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Barbara Rinke nach Berlin?

Montag, 14. Oktober 2002, 10:14 Uhr
Nordhausen (nnz). In Berlin ringen Sozialdemokraten und Bündnisgrüne noch immer um ihren Koalitionsvertrag. Personalien sollen da bislang eine untergeordnete Rolle spielen. Doch wird auch schon mal um den einen oder anderen Posten gerangelt. Im Gespräch ist auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).


„Nicht mehr umstritten ist offenbar, dass die ostdeutschen Sozialdemokraten die Familienministerin stellen sollen. Schröder wurden drei Vorschläge gemacht: die Vorsitzende des Familienausschusses, Christa Hanewinkel, die Oberbürgermeisterin von Halle, Ingrid Häussler, und die Oberbürgermeisterin von Nordhausen, Barbara Rinke“. Das schrieb die Berliner Zeitung am Samstag.

Nun steht fest, dass Barbara Rinke in ihrer Partei weit über die Grenzen der Rolandstadt hinaus nicht nur einen Namen hat, sondern auch über Einfluß verfügt. Gute Bekanntschaften pflegt sie seit Jahren und Jahrzehnten zu sozialdemokratischen Politgrößen wie Reinhard Höppner oder Manfred Stolpe. Letzterer soll es nach nnz-Informationen auch gewesen sein, der bereits eine Woche nach der Bundestagswahl bei Rinke angerufen habe. Seine Frage galt der Bereitschaft von Barbara Rinke, einen Posten im künftigen Bundeskabinett zu übernehmen.

Wie die Oberbürgermeisterin in den zurückliegenden Tagen mehrfach auf Anfrage der nnz sagte, habe sie das Berliner Angebot abgelehnt. Zu sehr sei sie ihrer Heimatstadt verbunden, hier sehe sie in den kommenden Jahren ihre Aufgabe. Auch würde ein beruflicher Wechsel von der Zorge an die Spree zu viele Belastungen, vor allem im familiären Bereich, mit sich bringen. Damit war das Thema für Barbara Rinke abgehakt, wie bei anderen Abwerbeversuchen.

Barbara Rinke sollte bereits mehrfach ihren Chefsessel in Nordhausen verlassen. Ein Angebot gab es vor mehreren Jahren aus Sachsen-Anhalt. Sie hielt jedoch den Verlockungen der Landes- und wie jetzt - der Bundespolitik stand.
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