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Freitag, 28. August 2009, 07:42 Uhr
Die Zeitungsnachshow beschäftigt sich heute nur mit Wahlk(r)ampf. Dabei ist selbst dem www-Autor Jürgen Wiethoff ein bisschen das Schmunzeln und gänzlich das Lachen abhanden gekommen.


Montag bis Freitag


war, wie Sie sicher bemerkt haben, nicht nur die nnz vorwiegend mit Themen der Wahl zum Thüringer Landtag gefüllt. Die hauptsächlich benutzten Schlagworte waren: Betrug, Täuschung, Unfähigkeit, Lüge... Ihnen fallen gewiss weitere Ergänzungen dieser Liste ein. Wenn nein, haben Sie ja noch Zeit, die Medien bis zur Bundestagswahl in 4 Wochen weiter zu verfolgen. Man verspricht sicher nicht zu viel: Da kommt diesbezüglich noch einiges auf Sie zu.

Ich habe schon gewählt, weil am Wahlsonntag mein Urlaub beginnt. Ich sage selbstverständlich nicht, wen oder welche Partei, aber ich sage Ihnen: Tun Sie es auch. Gehen Sie wählen. Nur dann können Sie sicher sein, dass nicht die, die Sie gar nicht wollen, Sitze hinzu oder sogar die Wahl gewinnen. Das ist übrigens keine Besonderheit des deutschen Wahlrechts, sondern international weit verbreitet.

Gehen Sie wählen und wenn Sie unentschlossen sind, überlegen Sie, was Sie haben, mit wessen Führung oder Unterstützung im Landes- und kommunalpolitischen Bereich Sie es erreicht haben, was Sie gern haben möchten, wer es Ihnen mit welchen Einschnitten an anderer Stelle verspricht und wie sie/er das umzusetzen und - ganz wichtig - zu finanzieren gedenkt. Wie mehr oder weniger geschickt die einzelnen Kandidaten jetzt aufeinander losgehen, wer wem was vorwirft, sollte Ihnen dabei vollkommen egal sein. Wie hat doch auch ein namhafter Kommunalpolitiker befunden: Wahlkampf ist keine Sacharbeit.

Gegenseitige Beschimpfungen, die oft tief ins Persönliche gehen, sind keine Wahlargumente. Sachliche Kritik sollte hingegen erwünscht sein. Kritisieren ist aber leichter, als besser machen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nie hat das mehr zugetroffen, als jetzt in Thüringen, Sachsen und dem Saarland. Wenn es Ihrer Entscheidung für die Bundestagswahl weiterhilft, beobachten Sie doch mal in den nächsten Wochen, wer in Erwartung künftig möglicher Koalitionen den streichelt, den er noch bis 30.8. (hoffentlich nur verbal) verhauen hat. Nach der Landtagswahl trauen Sie sich dann sicher einige Prognosen zu.
Jürgen Wiethoff
Autor: nnz

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