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Bewegung in Rothesütte

Mittwoch, 09. Oktober 2002, 11:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Eigentlich ungewöhnlich: An die gestrige Kreistagssitzung wurde noch eine Sitzung des Kreisausschusses drangehängt. Doch das hatte seinen Grund...


Es ging um ein Grundstück und Immobilie in Rothesütte, über die nnz in den zurückliegenden Tagen mehrfach berichtet hatte (siehe nnz-Archiv). Die Mitglieder des Kreisausschusses gaben Landrat Joachim Claus (CDU) denn auch freie Hand für sogenannte „Optionsverhandlungen“. Deren Ziel besteht letztlich darin, dass der Landkreis oder das Südharz-Krankenhaus aus einer Zahlungsverpflichtung an die Oberfinanzdirektion (OFD) in Höhe von 700.000 Euro herauskommt.

Joachim Claus wird sich also in den kommenden Tagen mit den holländischen Investoren und Vertretern der OFD an einen Tisch setzen. Mögliche Variante: Der Kaufvertrag zwischen Landratsamt und Krankenhaus wird rückabgewickelt, dann ist der Kreis vorrübergehend Eigentümer der ehemaligen NVA-Liegenschaft. Der Landkreis verkauft dann an die Holländer, die in Rothesütte eine Ferienanlage für Behinderte errichten wollen. Somit wäre für diesen Grundstücksverkehr die einst vorgeschriebene soziale Bindung wieder hergestellt und die 700.000 Euro müssen nicht gezahlt werden. Sollten die Verträge letztlich unterschriftsreif sein, dann geht die ganze Angelegenheit noch mal in den Finanzausschuß und muß letztlich vom Kreistag abgesegnet, sprich beschlossen werden.
Autor: nnz

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