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Würde im Alter

Dienstag, 03. November 2009, 15:53 Uhr
„Ein neuer Blick auf die Pflege“ – so heißt die Fotoausstellung, die Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales, heute Mittag eröffnet hat. Mit dieser Ausstellung will das Landratsamt und speziell die Seniorenberatungsstelle den Dialog über das vielschichtige Thema Pflege anregen...

Ausstellung eröffnet (Foto: Piper/pln) Ausstellung eröffnet (Foto: Piper/pln)

Der Landkreis Nordhausen hat die höchste Dichte an Pflegeeinrichtungen in ganz Thüringen, wie Christine Wagner bei der Eröffnung referierte. 15 Pflegeheime halten 1.000 Plätze bereit. Außerdem sind 30 ambulante Pflegedienste im Landkreis aktiv. 270 Menschen erhalten finanzielle Unterstützung vom Landkreis, um die stationäre oder ambulante Pflege zu bezahlen, weil ihre eigenen Mittel nicht dafür ausreichen. „Unsere Zielstellung ist es, insbesondere die ambulante Pflege weiter zu entwickeln“, sagte Christine Wagner.

So sei es möglich, auch im Alter im gewohnten Umfeld zu leben. Das ist auch in Deutschland überwiegend der Fall. Rund zwei Drittel der bundesweit gut zwei Millionen pflegebedürftigen Menschen werden ambulant zuhause versorgt. In Pflegeeinrichtungen und -diensten arbeiten etwa 810.000 Menschen, zu 85 Prozent Frauen. Angesichts von heute schon über 20 Millionen über 60-Jähriger wird dieser Bereich weiter wachsen.

Die Fotoausstellung im Info-Point in der Grimmelallee 20 zeigt Szenen aus Pflegeheimen und betreutem Wohnen. Die Bilder von Fotografin Julia Baier hat das Bundesgesundheitsministerium zusammengestellt. Bei der heutigen Eröffnung diskutierten bereits einige Senioren und ehrenamtliche Seniorenbegleiter ihre Eindrücke der Bilder. Schnell entwickelte sich ein Gespräch über Vor- und Nachteile verschiedener Betreuungsformen im Alter wie generationsübergreifendes Wohnen oder Seniorenwohngruppen. Anschließend informierten sich die Besucher noch zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht in einem Vortrag des Gesundheitsamtes.

Um die Bilderschau tatsächlich als Gelegenheit zu nutzen, über das Thema Pflege zu sprechen und detaillierte Informationen „rund ums Alter“ zu vermitteln, bietet die Seniorenberatungsstelle Führungen an. Dafür können sich Interessierte, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, gern auch Schulklassen und Jugendgruppen an Susanna Riemann-Störr wenden, telefonisch zu erreichen unter 03631/911-537. Im kommenden Jahr wird die Ausstellung auch im Foyer des Historischen Landratsamtes zu sehen sein.
Autor: nnz

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