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Wacker beim Schlusslicht

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 14:33 Uhr
Mit zwei Punktspielsiegen in Ilmenau und gegen Schmölln konnte sich Wacker aus dem Tabellenkeller befreien und hat nun die Chance, den Weg nach oben fortzusetzen. Voraussetzung wäre aber ein voller Erfolg beim FC Thüringen Weida, stellt Klaus Verkouter seinem Vorbericht voran...


Lars Pohl (Foto: Archiv Verkouter) Lars Pohl (Foto: Archiv Verkouter) Das Thüringenliga-Spiel der neunten Runde am Sonnabend um 14.00 Uhr auf dem Sportplatz „Roter Hügel“ ist das 27. Aufeinandertreffen beider Teams. Genau vor fünfzig Jahren spielten Nordhausen und Weida in der 2. DDR-Liga erstmals gegeneinander. Mit einem 5:1-Sieg für die Südharzer endete jenes Heimspiel. Schon bei der Rückbegegnung musste erkannt werden, dass man in Weida auch verstand, Fußball zu spielen. Nordhausen verlor nämlich 0:1.

Nur dreimal konnte Wacker (Motor West) in Weida bei 13 Punktspielen gewinnen. Wer am Sonnabend an einen Selbstläufer denkt, sollte also gewarnt sein, auch wenn der FC Thüringen aus acht Partien noch keinen einzigen Punkt holte. Gerade das ist das Gefährliche: Jeder erwartet einen vollen Erfolg, zumal im Vorjahr beide Spiele von Wacker mit 5:0 gewonnen wurden.

Sieht man genauer auf die Tabelle, so wird keinem entgehen, dass beide Teams in acht Runden erst sieben Tore geschossen haben. Auch gegen Erfurt war zu sehen, dass in der Angriffsabteilung – trotz gelungener Spielzüge – das Glück weiter erzwungen werden muss. Nachdem gegen Schmölln auch bei Lars Pohl (Bild) der Knoten geplatzt ist und ihm im Nachschuss an einen Elfmeter ein Torerfolg gelang, dürfte er brennen, am Samstag nachzulegen. Er meinte jedenfalls: „Das müssen wir ziehen.“

Kopf hoch und die nächsten beiden Aufgaben erfolgreich meistern, dann könnte das Tabellenbild schon wieder freundlicher aussehen. Doch davor steht der Schweiß – auch in Weida. Der FC Thüringen überzeugte z.B. in Gotha trotz seiner 1:2-Niederlage am Saisonanfang, auch Borsch hatte beim gleichen Ergebnis sehr viel Mühe.

Kräftemäßig sollte es nach dem couragierten Pokalspiel trotz der hohen Niederlage kaum Nachwirkungen geben. Die meisten Fans waren in ihren Einschätzungen so realistisch sich einzugestehen, dass eigentlich das Normale eingetreten ist, wenn man drei Klassen voneinander getrennt ist.

Wie dagegen die Trennung von Trainer Frank Rosenthal vom Kopf her weggesteckt wird, kann erst nach Spielschluss beantwortet werden. Vorerst wird Co-Trainer Marco Kühlewind die Mannschaft betreuen. Das Präsidium muss nun schnellstens einen Trainer finden.

Wackers Zweite kann gegen den Mitfavoriten um den Aufstieg, die LSG Blau-Weiß Großwechsungen, am Sonntag um 14.30 Uhr beweisen, dass sie gewillt und in der Lage ist, die derzeitige Spitzenposition zu verteidigen. Erinnerungen an die vergangene Saison dürfen da aber nicht aufkommen, weil das Heimspiel im AKS mit 1:5 deutlich verloren wurde. Aber das ist Schnee von gestern. Oder schneit es am Sonntag auch?
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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