Heiße Rhythmen und feurige Steps
Dienstag, 29. Oktober 2002, 19:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Flamenco und Jazz mit Antonio de Cadiz & compania inklusive der Ausnahmetänzerin Natalia Fernandez erklingen demnächst in der Festhalle Sundhausen. nnz hat die Einzelheiten und ein schönes Foto.
Der Flamencogitarrist Antonio de Cadiz ist im Herbst auf einer großen Tournee durch Deutschland unterwegs und wird erneut seine virtuose Fingerfertigkeit in verschiedenen musikalischen Genres unter Beweis stellen. Auf den bisher in Thüringen gegebenen Konzerten verstand es die Gruppe stets, das Publikum zu Beifallsstürmen und stehenden Ovationen hinzureißen.
Im Nordhäuser Ortsteil Sundhausen wird das Konzert des jungen
Flamencogitarristen Antonio de Cadiz und seiner compania am Donnerstag, dem 31.10. um 20.00 Uhr in der Festhalle stattfinden. In der klanglich wie auch optisch reizvollen Verbindung von drei spanischen Gitarren, Klavier, Percussion und Tanz gibt das vielfach gefeierte Ensemble die temperamentvolle Musikkultur der iberischen Halbinsel hautnah wieder.
Ein Glanzpunkt des Konzertes stellt die aus Madrid stammende Tänzerin
Natalia Fernandez dar. Auch die Kombination von Flamencogitarre und Jazzklavier ist außergewöhnlich und bietet viele klangliche Möglichkeiten, die über den Rahmen des traditionellen Flamenco hinausgehen.
Entgegen vielen landläufigen Annahmen ist der Flamenco eine noch recht junge Kulturform - kaum ein Jahrhundert alt. Ihr Ursprung lässt sich von Musikethnologen in erster Linie auf den Gesang der Bergarbeiter Andalusiens zurück verfolgen, die ihrem Schmerz, Stolz und Freude so Ausdruck verleihen wollten.
Aufgrund der Jahrhunderte langen Besetzung Spaniens durch die Mauren ist dieser Gesang sehr orientalisch beeinflusst. Flamenco ist also im Kern eine recht einfache Folklore, die jedoch allmählich immer populärer wurde und später den Tanz für sich entdeckte. Die Gitarre und jene so typisch erscheinenden Kastagnetten gewannen erst Mitte des letzen Jahrhunderts durch international herausragende Interpreten wie Ramon Montoya an Bedeutung. Aus seiner Historie heraus unterliegt Flamenco einer ständigen Entwicklung. Eine der temperamentvollsten Erscheinungsform dieser Nationalkultur findet man in der Bulerias, welche sich durch unglaublich rasante Tempi und ständige Rhythmenwechsel auszeichnet und insbesondere Tänzern und Gitarristen alle Register ihres Könnens abverlangt.
Dahingehend dürfte die Tänzerin Natalia Fernandez ein Glücksfall für jede Flamencogruppe sein, da sie sich gerade auf eben diese mitreißende Form des Flamenco spezialisierte. Das große Talent der jungen Künstlerin wurde schon sehr früh sichtbar und bereits im Alter von fünf Jahren an einigen renommierten Schulen des Landes gradlinig gefördert. Heute gilt sie als eine Meisterin ihres Faches. In ihrem Tanz verschmelzen wirbelnde Stepptechniken, ausdrucksstarke Körperhaltung und schwungvolle Palmas (Klatschen) zu einer perfekten Symbiose.
Dies alles in Verbindung mit der brillanten Spielweise von Antonio de Cadiz und seiner hochkarätig besetzten Gruppe lässt ein hohes künstlerisches Niveau erwarten und macht neugierig auf die feurigen Konzerte von Oktober bis November. Karten für das Konzert gibt es in der Touristinformation Nordhausen und an der Abendkasse.
Stefan Westphal
Autor: nnz
Der Flamencogitarrist Antonio de Cadiz ist im Herbst auf einer großen Tournee durch Deutschland unterwegs und wird erneut seine virtuose Fingerfertigkeit in verschiedenen musikalischen Genres unter Beweis stellen. Auf den bisher in Thüringen gegebenen Konzerten verstand es die Gruppe stets, das Publikum zu Beifallsstürmen und stehenden Ovationen hinzureißen. Im Nordhäuser Ortsteil Sundhausen wird das Konzert des jungen
Flamencogitarristen Antonio de Cadiz und seiner compania am Donnerstag, dem 31.10. um 20.00 Uhr in der Festhalle stattfinden. In der klanglich wie auch optisch reizvollen Verbindung von drei spanischen Gitarren, Klavier, Percussion und Tanz gibt das vielfach gefeierte Ensemble die temperamentvolle Musikkultur der iberischen Halbinsel hautnah wieder.
Ein Glanzpunkt des Konzertes stellt die aus Madrid stammende Tänzerin
Natalia Fernandez dar. Auch die Kombination von Flamencogitarre und Jazzklavier ist außergewöhnlich und bietet viele klangliche Möglichkeiten, die über den Rahmen des traditionellen Flamenco hinausgehen.
Entgegen vielen landläufigen Annahmen ist der Flamenco eine noch recht junge Kulturform - kaum ein Jahrhundert alt. Ihr Ursprung lässt sich von Musikethnologen in erster Linie auf den Gesang der Bergarbeiter Andalusiens zurück verfolgen, die ihrem Schmerz, Stolz und Freude so Ausdruck verleihen wollten.
Aufgrund der Jahrhunderte langen Besetzung Spaniens durch die Mauren ist dieser Gesang sehr orientalisch beeinflusst. Flamenco ist also im Kern eine recht einfache Folklore, die jedoch allmählich immer populärer wurde und später den Tanz für sich entdeckte. Die Gitarre und jene so typisch erscheinenden Kastagnetten gewannen erst Mitte des letzen Jahrhunderts durch international herausragende Interpreten wie Ramon Montoya an Bedeutung. Aus seiner Historie heraus unterliegt Flamenco einer ständigen Entwicklung. Eine der temperamentvollsten Erscheinungsform dieser Nationalkultur findet man in der Bulerias, welche sich durch unglaublich rasante Tempi und ständige Rhythmenwechsel auszeichnet und insbesondere Tänzern und Gitarristen alle Register ihres Könnens abverlangt.
Dahingehend dürfte die Tänzerin Natalia Fernandez ein Glücksfall für jede Flamencogruppe sein, da sie sich gerade auf eben diese mitreißende Form des Flamenco spezialisierte. Das große Talent der jungen Künstlerin wurde schon sehr früh sichtbar und bereits im Alter von fünf Jahren an einigen renommierten Schulen des Landes gradlinig gefördert. Heute gilt sie als eine Meisterin ihres Faches. In ihrem Tanz verschmelzen wirbelnde Stepptechniken, ausdrucksstarke Körperhaltung und schwungvolle Palmas (Klatschen) zu einer perfekten Symbiose.
Dies alles in Verbindung mit der brillanten Spielweise von Antonio de Cadiz und seiner hochkarätig besetzten Gruppe lässt ein hohes künstlerisches Niveau erwarten und macht neugierig auf die feurigen Konzerte von Oktober bis November. Karten für das Konzert gibt es in der Touristinformation Nordhausen und an der Abendkasse.
Stefan Westphal
