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Wohin geht die Reise?

Samstag, 03. Oktober 2009, 16:38 Uhr
Die Zuschauer und Fans von Wacker Nordhausen fühlen sich momentan wie in einer Achterbahn. Nach tief runter (gegen Leinefelde) führte vor einer Woche (in Ilmenau) der Weg wieder ein wenig nach oben. Wie aber zeigte sich heute die Mannschaft? Die nnz hat für Sie die Antwort.

Sieg gegen Schmölln (Foto: nnz) Sieg gegen Schmölln (Foto: nnz)
Im Nachsetzen ist Lars Pohl erfolgreich mit dem zweiten Tor für die Nordhäuser

Im vierten Heimspiel waren die Männer des SV Schmölln 1913 in den Albert-Kuntz-Sportpark gekommen. Die hatten in Nordhausen in den vergangenen Jahren schon für so manche negative Überraschung gesorgt.

Wacker beginnt das Spiel mit viel Druck, die Gäste aus Ostthüringen halten dagegen. Nach zehn Minuten der erste sehenswerte Spielzug, eingeleitet durch Martin Kolan, unglücklich abgeschlossen durch Torsten Klaus, auch ein Nachschussversuch bliebt schon im Ansatz stecken.

Weitere aussichtsreiche Versuche starteten die Gastgeber vor allem über die linke Seite. Höhepunkt war ein Schuss von Stephan Hoffmann an den rechten Pfosten. Da waren 18 Minuten gespielt. Drei Minuten danach scheiterte Alexander Töpfer. Wiederum eine Minute danach versenkte Torsten Klaus per Flugkopfball das Leder im Schmöllner Tor (19. Minute). Die Vorarbeit hatte Lars Pohl geleistet. 1:0.

Die nächsten zehn Minuten die gleiche Szenerie: Wacker macht Druck, kommt auch gefährlich vors Tor, doch der erfolgreiche Abschluss ist weiterhin Fehlanzeige. Schmölln hingegen bleibt harmlos, profitiert aber immer wieder von individuellen Schwächen und Fehlern in der Hintermannschaft der Nordhäuser.

Gefährlich wurde es noch einmal kurz vor der Halbzeitpause. Daniel Wiegleb hält Mathias Seidel fest, dessen scharfen Freistoß konnte Lars Greschke abwehren. Auch zwei weitere Freistoßversuche waren nicht von Erfolg gekrönt. Mit der Nordhäuser Führung ging es in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang machten die Gastgeber dort weiter, wo sie 15 Minuten zuvor aufgehört hatten. Großchancen jede Menge, dennoch fehlten einige Male nur Zentimeter zum Tor. So zum Beispiel beim straffen Schuss von Kolan, der hochdünn an der rechten Torseite vorbeiging (56.). Einen Spielzug später war dann für Torsten Klaus’ Schuss Endstation beim Gästetorwart.

In 64. Spielminute sahen die 314 Zuschauer nicht nur die Auswechslung von Marcus Vopel, für den Nico Steinberg kam, sondern auch eine „100prozentige“ Chance der Schmöllner. Dann übernahmen die Gastgeber wieder das Zepter des Spielgeschehens. Bis zur 73. Minute wurde das Nordhäuser Bemühen nicht beloht. Zweimal konnte der Schmöllner Keeper sein Können unter Beweis stellen. Zwei Minuten später erneut ein Doppelschlag durch Kolan und Klaus. Vergeblich.

Doch das Publikum hatte heute sein Vergnügen an diesem Spiel der Heimmannschaft, die Jungs um Kapitän Sven Pistorius kämpften, gingen beherzt in die Zweikämpfe und zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit erfrischende Spielzüge.

Schließlich die 80. Minute. Kolan wird im Strafraum gelegt, Torsten Klaus schießt beim Strafstoß den Torwart an, doch Lars Pohl kann im Nachsetzen vollenden. 2:0. Martin Kolan hatte dann noch eine Chance in der 88. Minute, Schmölln spielte seit dem nur noch mit zehn Mann und dann war Schluss.
Autor: nnz

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