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Endlich beschlossen!

Dienstag, 08. Oktober 2002, 17:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Die heutige Kreistagssitzung wurde von politischen Insidern mit Spannung erwartet. Sollte doch endlich der Nachtragshaushalt beschlossen werden. Noch wichtiger erschien den Kreistagsmitgliedern jedoch der Stellenplan...


Der mit Spannung erwarteten Diskussion griff Landrat Joachim Claus (CDU) bereits bei seinen obligatorischen Informationen vor. Er legte Folien auf und wollte die personelle Besetzung seiner Behörde mit anderen Landkreisen vergleichen. Da schneidet der Landkreis Nordhausen durchaus positiv ab. Wichtig sei für ihn, dass mit dem jetzt erarbeiteten Stellenplan ein exaktes Abbild und eine Grundlage für weiteres Vorgehen geschaffen sei. Und so beschlossen denn auch die Kreistagsmitglieder vor dem Nachtragshaushalt die „nicht ausgewiesenen Stellen“ im Plan. Es gab lediglich drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Dann der Nachtragshaushalt. Der hauptamtliche Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD) erläuterte die Entstehungsgeschichte des Werkes, machte aber auch auf Probleme aufmerksam. Eine Kreditaufnahme sei vertretbar, schließlich hat der Landkreis eine teure Deponie zu bewirtschaften. So sei schließlich die gestiegene Pro-Kopf-Verschuldung bedauerlich, aber doch das kleinere Übel.

Die Vorsitzende des Finanzausschusses, Birgit Scholz (CDU), stellte klar, dass der Ausschuß den Entwurf abgelehnt habe, Jürgen Hohberg wollte keine Parteipolitik, sondern Sachpolitik betreiben, Klaus Hummitzsch (PDS) machte wie viele andere Redner auf Reduzierungen im Personalbereich aufmerksam, sein Fraktionskollege Hermsdorf sprach von fiktiven Einnahmen und schließlich hielt Thomas Pape (CDU) ein Grundsatzplädoyer für soziale Aufgaben.

Es war schließlich 16.08 Uhr: Dann wurde der Nachtragshaushalt beschlossen. Zwei Änderungen waren enthalten. So sollen 52 KW-Stellen vermerkt und im kommenden Jahr zehn Stellen durch Teilzeitarbeit in der Kreisverwaltung abgebaut werden. Und schon waren die Akteure rund herum zufrieden und konnte endlich in die verdiente Kaffeepause gehen.
Autor: nnz

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