Im Gedächtnis bleiben
Dienstag, 13. Oktober 2009, 14:54 Uhr
Der Tod eines geliebten nahe stehenden Menschen stellt das eigene Leben vollkommen auf den Kopf. Trauer in ihren vielfältigen Facetten ergreift den zurückbleibenden Menschen, lähmt ihn, macht ihn haltlos, unsicher. In Nordhausen gibt es dabei Begleitung...
Wenn man den Menschen schon hergeben musste, loslassen den, den man nie hergeben wollte, so will man doch die Erinnerung, das Gedenken, das Wesen festhalten, sich bewahren, einschreiben tief in das eigene Herz, damit der verstorbene Mensch dort seinen Platz hat. Worte aus dem reformierten jüdischen Gebetbuch Tore des Gebets drücken es so aus:
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie. Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie. Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an sie. Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie. Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht erinnern wir uns an sie. Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an sie. Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen, erinnern wir uns an sie. Wenn wir Freuden erleben, die wir so gern teilen würden, erinnern wir uns an sie. So lange wir leben, werden sie auch leben, denn sie sind nun ein Teil von uns, wenn wir uns an sie erinnern.
Sie sind ein Teil von uns. Wie wahr diese Worte sind, das kann jeder trauernde Mensch nachvollziehen, denn er lebt mit dem Menschen, der als Lebender einmal das eigene Leben geteilt und zu einem wesentlichen Teil des Lebens wurde. Dieses so wichtige Gedenken schmerzt enorm und gleichzeitig tut es gut. Nichts wäre schlimmer für einen trauernden Menschen als dass die Trauer in ein Vergessen mündete. Denn durch die Erinnerung bleibt man mit dem Verstorbenen verbunden. Wie grausam würde das Leben, wenn das Gedenken nicht sein könnte. Denn wer nicht vergessen kann und wer nicht vergessen will, für den ist das Gedenken das Wichtigste.
Sie sind ein Teil von uns. Ohne die Erinnerung könnte ein trauernder Mensch den Weg nicht gehen. Deshalb lädt der Verein TrauerWelten zur Gedächtnisfeier ein. Sie findet statt am Donnerstag, dem 5. November 2009, von 18.00 bis 21.00 Uhr. Im Rahmen der Gedächtnisfeier sollen besinnliche Worte, Musik, das gemeinsame Essen und Trinken und viel Zeit für die eigenen Gedanken und das Gedenken den trauernden Menschen anrühren, ihm Kraft und Mut schenken für den Weg.
Die Leitung der Gedächtnisfeier hat P. Tobias Titulaer. Um den Abend besser vorbereiten zu können, wird gebeten, sich telefonisch bis zum 2. November 2009 beim Verein TrauerWelten, P. Tobias Titulaer, (03631-973810 oder 03631-983320) anzumelden. Die Teilnahme an der Gedächtnisfeier ist kostenlos.
Autor: nnzWenn man den Menschen schon hergeben musste, loslassen den, den man nie hergeben wollte, so will man doch die Erinnerung, das Gedenken, das Wesen festhalten, sich bewahren, einschreiben tief in das eigene Herz, damit der verstorbene Mensch dort seinen Platz hat. Worte aus dem reformierten jüdischen Gebetbuch Tore des Gebets drücken es so aus:
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie. Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie. Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an sie. Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie. Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht erinnern wir uns an sie. Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, erinnern wir uns an sie. Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen, erinnern wir uns an sie. Wenn wir Freuden erleben, die wir so gern teilen würden, erinnern wir uns an sie. So lange wir leben, werden sie auch leben, denn sie sind nun ein Teil von uns, wenn wir uns an sie erinnern.
Sie sind ein Teil von uns. Wie wahr diese Worte sind, das kann jeder trauernde Mensch nachvollziehen, denn er lebt mit dem Menschen, der als Lebender einmal das eigene Leben geteilt und zu einem wesentlichen Teil des Lebens wurde. Dieses so wichtige Gedenken schmerzt enorm und gleichzeitig tut es gut. Nichts wäre schlimmer für einen trauernden Menschen als dass die Trauer in ein Vergessen mündete. Denn durch die Erinnerung bleibt man mit dem Verstorbenen verbunden. Wie grausam würde das Leben, wenn das Gedenken nicht sein könnte. Denn wer nicht vergessen kann und wer nicht vergessen will, für den ist das Gedenken das Wichtigste.
Sie sind ein Teil von uns. Ohne die Erinnerung könnte ein trauernder Mensch den Weg nicht gehen. Deshalb lädt der Verein TrauerWelten zur Gedächtnisfeier ein. Sie findet statt am Donnerstag, dem 5. November 2009, von 18.00 bis 21.00 Uhr. Im Rahmen der Gedächtnisfeier sollen besinnliche Worte, Musik, das gemeinsame Essen und Trinken und viel Zeit für die eigenen Gedanken und das Gedenken den trauernden Menschen anrühren, ihm Kraft und Mut schenken für den Weg.
Die Leitung der Gedächtnisfeier hat P. Tobias Titulaer. Um den Abend besser vorbereiten zu können, wird gebeten, sich telefonisch bis zum 2. November 2009 beim Verein TrauerWelten, P. Tobias Titulaer, (03631-973810 oder 03631-983320) anzumelden. Die Teilnahme an der Gedächtnisfeier ist kostenlos.
