Förderzusage für die AnGeL
Freitag, 16. Oktober 2009, 15:48 Uhr
Seit fast drei Jahren gibt es die Anlauf- und Koordinierungsstelle für Gesundheitsbewusstes Leben des Horizont e.V. in Nordhausen, kurz AnGeL genannt. Unter diesem Begriff macht sie immer wieder von sich reden und erzielt mit ihren Projekten eine starke Präsenz...
Kürzlich gab es die Förderzusage für weitere zwei Jahre. Damit kann die Arbeit im Kampf gegen übergewichtige Kinder in der Region Nordhausen weiter gehen.
Rückblick in das Jahr 2006: Die Entscheidung des Bundeswettbewerbs Besser essen. Mehr bewegen. ist gefallen, von rund 450 eingereichten Projekt-Vorschlägen wurden 24 ausgewählt. Alle 16 Bundesländer sind mit Projekten vertreten. Auch das des Nordhäuser Horizont e.V. hat es – übrigens als einziges aus Thüringen - geschafft und bekommt für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Förderzusage mit dem Ziel, der Entwicklung von Übergewicht bei Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren den Kampf anzusagen und Kindern, ihren Familien und allen Beteiligten Spaß an mehr Bewegung, gesunder Ernährung und einem gesunden Lebensstil zu ermöglichen.
Projekte (Foto: Horizont)
Die jeweiligen Modellvorhaben werden in den kommenden drei Jahren intensiv betreut, unterstützt und beraten. Durch gemeinsames Handeln vor Ort sollen die Verhältnisse in den Regionen positiv verändert und Zeichen gesetzt werden, die möglichst viele Nachahmer finden. Viel versprechende Netzwerke und Strukturen, zahlreiche gut durchdachte Angebote und unterschiedlichste Ansätze zur Motivation der Kinder sowie deren Freunde, Familien und Bezugspersonen werden daraufhin in der Praxis erprobt und evaluiert.
Unterstützung bekommt die AnGeL dabei vom Bundesernährungsministerium, der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel und ausgewiesenen Experten der Fachbereiche Ernährung und Bewegung.
Unter dem bundesweiten Motto Besser essen. Mehr Bewegen. Kinderleicht-Regionen. hat sie seitdem einiges auf die Beine gestellt, ist in sämtlichen Grundschulen des Landkreises präsent. Mit sieben Kindertagesstätten kamen bisher Kooperationsvereinbarungen zustande.
Die Grundschulen in Heringen, Wipperdorf, Niedersachswerfen, Ilfeld und Görsbach schafften es, beim Schulwettbewerb Punkte zu sammeln und wurden zertifiziert. Es entstand ein regelrechter Wetteifer auf der Jagd nach Punkten, freut sich die verantwortliche Projektleiterin Silke Schulze des Horizont e.V.
Mit bewegten Pausen, der Teilnahme an Lehrerweiterbildungen zum Thema Ernährung und der Einbeziehung der Eltern heimsten die Schulen Punkte ein.
Mit durch die Krankenkassen geförderten Präventionskursen rücken die Themen Bewegung und Ernährung weiter in den Focus des Elterninteresses. Im Sommerferienlager kommt das Projekt mit seinen Inhalten ebenfalls zum Tragen. Schulze: Es herrscht trotz allem immer noch sehr viel Unwissenheit. Wir klären auf, wie es sich mit Kinderlebensmitteln und Bewegungsbedarf verhält. Unterstützung leistet die AnGeL ebenso, wenn es um Mitgliedschaften in Sportvereinen geht.
Es gibt einen guten Draht zu den ansässigen Vereinen. Wir schauen gemeinsam, welche Sportart sich für das Kind empfiehlt, wo es gut aufgehoben ist. Allgemein herrscht noch viel Unwissenheit bei den Eltern. Ein Blick in die Frühstücksdosen und die Tagesabläufe lässt dies deutlich werden.
Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und das bereits Geleistete gelang es jetzt, für weitere zwei Jahre die Förderung aus Bundesmitteln zu erhalten. Von den anfänglich 24 Projekten überzeugten 16 - und wiederum auch die AnGeL des Horizont e.V., freut sich Silke Schulze. Wir können also in den nächsten zwei Jahren weiter Prävention betreiben und unser Netzwerk weiter ausbauen!
Inhaltlich geht es darum, Multiplikatoren zu schulen. Also Lehrer, Kindergärtner, Eltern und natürlich auch Kinder, die das Wissen um Ernährung und Bewegung verbreiten. Dass dies in den Alltag integriert werden muss, zeigt der neue Thüringer Bildungsplan für Schulen und Kindergärten. Er hat Gesundheitskonzepte zum Inhalt und nimmt die Einrichtungen bezüglich der Gesundheitserziehung in die Verantwortung. Schulze: Die Aspekte lassen sich problemlos in den üblichen Ablauf in den Einrichtungen integrieren. Wie es gehen soll, zeigen wir auf.
Der Bund wird die aus den Projekten gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen für einen Leitfaden nutzen. Mitte des Jahres erfolgte bereits eine Fitnesserhebung bei den Teilnehmern. Die dabei gesammelten Daten sollen Aufschluss über Entwicklungen geben und müssen nun ausgewertet und verarbeitet werden.
Auch in Zukunft bedarf es einer kontinuierlichen Weiterführung der AnGeL. Wenn sich wirklich etwas ändern soll, muss das Projekt weitergehen. Wir stehen eigentlich erst am Anfang, trotz aller bisherigen Erfolge. Deshalb ist es wichtig, bei dieser Aufgabe Stadt und Landkreis dauerhaft ins Boot zu bekommen, meint Silke Schulze.
Autor: nnzKürzlich gab es die Förderzusage für weitere zwei Jahre. Damit kann die Arbeit im Kampf gegen übergewichtige Kinder in der Region Nordhausen weiter gehen.
Rückblick in das Jahr 2006: Die Entscheidung des Bundeswettbewerbs Besser essen. Mehr bewegen. ist gefallen, von rund 450 eingereichten Projekt-Vorschlägen wurden 24 ausgewählt. Alle 16 Bundesländer sind mit Projekten vertreten. Auch das des Nordhäuser Horizont e.V. hat es – übrigens als einziges aus Thüringen - geschafft und bekommt für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Förderzusage mit dem Ziel, der Entwicklung von Übergewicht bei Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren den Kampf anzusagen und Kindern, ihren Familien und allen Beteiligten Spaß an mehr Bewegung, gesunder Ernährung und einem gesunden Lebensstil zu ermöglichen.
Projekte (Foto: Horizont)
Die jeweiligen Modellvorhaben werden in den kommenden drei Jahren intensiv betreut, unterstützt und beraten. Durch gemeinsames Handeln vor Ort sollen die Verhältnisse in den Regionen positiv verändert und Zeichen gesetzt werden, die möglichst viele Nachahmer finden. Viel versprechende Netzwerke und Strukturen, zahlreiche gut durchdachte Angebote und unterschiedlichste Ansätze zur Motivation der Kinder sowie deren Freunde, Familien und Bezugspersonen werden daraufhin in der Praxis erprobt und evaluiert. Unterstützung bekommt die AnGeL dabei vom Bundesernährungsministerium, der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel und ausgewiesenen Experten der Fachbereiche Ernährung und Bewegung.
Unter dem bundesweiten Motto Besser essen. Mehr Bewegen. Kinderleicht-Regionen. hat sie seitdem einiges auf die Beine gestellt, ist in sämtlichen Grundschulen des Landkreises präsent. Mit sieben Kindertagesstätten kamen bisher Kooperationsvereinbarungen zustande.
Die Grundschulen in Heringen, Wipperdorf, Niedersachswerfen, Ilfeld und Görsbach schafften es, beim Schulwettbewerb Punkte zu sammeln und wurden zertifiziert. Es entstand ein regelrechter Wetteifer auf der Jagd nach Punkten, freut sich die verantwortliche Projektleiterin Silke Schulze des Horizont e.V.
Mit bewegten Pausen, der Teilnahme an Lehrerweiterbildungen zum Thema Ernährung und der Einbeziehung der Eltern heimsten die Schulen Punkte ein.
Mit durch die Krankenkassen geförderten Präventionskursen rücken die Themen Bewegung und Ernährung weiter in den Focus des Elterninteresses. Im Sommerferienlager kommt das Projekt mit seinen Inhalten ebenfalls zum Tragen. Schulze: Es herrscht trotz allem immer noch sehr viel Unwissenheit. Wir klären auf, wie es sich mit Kinderlebensmitteln und Bewegungsbedarf verhält. Unterstützung leistet die AnGeL ebenso, wenn es um Mitgliedschaften in Sportvereinen geht.
Es gibt einen guten Draht zu den ansässigen Vereinen. Wir schauen gemeinsam, welche Sportart sich für das Kind empfiehlt, wo es gut aufgehoben ist. Allgemein herrscht noch viel Unwissenheit bei den Eltern. Ein Blick in die Frühstücksdosen und die Tagesabläufe lässt dies deutlich werden.
Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und das bereits Geleistete gelang es jetzt, für weitere zwei Jahre die Förderung aus Bundesmitteln zu erhalten. Von den anfänglich 24 Projekten überzeugten 16 - und wiederum auch die AnGeL des Horizont e.V., freut sich Silke Schulze. Wir können also in den nächsten zwei Jahren weiter Prävention betreiben und unser Netzwerk weiter ausbauen!
Inhaltlich geht es darum, Multiplikatoren zu schulen. Also Lehrer, Kindergärtner, Eltern und natürlich auch Kinder, die das Wissen um Ernährung und Bewegung verbreiten. Dass dies in den Alltag integriert werden muss, zeigt der neue Thüringer Bildungsplan für Schulen und Kindergärten. Er hat Gesundheitskonzepte zum Inhalt und nimmt die Einrichtungen bezüglich der Gesundheitserziehung in die Verantwortung. Schulze: Die Aspekte lassen sich problemlos in den üblichen Ablauf in den Einrichtungen integrieren. Wie es gehen soll, zeigen wir auf.
Der Bund wird die aus den Projekten gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen für einen Leitfaden nutzen. Mitte des Jahres erfolgte bereits eine Fitnesserhebung bei den Teilnehmern. Die dabei gesammelten Daten sollen Aufschluss über Entwicklungen geben und müssen nun ausgewertet und verarbeitet werden.
Auch in Zukunft bedarf es einer kontinuierlichen Weiterführung der AnGeL. Wenn sich wirklich etwas ändern soll, muss das Projekt weitergehen. Wir stehen eigentlich erst am Anfang, trotz aller bisherigen Erfolge. Deshalb ist es wichtig, bei dieser Aufgabe Stadt und Landkreis dauerhaft ins Boot zu bekommen, meint Silke Schulze.







