Schlimmer geht es nimmer!
Samstag, 19. Oktober 2002, 21:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Am 8. Spieltag der Landesklasse empfing Wacker 90 Nordhausen im Albert-Kuntz-Sportpark den Tabellenelften FC Hinternah-Schönbrunn. Über die Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Das ruhige Herbstwetter und die Aussichten auf den dritten Heimsieg der Saison der einheimischen Elf hatten immerhin 300 Zuschauer in den Albert-Kuntz-Sportpark gezogen. Bis auf den gesperrten Dadunashvili konnte Trainer Weißhaupt auf sein derzeit stärkstes Aufgebot zurück greifen. Der 25jährige Ukrainer Dukhno gab sein Punktspieldebüt für Wacker. Er sollte das Angriffsspiel beleben.
Da bei den Weißhaupt-Schützlingen auch in Viernau die oft beschworene Leistungssteigerung ausgeblieben war, bleibt nur zu hoffen, dass diese nun in den bevorstehenden neunzig Minuten endlich sichtbar wird, umriss der Vereinsvorstand im Programmheft seine Erwartungen an die Mannschaft.
Aber zwischen Wunschtraum und Realität bestanden am heutigen Nachmittag zu große Diskrepanzen, denn das was die Nordhäuser Elf am Nachmittag ihrem ohnehin nicht verwöhnten Publikum präsentierte, war Fußball zum Abgewöhnen. In der gesamten ersten Halbzeit erarbeitete sich Wacker durch Fuhrmann eine einzige Chance (28.)!
Anders die Gäste aus Südthüringen. Schnell, kompromisslos und zweikampfstark trugen sie ihre Angriffe vor. Sie profitierten allerdings hauptsächlich von den erschreckend vielen Abspielfehlern der Platzbesitzer, die in keiner Phase zu ihrem Spiel fanden So marschierte Langguth durch die gesamte Nordhäuser Abwehr und flankte maßgerecht auf Zeudmi, der jedoch überhastet vergab. Die Elf aus Hinternah-Schönbrunn spielte frech und frei auf. Die Weißhaupt-Schützlinge wurden mehr und mehr in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt. So kam es wie es kommen musste. Beyhl setzte an der Mittellinie zum Solo an, ließ die gesamte Wacker-Deckung stehen und schob überlegt das Leder am Schlussmann Lenczewski vorbei ins Tor. In der Folgezeit waren die Gäste dem 2:0 näher als die Wackeren dem Ausgleich. Kein Aufbäumen in der Nordhäuser, konzeptionslos, einfallslos und harmlos agierten sie im Mittelfeld, spätestens an der Strafraumgrenze des Tabellenelften waren sie mit ihrem Latein am Ende. Sie waren mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient.
Mit Beginn der zweiten Hälfte kamen Schmidt und Nalvarte für die enttäuschenden Heise und Dukhno. Aber auch die beiden neuen Spieler brachten keine neuen Impulse für das Wacker-Spiel. So konnten die Südthüringer weiterhin schalten und walten wie sie wollten. In der 57. Minute entschärfte Lenczewski einen Schuss von Langguth und eine Minute später hatte Zeudmi das 2:0 auf den Füßen. Nennenswert auf Wacker-Seite - sieht man einmal von ein paar Schussveresuchen ab - war lediglich ein Distanzschuss vom ältesten Wacker-Spieler Dirk Fuhrmann aus gut 35 m, der knapp über das Tor strich. Weißhaupt brachte zwar noch Kohlhause für Verkouter, aber auch der konnte die Niederlage nicht abwenden. Puc hatte in der 87. Minute den Ausgleich auf den Füßen, aber er vergab aus Nahdistanz.
So blieb es am Ende beim hochverdienten Sieg der Gäste in einer Partie, die an Niveaulosigkeit jedoch noch von der völlig indiskutablen Leistung des Schiedsrichters Bernd Holbein und seiner beiden Assistenten aus Dingelstädt übertroffen wurde.
Autor: rhDas ruhige Herbstwetter und die Aussichten auf den dritten Heimsieg der Saison der einheimischen Elf hatten immerhin 300 Zuschauer in den Albert-Kuntz-Sportpark gezogen. Bis auf den gesperrten Dadunashvili konnte Trainer Weißhaupt auf sein derzeit stärkstes Aufgebot zurück greifen. Der 25jährige Ukrainer Dukhno gab sein Punktspieldebüt für Wacker. Er sollte das Angriffsspiel beleben.
Da bei den Weißhaupt-Schützlingen auch in Viernau die oft beschworene Leistungssteigerung ausgeblieben war, bleibt nur zu hoffen, dass diese nun in den bevorstehenden neunzig Minuten endlich sichtbar wird, umriss der Vereinsvorstand im Programmheft seine Erwartungen an die Mannschaft.
Aber zwischen Wunschtraum und Realität bestanden am heutigen Nachmittag zu große Diskrepanzen, denn das was die Nordhäuser Elf am Nachmittag ihrem ohnehin nicht verwöhnten Publikum präsentierte, war Fußball zum Abgewöhnen. In der gesamten ersten Halbzeit erarbeitete sich Wacker durch Fuhrmann eine einzige Chance (28.)!
Anders die Gäste aus Südthüringen. Schnell, kompromisslos und zweikampfstark trugen sie ihre Angriffe vor. Sie profitierten allerdings hauptsächlich von den erschreckend vielen Abspielfehlern der Platzbesitzer, die in keiner Phase zu ihrem Spiel fanden So marschierte Langguth durch die gesamte Nordhäuser Abwehr und flankte maßgerecht auf Zeudmi, der jedoch überhastet vergab. Die Elf aus Hinternah-Schönbrunn spielte frech und frei auf. Die Weißhaupt-Schützlinge wurden mehr und mehr in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt. So kam es wie es kommen musste. Beyhl setzte an der Mittellinie zum Solo an, ließ die gesamte Wacker-Deckung stehen und schob überlegt das Leder am Schlussmann Lenczewski vorbei ins Tor. In der Folgezeit waren die Gäste dem 2:0 näher als die Wackeren dem Ausgleich. Kein Aufbäumen in der Nordhäuser, konzeptionslos, einfallslos und harmlos agierten sie im Mittelfeld, spätestens an der Strafraumgrenze des Tabellenelften waren sie mit ihrem Latein am Ende. Sie waren mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient.
Mit Beginn der zweiten Hälfte kamen Schmidt und Nalvarte für die enttäuschenden Heise und Dukhno. Aber auch die beiden neuen Spieler brachten keine neuen Impulse für das Wacker-Spiel. So konnten die Südthüringer weiterhin schalten und walten wie sie wollten. In der 57. Minute entschärfte Lenczewski einen Schuss von Langguth und eine Minute später hatte Zeudmi das 2:0 auf den Füßen. Nennenswert auf Wacker-Seite - sieht man einmal von ein paar Schussveresuchen ab - war lediglich ein Distanzschuss vom ältesten Wacker-Spieler Dirk Fuhrmann aus gut 35 m, der knapp über das Tor strich. Weißhaupt brachte zwar noch Kohlhause für Verkouter, aber auch der konnte die Niederlage nicht abwenden. Puc hatte in der 87. Minute den Ausgleich auf den Füßen, aber er vergab aus Nahdistanz.
So blieb es am Ende beim hochverdienten Sieg der Gäste in einer Partie, die an Niveaulosigkeit jedoch noch von der völlig indiskutablen Leistung des Schiedsrichters Bernd Holbein und seiner beiden Assistenten aus Dingelstädt übertroffen wurde.
