nnz-Betrachtung: Verhältnismäßig?
Mittwoch, 11. November 2009, 19:44 Uhr
Sicher, Journalisten verfolgen die nationalen und internationalen Medien besonders kritisch. Vor allem die Platzierung der Nachrichten macht deren Gewichtung deutlich. So auch heute wieder.
Die wichtigste Meldung, das, was diese Welt oder dieses Land, wirklich bewegen könnte, was Auswirkungen auf viele Menschen haben könnte, das wird vorangestellt. Bei Spiegel-Online immer ganz oben, in Radio oder Fernsehen ganz am Anfang. Heute war es der Tod von Robert Enke, der selbst die Schweine-Grippe-Nachrichten heute vom Platz 1 verdrängt hatte.
Sicher, der Tod eines Menschen ist immer tragisch, auch der Freitod. Doch Robert Enke ist eben nur ein Mensch. Er war ein guter Sportler, ein guter Torwart. Er stand achtmal im Tor der Nationalmannschaft. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.
Ob nun die mediale Darstellung das alles so rechtfertigt, das wage ich zu bezweifeln. Der Tod eines Sportlers ist nicht die Nummer-Eins-Meldung und wäre in diesem Fall – bei einem Menschen wie Robert Enke – von diesem Menschen auch nicht so gewollt. Er, der das Private immer aus der Öffentlichkeit heraushalten wollte, wird nun postum gerade dorthin gezerrt. Da wird aus Krankenakten zitiert, das es einen graust. Das alles kann ich nicht verstehen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDie wichtigste Meldung, das, was diese Welt oder dieses Land, wirklich bewegen könnte, was Auswirkungen auf viele Menschen haben könnte, das wird vorangestellt. Bei Spiegel-Online immer ganz oben, in Radio oder Fernsehen ganz am Anfang. Heute war es der Tod von Robert Enke, der selbst die Schweine-Grippe-Nachrichten heute vom Platz 1 verdrängt hatte.
Sicher, der Tod eines Menschen ist immer tragisch, auch der Freitod. Doch Robert Enke ist eben nur ein Mensch. Er war ein guter Sportler, ein guter Torwart. Er stand achtmal im Tor der Nationalmannschaft. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.
Ob nun die mediale Darstellung das alles so rechtfertigt, das wage ich zu bezweifeln. Der Tod eines Sportlers ist nicht die Nummer-Eins-Meldung und wäre in diesem Fall – bei einem Menschen wie Robert Enke – von diesem Menschen auch nicht so gewollt. Er, der das Private immer aus der Öffentlichkeit heraushalten wollte, wird nun postum gerade dorthin gezerrt. Da wird aus Krankenakten zitiert, das es einen graust. Das alles kann ich nicht verstehen.
Peter-Stefan Greiner
