Unzureichendes Schulessen
Dienstag, 06. Oktober 2009, 16:44 Uhr
Von März bis Juni 2009 hat die Vernetzungsstelle Schulverpflegung eine Er-hebung zur aktuellen Situation der Schulverpflegung durchgeführt. An der Be-fragung beteiligten sich 382 Schulen aus ganz Thüringen. Hier das zusam-menfassende und ernüchternde Ergebnis...
Ziel war es, die Situation bei der Schulverpflegung zu ermitteln und Schwach-stellen im Essensangebot sowie bei den Rahmenbedingungen zu erfassen. Der Fokus der Fragebögen lag daher auf der Zufriedenheit und den qualitati-ven Aspekten wie der Warmhaltedauer, der Ausgabetemperatur sowie der Speiseplangestaltung und nicht zuletzt den Kosten.
Generell positiv ist, dass Thüringen über ein nahezu flächendeckendes Ange-bot einer warmen Mittagsversorgung für Schüler verfügt. Jedoch nehmen we-niger als 50 Prozent dieses Angebot wahr. Gründe dafür sind unter anderem in der Unzufriedenheit mit dem Geschmack und dem Angebot sowie den Kos-ten zu sehen. Der Preis für ein Essen liegt derzeit bei durchschnittlich 1,90 Euro.
Die Schulen werden zu rund 90 Prozent warm versorgt. Über ein Drittel hält das Essen drei Stunden und länger warm, bevor der letzte Schüler es erhält. Darunter leiden Aussehen, Konsistenz und Geschmack sowie der ernäh-rungsphysiologische Wert enorm, so Alexandra Lienig Projektleiterin der Ver-netzungsstelle Schulverpflegung.
Kein Anbieter bzw. keine Schule konnte die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an die Zusammenstellung der Speisepläne erfül-len. Es werden erschreckend wenig Gemüse und dafür deutlich zu viel Fleisch und hochverarbeitete Fleischprodukte angeboten. Außerdem gibt es zu selten Fisch und vegetarische Gerichte.
Auch das Zwischenverpflegungsangebot ist bei einigen Schulen unzurei-chend. Es werden häufig warme Snacks, belegte Brote, Kuchen, Süßigkeiten oder Limonade angeboten. Positiv ist jedoch das Angebot an Tee, Saft und Wasser zu bewerten.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils übergewichtiger Kinder und Jugendlicher, ist es notwendig, ein gesundheitsförderndes Umfeld mit einem hochwertigen Verpflegungsangebot zu etablieren. Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung berät und schult dazu alle Anbieter, Schulen und Schulträ-ger sowie Eltern. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, die Schüler einzubeziehen und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern.
Autor: nnz/knZiel war es, die Situation bei der Schulverpflegung zu ermitteln und Schwach-stellen im Essensangebot sowie bei den Rahmenbedingungen zu erfassen. Der Fokus der Fragebögen lag daher auf der Zufriedenheit und den qualitati-ven Aspekten wie der Warmhaltedauer, der Ausgabetemperatur sowie der Speiseplangestaltung und nicht zuletzt den Kosten.
Generell positiv ist, dass Thüringen über ein nahezu flächendeckendes Ange-bot einer warmen Mittagsversorgung für Schüler verfügt. Jedoch nehmen we-niger als 50 Prozent dieses Angebot wahr. Gründe dafür sind unter anderem in der Unzufriedenheit mit dem Geschmack und dem Angebot sowie den Kos-ten zu sehen. Der Preis für ein Essen liegt derzeit bei durchschnittlich 1,90 Euro.
Die Schulen werden zu rund 90 Prozent warm versorgt. Über ein Drittel hält das Essen drei Stunden und länger warm, bevor der letzte Schüler es erhält. Darunter leiden Aussehen, Konsistenz und Geschmack sowie der ernäh-rungsphysiologische Wert enorm, so Alexandra Lienig Projektleiterin der Ver-netzungsstelle Schulverpflegung.
Kein Anbieter bzw. keine Schule konnte die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an die Zusammenstellung der Speisepläne erfül-len. Es werden erschreckend wenig Gemüse und dafür deutlich zu viel Fleisch und hochverarbeitete Fleischprodukte angeboten. Außerdem gibt es zu selten Fisch und vegetarische Gerichte.
Auch das Zwischenverpflegungsangebot ist bei einigen Schulen unzurei-chend. Es werden häufig warme Snacks, belegte Brote, Kuchen, Süßigkeiten oder Limonade angeboten. Positiv ist jedoch das Angebot an Tee, Saft und Wasser zu bewerten.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils übergewichtiger Kinder und Jugendlicher, ist es notwendig, ein gesundheitsförderndes Umfeld mit einem hochwertigen Verpflegungsangebot zu etablieren. Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung berät und schult dazu alle Anbieter, Schulen und Schulträ-ger sowie Eltern. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, die Schüler einzubeziehen und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern.
