Rüge für Polizeidirektor
Mittwoch, 16. Oktober 2002, 19:08 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Vor einigen Wochen stellte die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker eine kleine Anfrage. Sie wollte wissen, welche Konsequenzen die Aktionen des Leiters der Polizeidirektion Nordhausen, Günther Lierhammer, hinsichtlich der Informationsbeschaffung zu einer Leserbriefschreiberin haben.
Zur Erinnerung: Unmittelbar nach dem tödlichen Schuß eines Polizeibeamten auf einen 30 Jahre alten Nordhäuser erschien in der nnz und in anderen Medien ein Leserbrief einer jungen Nordhäuserin. Der Inhalt des Leserbriefes setzte sich kritisch mit den damals gerade aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei auseinander. Das rief bei der Nordhäuser Polizei, besonders aber bei deren Chef Entsetzen hervor. Lierhammer hatte schließlich den Arbeitgeber der jungen Frau ausfindig gemacht und Fragen gestellt. Nachzulesen ist dies alles im Archiv der nnz.
In ihrer Anfrage wollte Dagmar Becker nun wissen, auf welchem Wege die Polizei an den Arbeitgeber gekommen sei und welche Konsequenzen es seitens des Vorgesetzten von Lierhammer, Thüringens Innenminister Köckert, gebe. Heute erhielt Becker eine Antwort.
Die Adresse des Arbeitgeber habe Polizeidirektor Lierhammer vom Thüringer Sozialministerium erhalten, antwortete der Innenminister. Für Christian Köckert habe sich der Leiter der Polizeidirektion in unzulässiger Weise in Angelegenheiten Dritter eingeschaltet. Hierfür würde Lierhammer das Missfallen ausgesprochen werden. Köckert weiter: Der PD-Leiter bedauere sein Verhalten und habe erkannt, dass seine Vorgehensweise unangemessen war. Er hätte gegenüber Kritikern emotionsloser reagieren müssen.
Köckert teilte abschließend mit, dass er das Verhalten des PD-Leiters gerügt habe, weitere dienstaufsichtsrechtliche oder gar Disziplinarmaßnahmen nicht für notwendig erachtet.
Damit will sich die Landtagsabgeordnete der SPD allerdings nicht zufrieden geben und hat gegenüber nnz eine weitere Anfrage angekündigt.
Autor: nnzZur Erinnerung: Unmittelbar nach dem tödlichen Schuß eines Polizeibeamten auf einen 30 Jahre alten Nordhäuser erschien in der nnz und in anderen Medien ein Leserbrief einer jungen Nordhäuserin. Der Inhalt des Leserbriefes setzte sich kritisch mit den damals gerade aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei auseinander. Das rief bei der Nordhäuser Polizei, besonders aber bei deren Chef Entsetzen hervor. Lierhammer hatte schließlich den Arbeitgeber der jungen Frau ausfindig gemacht und Fragen gestellt. Nachzulesen ist dies alles im Archiv der nnz.
In ihrer Anfrage wollte Dagmar Becker nun wissen, auf welchem Wege die Polizei an den Arbeitgeber gekommen sei und welche Konsequenzen es seitens des Vorgesetzten von Lierhammer, Thüringens Innenminister Köckert, gebe. Heute erhielt Becker eine Antwort.
Die Adresse des Arbeitgeber habe Polizeidirektor Lierhammer vom Thüringer Sozialministerium erhalten, antwortete der Innenminister. Für Christian Köckert habe sich der Leiter der Polizeidirektion in unzulässiger Weise in Angelegenheiten Dritter eingeschaltet. Hierfür würde Lierhammer das Missfallen ausgesprochen werden. Köckert weiter: Der PD-Leiter bedauere sein Verhalten und habe erkannt, dass seine Vorgehensweise unangemessen war. Er hätte gegenüber Kritikern emotionsloser reagieren müssen.
Köckert teilte abschließend mit, dass er das Verhalten des PD-Leiters gerügt habe, weitere dienstaufsichtsrechtliche oder gar Disziplinarmaßnahmen nicht für notwendig erachtet.
Damit will sich die Landtagsabgeordnete der SPD allerdings nicht zufrieden geben und hat gegenüber nnz eine weitere Anfrage angekündigt.
