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Wir bauen Brücken

Montag, 14. September 2009, 07:51 Uhr
In Nordhausen ist in diesen Tagen der zweite Fortbildungszyklus „Interkulturelles in KiTa“ erfolgreich gestartet wurden. Dazu ein Erfahrungsbericht von Joanna Pawlaczek in Ihrer nnz.

Brücken bauen (Foto: JUSOWE) Brücken bauen (Foto: JUSOWE)

Bereits zwei Drittel aller in Deutschland geborenen Kinder haben einen Migrationshintergrund, Tendenz weiter steigend. Das bedeutet, dass jedes Kind, das heute in Deutschland geboren wird, im Laufe seines Lebens mit Sicherheit in Kontakt mit Menschen kommen wird, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Um nachhaltig ein friedliches und demokratisches Zusammenleben in dieser multikulturellen Gesellschaft sichern zu können, müssen Kinder – und mit ihnen die Eltern – interkulturell sensibilisiert werden.
 
Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans der Stadt Nordhausen zum Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ wurde zum zweiten Mal ein Fortbildungszyklus „Interkulturelles Lernen in Kindertagesstätten“ gestartet.
 
Das Projekt wurde mit dem Ziel, von einem Team des JugendSozialwerkes Nordhausen e. V., entwickelt, den Alltag in Kindertagesstätten zu einem wichtigen interkulturellen Lernort – für die Kinder, wie die Erwachsenen (Eltern und Kinder) – umzuwandeln, indem das interkulturelles Lernen zu einem festen Bestandteil des Einrichtungskonzeptes gemacht wird.
 
Aufgerufen waren alle Kindertagesstätten der Stadt Nordhausen sich an dem bis Juni nächsten Jahres in fünf Modulen aufgeteilten Projekt zu beteiligen. Das erste Einstiegsseminar haben Mitarbeiterinnen von acht Kitas wahrgenommen. Sie haben sich mit der Thematik vertraut gemacht, die den Anpassungsprozessen bei einem Wechsel der kulturellen Rahmenbedingungen zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten kennen und verstehen gelernt.
 
Das Einführungsseminar, das am Wochenende vom 11./12. September 2008 im Mobilé stattgefunden hat, ist sehr gut gelungen. Die Teilnehmer waren von den Seminarinhalten, dem Einsatz vielfältiger Materialien und abwechslungsreicher Methoden begeistert. Die Seminarleiter haben sich sehr über aktive Mitarbeit, Offenheit, Praxisberichte sowie kreative Ideen im Hinblick auf nächste Module gefreut. 
 
Im folgenden Seminar, am 6.-7. November, werden die Erzieherinnen mit Methoden des interkulturellen Lernens in Theorie und Praxis vertraut gemacht und gemeinsam deren Möglichkeiten zu ihrer Einbindung in den Kindergartenalltag entwickelt, bevor sie diese in der Praxis erproben und dokumentieren.
Joanna Pawlaczek
Autor: nnz

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