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Ein Rosenstock für Königin Mathilde

Donnerstag, 22. Oktober 2009, 08:01 Uhr
Der Mathilden Verein Nordhausen wird heute Nachmittag in der Außenanlage des Domes vor dem Mathilden- und Helenafenster einen Rosenstock (Mathildenrose) pflanzen. Damit will der Verein zur Fertigstellung der Domsanierung beitragen und die Besucher auf das Wirken der heiligen Mathilde für Nordhausen und das Nordhäuser Stift aufmerksam machen...


Hildesheimer Rose (Foto: J. Seifert) Hildesheimer Rose (Foto: J. Seifert) Das Vorhaben rückt einen Rosenstock ins Gedächtnis, der an der Außenwand der Apsis, im Innenhof des Kreuzgangs des Hildesheimer Doms wächst. Und als „Tausendjähriger Rosenstock“ zu Legendenbildungen geführt hat. Dessen exaktes Alter sich allerdings nicht genau bestimmen lässt. Die Rosenstock-Legende nennt das Datum 815. Kontinuierlich bezeugt ist der heutige Rosenstock seit mindestens vierhundert Jahren.

Die Nordhäuser Gästeführergilde stattete dem Hildesheimer Dom vor drei Jahren im Rahmen ihrer jährlichen Exkursion einen Besuch ab und ließ sich dabei auch über die Legende dieses Rosenstockes informieren.

Keine Legende, aber außerordentlich bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Dom und die Apsis während des Zweiten Weltkriegs durch Spreng- und Brandbomben stark beschädigt wurde. Von der Rose blieb unter den Trümmern nur ein verkohlter Stumpf stehen, der zu der Befürchtung führte, das Ende der berühmten Rose sei gekommen.

Doch die Wurzeln der Rose waren weitestgehend unbeschädigt. Schon im Frühjahr 1945 entwickelten sich neue Triebe. Seither werden die sich neu zweigenden Äste der „Tausendjährigen Rose“ - wie bereits vor der Zerstörung - mit kleinen Blechschildern mit dem Jahr gekennzeichnet, in dem sie neu gewachsen sind.

Als die Hildesheimer Bevölkerung sah, dass der Rosenstrauch neue Triebe entwickelte, nahm sie das als Zeichen des guten Neuanfangs, und die Rose wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt. Die Hildesheimer Rose gilt als die älteste lebende Rose weltweit.

Vertreter der Gästeführergilde werden heute um 15 Uhr sicher zu den Teilnehmern der Pflanzung der „Mathildenrose“ gehören.
Autor: nnz

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