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Zeichen mit Musik setzen

Freitag, 06. November 2009, 07:02 Uhr
Heute veranstaltet der Rockhaus e.V. ab 19 Uhr ein Konzert unter dem Titel "Heavy & Against Hate". Doch das Konzert soll für mehr stehen. Sagen die Macher...


Mit dem Konzert möchten sich Veranstalter, Bands und UnterstützerInnen auch gegen Gewalt und extrem rechte Gesinnungen positionieren. In Nordhausen ist, wie in vielen anderen Städten ebenso, eine zunehmende Gewalt unter Jugendlichen zu beobachten. In einigen Fällen waren das Alter und die Brutalität erschreckend. Hinzu kommt ein gefühltes Erstarken von extrem rechten Personen und Strukturen in der Stadt, die sich gerne den "Autonomen Nationalisten" oder den "Nationalen Sozialisten" zurechnen.

Solche Personen würden versuchen, zunehmend in Jugend- und Subkulturen Akzeptanz zu finden. Die Szenen werden unterwandert, Klamotten- und Lebensstil und Zeichen werden übernommen und sich zu Eigen gemacht, oder werden mit Ihrer ganz eigenen Ideologie neu interpretiert.

Der Rockhaus e.V., die Bands AnImA, Fallbrawl, Snatch Club, Doomed Men, Confused und Delusions of Lunacy wollen zusammen mit dem Kreisjugendring und dem Bündnis gegen Rechtsextremismus Nordhausen an dem Abend ein Zeichen setzen und Andere ermutigen. Zusammen stehen sie für ein demokratisches, antifaschistisches und emanzipatorisches Klima in Nordhausen, wo extrem Rechte und Schläger nicht geduldet und nicht toleriert werden.

Kommt heute in das Jugendclubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße und setzt ab 19 Uhr ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und extreme Rechte. Wir sagen: "Das ist unsere Musik, das ist unsere Art zu leben und uns auszudrücken und das lassen wir uns von Schlägern und sogenannten "Autonomen Nationalisten" und "Hatecorern" nicht nehmen. Hardcore ist mehr als einfach nur Musik, es ist eine Einstellung und die lautet: Kein Platz für Nazis und Schläger!"
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