Wacker trifft auf Wacker
Donnerstag, 27. August 2009, 08:37 Uhr
Nachdem der FSV Wacker 90 Nordhausen den Tabellenführer Sondershausen in der Höhle des Löwen in einem guten Spiel bezwingen konnte, folgt nun der nächste Schlager. Diesmal im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark. Der Vorbericht von Klaus Verkoutert in Ihrer nnz.
Lars Greschke (Foto: Verkouter)
Am Sonnabend um 15 Uhr ist der Topfavorit und gegenwärtige Tabellenzweite FSV Wacker 03 Gotha Gast im Nordhäuser Albert-Kuntz-Sportpark. Bereits nach drei Spieltagen mit Siegen gegen Weida, Borsch und Schlotheim/Mehrstedt liegt der Namensvetter punktgleich mit dem SV Germania Ilmenau an der Spitze. Von Anfang an scheinen die Schützlinge von Holger Bühner ihre Meisterschaftsambitionen in die Tat umsetzen zu wollen.
Wären die Nordhäuser nach den ersten beiden Spielen nicht mit Niederlagen gegen Weimar und Zeulenroda vom Platz gegangen, hätte man getrost von einem Spitzenspiel sprechen können. Nun trifft eben am vierten Spieltag der Zweite auf den Dreizehnten. Nach dem Abpfiff durch den Meuselwitzer Schiedsrichter Michael Kahl werden wir wissen, ob der Leistungsunterschied wirklich so groß ist, wie es die gegenwärtigen Tabellenplätze aussagen.
Die Fans werden sagen, die Mannschaft hat im Nordderby beim Spitzenreiter Eintracht Sondershausen gezeigt, dass sie mehr kann als diese unteren Ränge vermuten lassen. Hätte sie sonst auf dem Göldner 1:0 gewonnen? Doch Vorsicht! Wacker 03 Gotha, der Vizemeister der vergangenen Saison, war nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt und kommt mit dem torhungrigsten Sturm der Thüringenliga nach Nordhausen.
26 Punktspiele seit 1949 gab es zwischen Nordhausen und den Gästen. Noch liegen die Südharzer in der Gesamtbilanz vorn – 15 Siege, 7 Niederlagen, 4 Unentschieden. Doch genau vor 20 Jahren hat Motor/Wacker 90 zu Hause im Kampf um Punkte in fünf gemeinsamen Spieljahren letztmalig gewonnen (3:2). Die anderen Heimergebnisse seit 2006 sind ernüchternd: 1:1, 0:2, 2:4 und in der vergangenen Saison 1:2. Eine 2:3-Pokalschlappe kommt noch hinzu.
Diese negative Heimserie wollen die Männer um Trainer Frank Rosenthal stoppen. Wieder einmal war Lars Greschke in Sondershausen der Turm in der Schlacht. Sein Statement lautet: Der Sieg war unheimlich wichtig, natürlich schön für mich. Aber alle eingesetzten Spieler haben zum verdienten Sieg mit einer soliden Mannschaftsleistung beigetragen. Mindestens genauso schwer wird es gegen Gotha. Das ist ein anderes Kaliber als Zeulenroda, aber die spielen mit und stehen nicht nur hinten drin. Noch hat Gotha sechs Punkte Vorsprung, unser Ziel lautet, dass es nach dem Spiel nur noch drei Punkte Abstand sind. Der Bock ist umgestoßen, jetzt geht die Saison richtig los.
Erklärtes Ziel der Gäste für Sonnabend ist ebenfalls ein Sieg über die andere Wacker-Vertretung. Das 3:1-Erfolgserlebnis der Neunziger im November 2008 im Gothaer Stadion sollte nicht überbewertet werden, aber es hat gezeigt, dass auch Gotha zu bezwingen ist.
Spannung pur ist angesagt, selbst wenn es vielleicht zunächst ein taktisches Abtasten beider Mannschaften geben und auf Fehler des Gegners gewartet werden sollte.
Wacker II muss zur gleichen Stunde beim SV Rot-Weiß Kraja antreten. Kraja hat in der jungen Saison noch kein Spiel verloren und liegt nur einen Punkt hinter den Nordhäusern. Wer siegt, bleibt im oberen Drittel. Eine heiß umkämpfte Partie ist deshalb zu erwarten, deren Ausgang völlig offen erscheint.
Klaus Verkouter
Autor: nnz
Lars Greschke (Foto: Verkouter)
Am Sonnabend um 15 Uhr ist der Topfavorit und gegenwärtige Tabellenzweite FSV Wacker 03 Gotha Gast im Nordhäuser Albert-Kuntz-Sportpark. Bereits nach drei Spieltagen mit Siegen gegen Weida, Borsch und Schlotheim/Mehrstedt liegt der Namensvetter punktgleich mit dem SV Germania Ilmenau an der Spitze. Von Anfang an scheinen die Schützlinge von Holger Bühner ihre Meisterschaftsambitionen in die Tat umsetzen zu wollen.Wären die Nordhäuser nach den ersten beiden Spielen nicht mit Niederlagen gegen Weimar und Zeulenroda vom Platz gegangen, hätte man getrost von einem Spitzenspiel sprechen können. Nun trifft eben am vierten Spieltag der Zweite auf den Dreizehnten. Nach dem Abpfiff durch den Meuselwitzer Schiedsrichter Michael Kahl werden wir wissen, ob der Leistungsunterschied wirklich so groß ist, wie es die gegenwärtigen Tabellenplätze aussagen.
Die Fans werden sagen, die Mannschaft hat im Nordderby beim Spitzenreiter Eintracht Sondershausen gezeigt, dass sie mehr kann als diese unteren Ränge vermuten lassen. Hätte sie sonst auf dem Göldner 1:0 gewonnen? Doch Vorsicht! Wacker 03 Gotha, der Vizemeister der vergangenen Saison, war nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt und kommt mit dem torhungrigsten Sturm der Thüringenliga nach Nordhausen.
26 Punktspiele seit 1949 gab es zwischen Nordhausen und den Gästen. Noch liegen die Südharzer in der Gesamtbilanz vorn – 15 Siege, 7 Niederlagen, 4 Unentschieden. Doch genau vor 20 Jahren hat Motor/Wacker 90 zu Hause im Kampf um Punkte in fünf gemeinsamen Spieljahren letztmalig gewonnen (3:2). Die anderen Heimergebnisse seit 2006 sind ernüchternd: 1:1, 0:2, 2:4 und in der vergangenen Saison 1:2. Eine 2:3-Pokalschlappe kommt noch hinzu.
Diese negative Heimserie wollen die Männer um Trainer Frank Rosenthal stoppen. Wieder einmal war Lars Greschke in Sondershausen der Turm in der Schlacht. Sein Statement lautet: Der Sieg war unheimlich wichtig, natürlich schön für mich. Aber alle eingesetzten Spieler haben zum verdienten Sieg mit einer soliden Mannschaftsleistung beigetragen. Mindestens genauso schwer wird es gegen Gotha. Das ist ein anderes Kaliber als Zeulenroda, aber die spielen mit und stehen nicht nur hinten drin. Noch hat Gotha sechs Punkte Vorsprung, unser Ziel lautet, dass es nach dem Spiel nur noch drei Punkte Abstand sind. Der Bock ist umgestoßen, jetzt geht die Saison richtig los.
Erklärtes Ziel der Gäste für Sonnabend ist ebenfalls ein Sieg über die andere Wacker-Vertretung. Das 3:1-Erfolgserlebnis der Neunziger im November 2008 im Gothaer Stadion sollte nicht überbewertet werden, aber es hat gezeigt, dass auch Gotha zu bezwingen ist.
Spannung pur ist angesagt, selbst wenn es vielleicht zunächst ein taktisches Abtasten beider Mannschaften geben und auf Fehler des Gegners gewartet werden sollte.
Wacker II muss zur gleichen Stunde beim SV Rot-Weiß Kraja antreten. Kraja hat in der jungen Saison noch kein Spiel verloren und liegt nur einen Punkt hinter den Nordhäusern. Wer siegt, bleibt im oberen Drittel. Eine heiß umkämpfte Partie ist deshalb zu erwarten, deren Ausgang völlig offen erscheint.
Klaus Verkouter
