach München antreten möchten, werden schnell ernüchtert. Sie erhalten die Auskunft, dass dies nicht mehr verfügbar sei. Stattdessen gibt es ein Sparangebot der 1. Klasse, welches mit 109 EUR für die einfache Fahrt, immerhin noch 7 EUR preiswerter ist, als das reguläre 2. Klasse Ticket. Der Umstieg ist in Kassel-Wilhelmshöhe.
Wer nun ohne weitere Anfrage zur Buchung geht, hat 60 Euro zu viel für sein Fahrt bezahlt. Stattdessen sollte sich der potentielle Bahnbenutzer grundsätzlich nicht mit dem zu erst genannten Preis zufrieden geben. Es geht fast immer günstiger. Der Schlüssel hierzu ist in dem Link "weitere Angaben ändern - Aktualisieren" versteckt.
Wer bei seiner Anfrage "über Fulda" eingibt bekommt die gewünschte 2. Klasse Verbindung nun zum günstigen Preis von 49 Euro. Dafür muss der Reisende anstatt in Kassel-Wilhelmshöhe in Fulda umsteigen. Die Züge, Abfahrts- und Ankunftszeiten bleiben gleich.
München - Nordhausen - anstatt für 109 Euro für 89 Euro 1. Klasse fahren
Für den 18.12.09 wird die 2. Klasse Fahrt München - Nordhausen eingegeben. Als Ergebnis kommt -wen wundert es- die Auskunft, dass diese Fahrkarten nicht mehr verfügbar seien. Stattdessen gibt es wieder ein Sparangebot der 1. Klasse, welches 109 EUR kostet. Nun heißt es wieder nachverhandeln: Die Reisenden geben anstatt Nordhausen als Reiseziel Halle (Saale) ein. Wie bei der Hinfahrt wird dem Link "weitere Angaben ändern - Aktualisieren" gefolgt.
Bei "über" kann wieder Fulda oder diesmal auch Kassel-Wilhelmshöhe eingegeben werden und die Fahrt ist nun für 89 EUR in der 1. Klasse zu haben. Wer freitags in der regelmäßig überfüllten 2. Klasse gereist ist, weiß dieses Angebot zu schätzen. Bei so viel Großzügigkeit der Bahn sollten sich die Reisenden auch großzügig gegenüber der Bahn zeigen und das geht so: Anstatt bis Halle (Saale) den Zug zu benutzen steigen die Reisenden in Nordhausen um 18.30 Uhr aus und schenken der Bahn die restliche Fahrt


