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Vom Schicksal eingeholt

Sonntag, 27. Oktober 2002, 08:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Neben allen schrecklichen Vorgängen der vergangenen Tage scheint das Schicksal einer jungen Deutschen besonders tragisch zu sein. Darüber berichtet Iher nnz.


Es ist das Schicksal einer 24-jährigen deutschen Touristin, die am Mittwoch im australischen Nordterritorium von einem ausgewachsenen, vier Meter langen, Krokodil angefallen und getötet wurde. Sie war mit ihrer Schwester und einigen Mitgliedern ihrer Reisegruppe um Mitternacht in einem flachen Wasserloch im Kakadu-Nationalpark schwimmen gegangen.

Nach den Berichten warnten am Ufer des „Sandy Billabong“ deutlich Krokodil-Warnschilder auf die im Wasser lauernde Gefahr. Tatsächlich leben viele Süßwasserkrokodile in dem Wasserloch. In den letzten 15 Jahren wurden in Nordaustralien fünf Menschen von Krokodilen getötet. Die Touristin ereilte allerdings nicht dieses Schicksal, sie ertrank. Das Krokodil hatte sie unter Wasser gedrückt und wurde von den Männern des eiligst zusammengestellten Suchtrupps getötet.

Was das Unglück so besonders tragisch erscheinen lässt ist die Tatsache, dass die junge Frau nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung" zuvor bei dem Attentat auf Bali nur knapp dem Bombenanschlag entging und zu jenen Urlaubern gehörte, die danach nach Australien ausgeflogen wurden. Derzeit versucht man zu klären, ob dem Reiseleiter an dem Unglück ein Vorwurf zu machen ist.
Autor: nnz

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