Was tun bei Kopfschmerz?
Samstag, 12. September 2009, 12:47 Uhr
Jede dritte Frau in Deutschland leidet mehr als einmal monatlich an Kopfschmerzen. Auch jeder fünfte Mann ist betroffen. Die meisten Patienten behandeln die Symptome, ohne einen Arzt zu kontaktieren. Bei der Selbstmedikation ist der Rat des Apothekers daher unverzichtbar.
Welche Präparate für eine optimale Therapie geeignet sind und welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind, erfahren die Thüringerinnen und Thüringer in ihrer Apotheke.
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leiden 90 Prozent der Betroffenen unter Migräne, Spannungskopfschmerzen oder einer Kombination dieser Formen. Insgesamt haben rund acht Millionen Deutsche Migräne. Spannungskopfschmerzen treten bei neun von zehn Menschen im Laufe ihres Lebens auf.
"Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind eher dumpf und drückend und gehen häufig vom Nacken aus", sagt
Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Oft gehen die Beschwerden mit muskulären Verspannungen einher. Sie können unter anderem durch Fehlhaltungen, Schlafmangel, Stress und Überanstrengung ausgelöst werden. Kopfschmerzen können aber auch als Nebenwirkung bestimmter Herz- und Blutdruckmedikamente auftreten.
Patienten mit Migräne klagen in der Regel über pulsierend pochende Schmerzen, die oft einseitig auftreten. "Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit sind häufige Begleiterscheinungen", sagt Garke. Zu den Auslösern zählen neben Stress auch Wetterwechsel und hormonelle Faktoren. "Auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Käse, Schokolade oder Rotwein können einen Migräneanfall hervorrufen", sagt Garke.
Sind die Auslöser bekannt, sollten die Patienten diese generell meiden, auch wenn das oft leichter gesagt als getan ist. Auch Entspannungstechniken oder manchmal einfach eine halbe Stunde Schlaf können effektiv helfen. "Viele Patienten empfinden es bei Kopfschmerzen und Migräne zudem angenehm, Minzöl auf die Schläfen aufzutragen", weiß Garke aus seiner Apotheke zu berichten.
Wenn diese Maßnahmen nicht helfen oder für sie keine Zeit bleibt, können Kopfschmerzen und leichte Migräneanfälle auch mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus der Apotheke gut behandelt werden. "So haben z.B. die Arzneistoffe ASS und Ibuprofen in zahlreichen Studien eine gute Wirksamkeit gezeigt", weiß Garke. Gegen Migränekopfschmerzen gibt es spezielle Arzneimittel. Vor ihrer Anwendung sollte jedoch der Arzt eine eindeutige Diagnose gestellt haben. Im Notfall kann dann die Apotheke schnell und unkompliziert helfen.
Der Selbstmedikation sind allerdings Grenzen gesetzt: "Werden schmerzstillende Arzneimittel zu oft genommen, können sie selbst zu Kopfschmerzen führen", warnt Garke. Schmerzmittel sollten deshalb nicht länger als höchstens drei Tage hintereinander angewendet werden. "Treten die Kopfschmerzen fast täglich oder mehrmals in der Woche auf oder sind von anderen Symptomen wie Seh- und Gleichgewichtsstörungen begleitet, sollte unbedingt ein Arzt die Ursache der Beschwerden abklären", rät der Apotheker.
Autor: nnzWelche Präparate für eine optimale Therapie geeignet sind und welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind, erfahren die Thüringerinnen und Thüringer in ihrer Apotheke.
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leiden 90 Prozent der Betroffenen unter Migräne, Spannungskopfschmerzen oder einer Kombination dieser Formen. Insgesamt haben rund acht Millionen Deutsche Migräne. Spannungskopfschmerzen treten bei neun von zehn Menschen im Laufe ihres Lebens auf.
"Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind eher dumpf und drückend und gehen häufig vom Nacken aus", sagt
Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Oft gehen die Beschwerden mit muskulären Verspannungen einher. Sie können unter anderem durch Fehlhaltungen, Schlafmangel, Stress und Überanstrengung ausgelöst werden. Kopfschmerzen können aber auch als Nebenwirkung bestimmter Herz- und Blutdruckmedikamente auftreten.
Patienten mit Migräne klagen in der Regel über pulsierend pochende Schmerzen, die oft einseitig auftreten. "Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit sind häufige Begleiterscheinungen", sagt Garke. Zu den Auslösern zählen neben Stress auch Wetterwechsel und hormonelle Faktoren. "Auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Käse, Schokolade oder Rotwein können einen Migräneanfall hervorrufen", sagt Garke.
Sind die Auslöser bekannt, sollten die Patienten diese generell meiden, auch wenn das oft leichter gesagt als getan ist. Auch Entspannungstechniken oder manchmal einfach eine halbe Stunde Schlaf können effektiv helfen. "Viele Patienten empfinden es bei Kopfschmerzen und Migräne zudem angenehm, Minzöl auf die Schläfen aufzutragen", weiß Garke aus seiner Apotheke zu berichten.
Wenn diese Maßnahmen nicht helfen oder für sie keine Zeit bleibt, können Kopfschmerzen und leichte Migräneanfälle auch mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus der Apotheke gut behandelt werden. "So haben z.B. die Arzneistoffe ASS und Ibuprofen in zahlreichen Studien eine gute Wirksamkeit gezeigt", weiß Garke. Gegen Migränekopfschmerzen gibt es spezielle Arzneimittel. Vor ihrer Anwendung sollte jedoch der Arzt eine eindeutige Diagnose gestellt haben. Im Notfall kann dann die Apotheke schnell und unkompliziert helfen.
Der Selbstmedikation sind allerdings Grenzen gesetzt: "Werden schmerzstillende Arzneimittel zu oft genommen, können sie selbst zu Kopfschmerzen führen", warnt Garke. Schmerzmittel sollten deshalb nicht länger als höchstens drei Tage hintereinander angewendet werden. "Treten die Kopfschmerzen fast täglich oder mehrmals in der Woche auf oder sind von anderen Symptomen wie Seh- und Gleichgewichtsstörungen begleitet, sollte unbedingt ein Arzt die Ursache der Beschwerden abklären", rät der Apotheker.
